Univention Corporate Server 5.2-5 bietet Wiederherstellung gelöschter Benutzerkonten und weitere Neuerungen

Univention Corporate Server (UCS) wird vor allem in deutschsprachigen Regionen von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen eingesetzt, darunter auch von der Landesregierung Brandenburg. Die Plattform existiert bereits seit über zwei Jahrzehnten. Ihre Entwicklung wurde durch das Fehlen eines standardisierten Linux-Serverbetriebssystems angestoßen, das eine Alternative zum Domänenkonzept von Microsoft mit dem proprietären Dienst Active Directory bieten sollte. Heute ist UCS eine stabile, auf Debian basierende Lösung, die dank der Integration von Samba 4 auch Hardware und Systeme auf Basis von Microsoft Windows verwalten kann.
Anfang dieser Woche erschien UCS 5.2-5 und stellt die erste Patch-Level-Version des Jahres dar. Das neue Installationsmedium bündelt alle kleineren Updates der vergangenen drei Monate und bringt zusätzlich neue Funktionen. Zu den Highlights zählen:
- Automatische Wiederherstellung versehentlich gelöschter Benutzer in Active Directory und Samba 4
- Der neue Provisioning Service von Univention Nubus für UCS ist seit einigen Monaten als Preview verfügbar und wurde zunächst in Nubus für Kubernetes eingeführt
- Schnellere Änderungen an Gruppenmitgliedschaften über den Univention Directory Manager
- Für die Installation oder Aktualisierung von UDM-Erweiterungen ist kein Neustart der UDM-REST-API mehr erforderlich
- Durch eine neue Konfiguration von Keycloak werden Benutzerinformationen bei jeder Anmeldung aus LDAP aktualisiert
Die vollständigen Release Notes sind auf der entsprechenden Projektseite verfügbar.
Neben dem ISO-Image stehen auch fünf virtuelle Images zum Download bereit. Diese wurden für Oracle VM VirtualBox, VMware, VMware ESXi, Microsoft Hyper-V und KVM vorbereitet. Obwohl UCS ein Unternehmensprodukt ist, das in bestimmten Szenarien kostenpflichtig ist, lässt sich die Plattform über die Core Edition kostenlos ausprobieren. Diese Version bietet allerdings keinen Support und verzichtet auf einige Funktionen – etwa erweiterte Sicherheitsoptionen und Skalierbarkeitswerkzeuge –, die nur in den kostenpflichtigen Editionen enthalten sind.











