Unraid OS 7.3.0 bringt wichtige Sicherheitsupdates und neuen Einrichtungsassistenten

Auf dem Linux-Kernel basierend ist Unraid OS dennoch ein proprietäres Betriebssystem für Heimserver, die als NAS-Geräte, App-Server, Medienserver oder Virtualisierungs-Hosts eingesetzt werden. Das Basissystem lässt sich über Plugins und Docker-Anwendungen erweitern. Die Software existiert seit über zwei Jahrzehnten und basiert historisch auf Slackware; das neueste Update, das gestern veröffentlicht wurde, trägt die Versionsnummer 7.3.0.
Unraid OS 7.3.0 ist eine stabile Version, die den Lizenzierungsansatz überarbeitet. Bislang wurde Unraid von einem Flash-Laufwerk gebootet, auf dem auch die Lizenz validiert wurde. Mit diesem Update kann das System nun auch auf externen NVMe-, SSD-, eMMC- oder anderen vorhandenen Speichergeräten installiert und davon gestartet werden. Der neue interne Boot-Modus unterstützt zudem einen gespiegelten Boot-Pool, also zwei Geräte in einem ZFS-Mirror. Bestehende Nutzer, die auf den internen Boot-Modus umsteigen, können zwischen Flash-basierter und TPM-basierter Lizenzierung wählen.
Zu den weiteren erwähnenswerten Änderungen gehören:
- Ein komplett überarbeiteter Onboarding-Assistent ermöglicht es, einen Server in etwa drei Minuten einsatzbereit zu machen
- Mehrere Sicherheitskorrekturen wurden eingespielt, darunter Patches für „Copy Fail“ (CVE-2026-31431) und „Dirty Frag“ (CVE-2025-43284)
- Unraid OS aktualisiert Docker von Version 29.3.1 auf 29.4.3 und ergänzt dabei ein neues optionales Feld für feste MAC-Adressen in Vorlagen
- ZFS 2.4.1 bringt neben der Möglichkeit, beschädigte Dateien in der WebGUI anzuzeigen, auch eine verbesserte Steuerung der maximalen ZFS-ARC-Größe, erreichbar über „Einstellungen > Festplatteneinstellungen > Tunable (zfs_arc_max)“
- Leistungsverbesserungen betreffen zudem den Dateimanager
- QEMU wurde auf 10.2.2 und libvirt auf 12.2.0 aktualisiert
- Zusätzlich wurde die Unterstützung für AMD XDNA und ACP im Kernel erweitert
- Neben den genannten Punkten erhielten WebGUI und System zahlreiche kleinere Optimierungen und Fehlerbehebungen, die insgesamt die Stabilität und Geschwindigkeit verbessern
Zwar sind vorgefertigte Server verfügbar, diese sind jedoch in der Regel nicht günstig. Wer Unraid OS auf eigener Hardware betreiben möchte, kann zwischen einer Starter-Lizenz für 49 $ (ca. 45 Euro) (bis zu 6 Speichergeräte, ein Jahr Updates), der Unleashed-Version für 109 $ (ca. 100 Euro) (unbegrenzte Geräte, ebenfalls ein Jahr Updates) oder einer Lifetime-Lizenz für 249 $ (ca. 230 Euro) wählen.
Zu den vorkonfigurierten Servern zählt unter anderem die LincStation N2, die aktuell bei Amazon für etwa 416 Euro angeboten wird.











