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Video-on-Demand: Bitkom und Gema einigen sich

Video-on-Demand: Chromecast von Google unterstützt in Deutschland auch Watchever.
Video-on-Demand: Chromecast von Google unterstützt in Deutschland auch Watchever.
Bitkom und Gema haben eine Vereinbarung zu Urhebervergütungen für Musik in Filmen im Internet getroffen. Die Vergütungen müssen von Betreibern von Online-Videotheken abgeführt werden und gelten auch für Dokus, Serien und TV-Shows.

Wie der Hightechverband Bitkom und die Verwertungsgesellschaft Gema heute bekannt gaben, konnten sich beide auf eine Vereinbarung für die Anbieter von Video-on-Demand im Internet einigen. Der Vertrag regelt die Höhe der urheberrechtlichen Vergütungen für Musik in Dokus, Filmen, Serien, TV-Shows und anderen Formaten, die von den Betreibern von Online-Videotheken abgeführt werden müssen.

Laut der Mitteilung betragen die Lizenzvergütungen beispielsweise für Spielfilme 16,5 Cent beim Kauf und 5,5 Cent für die Miete eines Films. Bei TV-Serien liegen die Lizenzvergütungen bei 4,9 Cent für den Kauf einer Folge und 2,35 Cent für die Miete. Beim Kauf dürfen Kunden den Film oder die Serie dauerhaft nutzen, bei der Miete nur für einen begrenzten Zeitraum.

Der Vertrag gilt gemäß den Vertragsparteien rückwirkend ab 1. Januar 2002. Bitkom-Mitglieder erhalten einen Gesamtvertragsrabatt auf den Video-on-Demand-Tarif der Gema. Die Vereinbarung bezieht sich bewusst nur auf den Kauf oder die Miete einzelner Videos. Nicht erfasst sind Abo-Angebote, die auf einem monatlichen Pauschalbetrag für die begrenzte oder unbegrenzte Nutzung von Videodiensten basieren. Hierzu laufen die Verhandlungen zwischen Bitkom und Gema weiter. Ebenfalls nicht eingeschlossen sind ausschließlich werbefinanzierte Angebote.

Wie der Bitkom im Rahmen der Einigung weiter mitteilte, steigt die Nutzung von Online-Videotheken rasant. Googles HDMI-Streaming-Stick Chromecast unterstützt beispielsweise in Deutschland neben YouTube auch Maxdome und Watchever. Nach Prognosen auf Basis von Zahlen des Marktforschungsinstituts IHS Technologie werden im Jahr 2014 in Deutschland rund 27,2 Millionen Filme in digitaler Form online gekauft oder geliehen. Das entspricht einem Zuwachs von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Darüber hinaus werden voraussichtlich rund 6,1 Millionen TV-Serien als einzelne Episoden oder als Staffel im Internet gekauft oder geliehen. Das entspricht einem Plus von 15 Prozent. Online-Videotheken werden zunehmend beliebter, weil die Portale ihre Film- und Serienangebote beständig ausbauen und immer mehr Nutzer ihre Fernseher mit dem Internet verbinden. Aktuell sind in deutschen Haushalten bereits rund 14 Millionen Fernseher direkt oder über andere Geräte wie Spielkonsolen oder Set-top-Boxen online.

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Autor: Ronald Tiefenthäler,  1.04.2014 (Update:  1.04.2014)
Ronald Matta
Ronald Matta - Senior Editor News - @RonaldTi
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