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Virtual Desktop: Heimkino und Desktop in virtuellen Welten

Virtual Desktop: Den Windows Desktop in virtuelle Welten verpflanzen
Virtual Desktop: Den Windows Desktop in virtuelle Welten verpflanzen
Virtual Reality wird ein großer Wachstumsmarkt der nächsten Jahre, soviel steht fest. Noch ist der Umgang mit dem PC und dessen Betriebssystem allerdings stark in der zweidimensionalen Realität verwurzelt.

So gibt es zwar speziell für die beiden großen VR-Headsets angepasste Spiele und Anwendungen, für den Umgang mit dem Windows Desktop und regulären Anwendungen gab es in der virtuellen Realität bislang allerdings keine Unterstützung. Das ändert sich nun mit der Verfügbarkeit von Virtual Desktop, einer 15 US-Dollar teuren Applikation für Oculus Rift und HTC Vive.

Und diese hat das Zeug dazu, den Umgang mit dem PC radikal zu verändern. Sie verhilft dem Windows Desktop, regulären Anwendungen wie dem Internet-Browser oder Videoplayer und speziell für 360 Grad optimierten Bildern und Filmen zum Sprung in die virtuelle Realität. Mit dem VR-Headset auf dem Kopf, kann der Benutzer seine eingerichteten Windows Desktops inclusive aller Anwendungen in der virtuellen Welt abbilden, in der Größe und Darstellung verändern, transparent in andere Welten einblenden und näher an sich heranholen beziehungsweise in die Ferne schieben.

So wird beispielsweise aus einem Video ein Filmerlebnis in einem gigantischen virtuellen IMAX Saal. Noch sind Oculus Rift und HTC Vive auflösungsmäßig begrenzt: Mehr als 1.280 x 1.080 Pixel pro Auge sind derzeit nicht möglich. Erste Tests, beispielsweise durch Engadget zeigen auf, dass auch die Software in Version 1.0 noch einiges an Entwicklungspotential hat: Da man in der virtuellen Realität die reale Umgebung nicht sieht, muss die Bedienung von Tastatur und Maus blind erfolgen. Eine Gesten- oder Sprachsteuerung würde hier Vorteile bringen.

Dennoch zeigt diese Technologie auf, wohin die Zukunft gehen könnte: Statt sich reale Heimkinos einzurichten, könnte man in Zukunft sein Kino virtuell dort aufbauen, wo man einen leistungsstarken Rechner vorfindet, beziehungsweise in weiterer Folge, mit entsprechend leistungsfähigen Mobilgeräten komplett ortsunabhängig genießen. Auch platzraubende Multi-Monitor-Setups könnten damit für so manchen VR-affinen Anwender der Vergangenheit angehören. Sehen Sie sich den Trailer zu Virtual Desktop an, wir haben ihn unten verlinkt!

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Autor: Alexander Fagot, 24.04.2016 (Update: 17.06.2016)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.