Notebookcheck

Vivo startet NEX 3: Buttonlos, Waterfall-Display, 5G, Klinkenbuchse

Vivo startet in China mit dem NEX 3 Smartphone-Flaggschiff und 99,6 Prozent Screen-to-Body-Ratio.
Vivo startet in China mit dem NEX 3 Smartphone-Flaggschiff und 99,6 Prozent Screen-to-Body-Ratio.
Hierzulande eher untergegangen, in China gefeiert: Vivo hat mit dem NEX 3 als erster Hersteller ein Randlos-Smartphone mit dem stärker gekrümmten Waterfall-FullView-Display offiziell präsentiert, die Kombination aus Klinkenbuchse, 5G-Modem, 99,6 Prozent Screen-to-Body-Ratio sowie Touch-Sense statt Buttons ist in jedem Fall ungewöhnlich.
Alexander Fagot,

Weg mit dem Rand und auch gleich mit den seitlichen Buttons, die braucht doch eh keiner mehr! Das sieht zumindest Vivo so, die gestern in China mit dem vorab bereits sehr intensiv beworbenen NEX 3-Flaggschiff online gegangen sind. Ab sofort können Chinesen das optional mit 5G-Modem erhältliche High-End-Smartphone ab umgerechnet 640 Euro bestellen, ausgeliefert wird bereits ab Samstag.

Waterfall-FullView-Display

Die Vivo-Schwester Oppo hat als erstes eines dieser neuen, stärker gekrümmten AMOLED-Displays vorgestellt und den Begriff "Waterfall-Display" geprägt, Vivo ist allerdings der erste Hersteller mit einem fertigen Produkt am Markt, der nächste dürfte bereits Donnerstag dann Huawei sein, die ja im Mate 30 Pro ein ähnliches Display mit 88 Grad Krümmungsradius an der Seite verbaut haben, bei Vivo heißt das Ganze jedenfalls "Waterfall FullView-Display". 

Touch-Sense statt Buttons

Dieses misst 6.89 Zoll in der Diagonale und soll laut Hersteller 99,6 Prozent Screen-to-Body-Ratio bieten, was Vivo allerdings nicht durch ein komplettes Fehlen der Ränder oben und unten erreicht (man sieht hier durchaus noch schwarze Balken im Renderbild unten) sondern eben durch die Ausweitung an den beiden Seiten. Apropos Seiten: Buttons gibt es keine mehr, stattdessen nutzt man "Touch Sense" und bekommt haptisches Feedback durch Vibrationen, letztere soll man auch beim mobilen Gameplay nutzen können. Komplett buttonlos, wie das NEX 3 beworben wird, ist es allerdings nicht, ein kleiner physischer Button verbirgt sich an der Oberseite.

Überraschung: Kopfhöreranschluss

Mit Snapdragon 855+-SoC, 8 oder 12 GB RAM sowie 128 oder 256 GB Speicher bewegt sich Vivo in China am oberen Preisbereich, die rückseitige Triple-Cam im runden Design basiert auf einem 64 Megapixel Hauptsensor von Samsung (F/1.8) mit 13 Megapixel Superweitwinkel- und Makro-Shooter (F/2.2) sowie 13 Megapixel Telefoto-Optik (F/2.48). Ausfahrbar an der Oberseite steckt eine HDR-fähige 16 Megapixel-Selfie-Cam mit F/2.09-Optik. Überraschend für viele: Ein 3,5 mm Kopfhöreranschluss, sogar mit hochwertigem AK4377A-DAC von AKM ist noch vorhanden - eine ideale Lösung also für Audio-Fans, denn das ist rar unter aktuellen Flaggschiffen.

Nicht günstig für China

Auch das integrierte 4G-Modem überzeugt durch Unterstützung vieler weltweiter LTE-Bänder, 5G gibt es optional gegen Aufpreis. Kaum mehr erwähnenswert: Der Fingerabdrucksensor ist im Display integriert, der 4.500 mAh Akku wird mit 44 Watt super-schnell geladen. Mit 8/128 GB und 4G kostet das NEX 3 in China umgerechnet 640 Euro, wer 5G will, zahlt 730 Euro. Die Top-Edition mit 12/256GB und 5G kostet dann umgerechnet 800 Euro, für China wahrlich nicht mehr günstig. Ob das NEX 3 nach Europa kommt wissen wir aktuell nicht, zumindest im größeren asiatischen Raum soll es in den nächsten Monaten aber schrittweise zu haben sein.

Alle 1 Beträge lesen / Antworten
static version load dynamic
Loading Comments
Diesen Artikel kommentieren / Antworten
Teilen Sie diesen Artikel um uns zu unterstützen. Jeder Link hilft!
> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2019-09 > Vivo startet NEX 3: Buttonlos, Waterfall-Display, 5G, Klinkenbuchse
Autor: Alexander Fagot, 17.09.2019 (Update: 17.09.2019)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Managing Editor News
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.