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Wirklich randlos: Steht uns ein Revival der Slider-Handys ins Haus?

Oono hat den Prototypen eines randlosen Slider-Phones präsentiert.
Oono hat den Prototypen eines randlosen Slider-Phones präsentiert.
Der Prototyp eines vierseitig randlosen Smartphones ohne irgendwelche Einbuchtungen im Display für Sensoren, Lautsprecher oder Kamera macht derzeit im Internet die Runde. Die geniale Idee dahinter: Alle Funktionen verstecken sich unterhalb des Displays und lassen sich bei Bedarf hervor schieben, wie bei den Slider-Handys aus vergangenen Zeiten.

Randlos bedeutet ja eigentlich "ohne Rand" und nicht nur ränder-reduziert wie bei den gern als randlos bezeichneten Premium-Smartphones des Jahres 2017. Hier passt der englische Ausdruck "bezel-less" doch deutlich besser, mit Sicherheit ein Fortschritt im Vergleich zu den Smartphones des Vorjahres aber eben nicht völlig randlos. Das Problem ist vor allem: Wohin mit den unzähligen Sensoren, dem Ohrhörer und der Kamera, womöglich noch als Dual-Variante an der Front?

Selbst Apple hat in seinem "iPhone der Zukunft" namens iPhone X noch nicht den Stein der Weisen gefunden, und lagert diese innerhalb einer Einbuchtung an der Oberseite des Displays aus, was nicht nur kritische Designer auf den Plan gerufen hat und uns den Begriff "Notchgate" gebracht hat. Wie aktuelle "Randlos-Phones" an der Ober- und Unterseite des Displays mit diesem Problem umgehen, zeigt eine vom Twitter-User @DesaiRaj414 erstellte Übersicht recht deutlich:

Die Randlos-Fraktion aus 2017 (Bild: @DesaiRaj414 und @evleaks)
Die Randlos-Fraktion aus 2017 (Bild: @DesaiRaj414 und @evleaks)
Das oben randlose Mi Mix und Mi Mix 2 lagert unten aus. (Bild: @DesaiRaj414)
Das oben randlose Mi Mix und Mi Mix 2 lagert unten aus. (Bild: @DesaiRaj414)

Wirklich randlos ist kein einziges dieser Smartphones, entweder oben oder unten verbleibt in jedem Fall ein Rand oder eine Einbuchtung im Display. In den meisten Fällen handelt es sich eben nur um reduzierte Ränder, nicht aber um einen völlig freien Blick auf das Geschehen am Display, wie Hersteller das gerne in Marketingbroschüren beschreiben. Aus China kommt nun aber eine Idee, wie man dieses Problem künftig lösen könnte und tatsächlich eine vollständig randlose Displayfront im Smartphone der Zukunft umsetzen kann. Sie bedient sich eines vergleichsweise alten Konzepts, das wir aus Smartphones des vergangenen Jahrzehnts gut kennen, beispielsweise aus dem Nokia N95 oder N96.

Mittels ausschiebbarer Rückseite könnten Smartphone-Designer alle nötigen Sensoren, die Kamera und Lautsprecher beziehungsweise Ohrhörer auslagern, ohne die Frontseite damit "zu verschmutzen". Yang Jinrong, der kreative Kopf hinter dem Oono-Institut hat das Konzept kürzlich als Prototyp vorgestellt und dürfte damit die Aufmerksamkeit der gesamten Branche auf sich ziehen. Dass dieses Konzept nicht zwangsläufig so dick und unförmig wie bei den Slider-Handys der Vergangenheit ausfallen muss, zeigt wohl das Bild ganz oben am Besten, unten seht ihr den Prototyp in Action. Wärt ihr für dieses Slider-Phone-Revival zu begeistern?

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Autor: Alexander Fagot, 14.10.2017 (Update: 14.10.2017)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.