Notebookcheck

Test Lenovo ThinkPad Edge 11 Notebook

Martina Osztovits, 14.11.2010

Superkompakt, leistungsstark und umweltverträglich – soll das Edge 11 laut Lenovo sein. Der Kunde darf zwischen AMD und Intel Innenleben wählen. Wir haben zuerst das Top-Modell mit Intel Core i3 U380 CPU unter die Lupe genommen.

Ein preiswertiges Businessgerät soll es sein? In der Thinkpad Edge Serie findet man laut Lenovo "innovative, übersichtliche, zuverlässige und erschwingliche" Modelle in unterschiedlicher Ausstattung und Größe.

Wir betrachten das kleinste Familienmitglied, nämlich das Thinkpad Edge 11 im Detail und wollen klären, inwieweit es sich vom bereits getesteten und optisch fast baugleichen Thinkpad X100e unterscheidet. Im Test befand sich ein Edge 11 mit Intel Ausstattung, nämlich Core i3 380UM CPU, GMA HD Grafikchip, vier Gigabyte RAM und herkömmlicher Festplatte.

Lenovo bietet alternativ auch Modelle mit AMD CPU an. Eines davon werden wir in einem Vergleichtest in Kürze näher betrachten. Abschnitte, die von den leistungstragenden Komponenten abhängen sind nicht unbedingt auf andere Modelle übertragbar.

Gehäuse

Wie wir testen - Gehäuse

Edge 11 vs. X100e: Äußerlich keine großen Unterschiede
Edge 11 vs. X100e: Äußerlich keine großen Unterschiede
Der Kensington Security Slot ist beim Edge 11 nach rechts hinten gewandert.
Der Kensington Security Slot ist beim Edge 11 nach rechts hinten gewandert.
HDMI ist neu mit an Bord
HDMI ist neu mit an Bord
Hinten alles beim Alten
Hinten alles beim Alten

Äußerlich erinnert uns das Edge 11 stark an das X100e. Während letzteres noch gänzlich schwarz war, dienen dem Edge 11 chrome-farbige Umrandungen als optische Auflockerung. Neu ist, dass der I-Punkt der beiden Thinkpad Logos mit einer kleinen roten LED gestaltet wurde, welche im Betrieb leuchtet. Wem die schwarze Version dennoch zu trist ist, der kann auch ein Modell mit glänzenden rot lackiertem Bildschirmdeckel erwerben - mit allen Nachteilen, Schmutz- und Kratzempflindlichkeit, die man sich damit einhandelt.

Trotz Kunststoffgehäuse kann mit mit der Druckstabilität und der Verwindungsfestigkeit von Basiseinheit und Bildschirm sehr zufrieden sein. Nur der Bildschirmrahmen gibt unter Druck etwas nach. Der Akku sitzt fest im Gehäuse, hinterlässt aber nach seinem Entfernen eine Aussparung oberhalb der Tastatur.

Obwohl die kleinen Scharniere relativ schwergängig sind, können sie ein Nachwippen nach Anpassen des Öffnungswinkels nicht ganz verhindern. Ebenso vibriert das Display etwas beim Arbeiten in ruckelnden Umgebungen, etwa während einer Zugfahrt. Zwar ist ein einhändiges Schließen möglich, zum Öffnen oder Vergrößeren des Öffnungswinkels werden aber aufgrund des geringen Gewichts der Basiseinheit beide Hände benötigt. Da Lenovo auf eine Transportverschluss verzichtet hat und die Spannkraft der Scharniere nicht ausreicht, um den umgekehrt an der Basiseinheit gehaltenen Laptop auch gänzlich geschlossen zu halten, sollte man bei einem Transport darauf achten, dass keine Fremdkörper zwischen Tastatur und Bildschirm eindringen können.

Zum einfacheren Öffnen des Notebooks hat das Gehäuse des Edge 11 im Vergleich zum X100e nun einen schmalen Griff an der chromefarbigen Umrandung des Bildschirmrahmes erhalten. Vorsicht sei allen angeraten, die dennoch versucht sind, an der Mitte der Bildschirmoberkante anzugreifen, um den Laptop zu öffnen: Die beiden Touchpadtasten schließen mit Displaydeckel und Basiseinheit bündig ab. Da der Spalt zwischen Touchpadbuttons und Basiseinheit größer als jener zwischen Displaydeckel und Basiseinheit ausfällt, könnte dies in dem Versuch enden, den Bildschirm gemeinsam mit den Touchpadbuttons nach oben zu ziehen. Vorsicht ist geboten!

Ausstattung

Wie wir testen - Gehäuse

Eine üppige Schnittstellenausstattung wird man sich wohl schon allein aufgrund des Formfaktors ohnehin nicht erwarten. Immerhin bietet das Edge 11 insgesamt 3 USB-2.0 Ports, einer davon ist als “powered USB” ausgeführt und ermöglicht somit das Laden von Kleingeräten am abgeschalteten Laptop. Besonders erfreulich: Neben einem VGA-Ausgang zum analogen Anschluss eines externen Monitors oder Beamers hat auch eine HDMI Schnittstelle Platz gefunden. Weiters finden wir einen Kombi-Audio-Port zum Anschluss eines Headsets und einen 4-in-1-Kartenleser (SD/MMC/MS/MS Pro) vor.

Linkshänder werden je nach Belegung keine besondere Freude mit der Schnittstellenanordung haben. Praktischerweise befindet sich wenigstens der VGA-Anschluss an der Rückseite. Der bei Businessgeräten übliche eigenständige Dockingport fehlt. Dafür bietet Lenovo den ThinkPad USB-Portreplikator als kostenpflichtiges Zubehör an.

Linke Seite: Kensington Security Slot, Lüfter, HDMI, USB-2.0, RJ45 (LAN), Kombi-Audio
Linke Seite: Kensington Security Slot, Lüfter, HDMI, USB-2.0, RJ45 (LAN), Kombi-Audio
Rückseite: Stromanschluss, Akku, VGA
Rückseite: Stromanschluss, Akku, VGA
Rechte Seite: Kartenleser, powered USB-2.0, USB-2.0
Rechte Seite: Kartenleser, powered USB-2.0, USB-2.0

Kommunikation

Mit Hilfe der Realtek RTL8168D/8111D Family PCI-E GBE NIC (10/100/1000MBit) können kabelgebundene Ethernetverbindungen aufgebaut werden. Das eingebaute Intel WiFi Link 1000 BGN (bgn) Modul unterstützt auch Standard-n und ermöglicht daher, bei entsprechender Infrastruktur, schnelle Verbindungen via WiFi-Hotspot. Zudem steht ein Qualcomm Gobi 2000 HS-USB Modem 9205 für mobile Breitbandverbindungen zur Verfügung. Der zugehörige SIM-Slot befindet sich nicht wie so oft im Akkufach, sondern unterhalb der Wartungsklappe.

Im oberen Bildschirmrahmen befindet sich eine WebCam, womit der Nutzer auch für Videokonferenzen etc. gerüstet ist. Auch an Bluetooth zur Kommunikation mit mobilen Kleingeräten wie PDA oder Handy hat Lenovo gedacht.

Sicherheit

Zwar wird der 11.6-Zöller von Lenovo als Businessgerät eingestuft, besondere Sicherheitsfeatures stellt er allerdings, wohl schon allein aufgrund seiner Größe, nicht zur Verfügung. Mit an Bord ist nur der üblicherweise anzutreffende Kensington Security Slot.

Zubehör

Typisch Lenovo wird nur da notwendigste Zubehör, d.h. Akku, Stromadapter und -kabel und etwas gedruckte Information, mitgeliefert. Für die Erstellung von Wiederherstellungsdatenträgern hat der Benutzer mittels ThinkVantage Tools selbst Sorge zu tragen.

Optional und aufpreispflichtig steht einiges an Zubehör zur Auswahl: Tasche, externe Maus und Tastatur, Festplatte, ein universal Netzteil mit verschiedenen Adaptern, ein Portreplikator und ein sogenannter Powerhub, welcher zum Laden des Notebook-Akkus, zum Anschluss von bis zu vier USB-Geräten und zum Aufladen von Geräten via USB benutzt werden kann.

Garantie

Die Garantie beträgt ab Werk 12 Monate.

Eingabegeräte

Wie wir testen - Eingabegeräte

Die Eingabegeräte gleichen im wesentlichen jenen im Thinpad X100e.

Tastatur

Die Chiclet-Tastatur, also ein Einzeltasten-Design, weist, abgesehen von der Lenovo-typisch vertauschten Strg- und Fn-Tasten, ein Standardlayout auf. Damit findet sich der Benutzer schnell zurecht und kann problemlos im Zehnfingersystem loslegen. Erfreulich sind wiederrum die relativ zur Laptopgröße großen Tasten von etwa 15 Millimetern Breite und 14 Millimetern Tiefe, deren Vorderkante zum Benutzer hin abgerundet wurde, und ein relativ großzügiger Zwischentastenabstand von 3 Millimetern.

Zudem kann man mit den mechanischen Eigenschaften, ausgewogener Hubweg und klares Feedback, zufrieden sein. Das Anschlagsgeräusch bleibt auch bei energischem Tippen angenehm leise.

Mausersatz

Thinkpad typisch werden wieder zwei Mausersätze angeboten. Zum einen ein schmales Touchpad von etwa 75 Millimetern Breite und 34 Millimetern Tiefe, welches deutlich tiefer als das umgebende Gehäuse liegt. Dabei steigt die nicht abgerundete Kante nach hinten zu auf etwa 2 Millimeter an und grenzt das Touchpad so deutlich vom Gehäuse ab.

Die Touchpadoberfläche fühlt sich angenehm samtig an und weist gute Gleiteigenschaften auf. Präzision und Ansprechverhalten sind ausgezeichet. Neben vertikalem und horizontalem Scrollbereich unterstützt das Touchpad auch Multitouchgesten, beispielsweise Pinch-Zoom, Bildlauf, und Pivot-Drehen.

Die zugehörigen Tasten sind relativ schmal und schließen mit der Vorderkante des Gehäuses bündig ab. Sie sprechen über die gesamte Ausdehnung gleichmäßig an und bieten einen relativ langen Hubweg. Zudem arbeiten sie relativ leise.

Natürlich ist auch wieder der rote Trackpoint zwischen G, H und B mit an Bord. Wie gewohnt funktioniert er einwandfrei und bereits nach kurzer Eingewöhnungszeit lässt sich de Mauszeiger damit präzise und mühelos steuern. Die zugehörigen Tasten wurden als Kipptasten ausgeführt, dennoch sprechen sie über ihre gesamte Ausdehung hinweg gleichmäßig an. Hält man die mittlere Taste gedrückt, so kann man durch Bewegen des Trackpoints in Dokumenten scrollen.

Tastatur
Tastatur
Touchpad
Touchpad
Trackpoint
Trackpoint

Display

Wie wir testen - Display

Hier wird der erste Unterschied zum X100e offensichtlich. Das 11.6 Zoll (26 cm x 14 cm) Bildschirm mit einer maximalen Auflösung von 1366x768 Pixel, also ein 16:9 Format, weist eine spiegelnde Oberfläche auf. Im Detail handelt es sich um ein LGD02BE von LG Display.

Für einen 11-Zöller ist die Auflösung sehr fein, sodass Schriften in Standardeinstellung sehr klein erscheinen. Abhilfe kann man entweder temporär mit der Bildschirmlupe schaffen oder dauerhaft mit größerer Schriftdarstellung.

180.6
cd/m²
180.6
cd/m²
187.5
cd/m²
170.3
cd/m²
164.2
cd/m²
161.2
cd/m²
198
cd/m²
204
cd/m²
192.8
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
Infos
Gossen Mavo-Monitor
Maximal: 204 cd/m²
Durchschnitt: 182.1 cd/m²
Ausleuchtung: 79 %
Schwarzwert: 1.16 cd/m²
Kontrast: 142:1

Der Bildschirm ist zwar mit maximal 204 cd/m² und rund 182 cd/m² im Schnitt etwas weniger hell als jener im X100e, dafür aber mit der gerade noch guten Helligkeitsverteilung von 79% etwas gleichmäßiger ausgeleuchtet. Mit einem etwas niedrigeren Schwarzwert von 1.16 cd/m² und der geringeren Helligkeit liegen beide Bildschirme in Bezug auf Kontrast in etwa auf einem Level (142:1).

Subjektiv ist die Farbdarstellung in Ordnung und das Bild scharf. Auffällige Schattenbildungen konnten ebenso nicht ausgemacht werden.

Warum Lenovo einen Business-Laptop mit glänzender Bildschirmoberfläche ausliefert bleibt ein Rätsel. Zwar ist das Gerät aufgrund seiner Größe ohnehin nicht unbedingt zum Dauereinsatz an Bildschirmarbeitsplätzen entwickelt worden, bei ungünstigen Lichtverhältnissen sind aber bereits in Innenräumen störende Spiegelungen wahrnehmbar. Verstärkt wird dieser Effekt im Außeneinsatz, besonders bei direkter Sonneneinstrahlung. Als mobiler Reisebegleiter finden sich daher jedenfalls besser geeignete Kandidaten.

In der Sonne frontal
In der Sonne frontal
Im Schatten frontal
Im Schatten frontal
Im Schatten von der Seite
Im Schatten von der Seite

Die Blickwinkelstabilität fällt, wie schon beim X100e, notebook-typisch aus. Horizontal kann man sich über einen großzügigen Arbeitsbereich freuen, während vertikal schnell Bildveränderungen in Form von Überstrahlen beim Blick von oben beziehungsweise Abdunkeln beim Blick von unten auftreten.

Blickwinkel Lenovo ThinkPad Edge 11
Blickwinkel Lenovo ThinkPad Edge 11

Das Edge 11 in der vorliegenden Ausstattung basiert auf dem Intel HM55 Chipsatz und nutzt einen Intel Core i3 380UM Prozessor, also einen zwei-Kern Ultra-Low-Voltage-Prozessor für sehr kleine und leichte Notebooks, welcher mit 1.3 GHz getaktet ist. Dank Hyperthreading kann er bis zu vier Threads gleichzeitig abarbeiten. Turbo-Boost unterstützt nur der Grafikchip, aber nicht die CPU selbst. Ebenso fehlt Unterstützung für die AES Verschlüsselungsbefehle, die VT-d Funktionen und Trusted Execution.

Dem Prozessor stehen insgesamt vier Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite und zwar in Form von zwei Zwei-Gigabyte DDR3 Modulen (PC-10700). Durch das vorinstallierte Windows 7 Professional 64-Bit können diese im Vergleich zu einem 32-Bit Betriebssystem auch effizient ausgenutzt werden. Einen komfortablen Zugang zum Hauptspeicher und anderen Komponenten bietet eine gut zugängliche Wartungsklappe an der Unterseite des Gerätes.

Systeminfo CPUZ CPU
Systeminfo CPUZ Cache
Systeminfo CPUZ Mainboard
Systeminfo CPUZ RAM
Systeminfo CPUZ RAM SPD
Systeminfo CPUZ RAM SPD
Systeminfo GPUZ
DPC-Latenzen: Hin und wieder Ausreißer in den roten Bereich
Systeminformationen Lenovo ThinkPad Edge 11

Für die Grafikausgabe wird der im Prozessor integrierte Graphics Media Accelerator HD genutzt. Dieser punktet vor allem beim Energieverbrauch. Leistungsmäßig ist das Gerät damit auf anspruchslose Office- und Internet-Aufgaben ausgelegt, während die 3D Leistung gerade einmal für anspruchslose Spiele ausreicht.

3.6
Windows 7 Leistungsindex
Prozessor
Berechnungen pro Sekunde
4.8
Speicher (RAM)
Speichervorgänge pro Sekunde
5.2
Grafik
Desktopleistung für Windows Aero
3.6
Grafik (Spiele)
3D-Business und Gaminggrafikleistung
4.6
Primäre Festplatte
Datentransferrate
5.9
Cinebench R10 Rendering Single 32Bit
1495
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 32Bit
3499
Cinebench R10 Shading 32Bit
1282
Cinebench R10 Rendering Single CPUs 64Bit
1845 Points
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 64Bit
4166 Points
Cinebench R10 Shading 64Bit
1287 Points
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
0.77 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
1.11 Points
Hilfe
PC Mark
PCMark Vantage3619 Punkte
Hilfe
PCMark Vantage im Vergleich
Sony SV-S1311G4E (min)
 2350M, HD Graphics 3000
811
   ...
Dell Studio 1555
 P8600, Mobility Radeon HD 4570
3607
HP Pavilion HDX16
 P8700, GeForce 9600M GT
3610
Acer TravelMate 5740Z-P602G25N
 P6000, Graphics Media Accelerator (GMA) HD Graphics
3616
Lenovo ThinkPad Edge 11
 380UM, Graphics Media Accelerator (GMA) HD Graphics
3619
Asus M50V
 T9400, GeForce 9650M GT
3623
Wortmann Terra 1450 II
 3217U, HD Graphics 4000
3628
Acer Aspire V5-431-887B4G50Mauu
 887, HD Graphics (Sandy Bridge)
3629
   ...
One K56-3F (max)
 4700MQ, GeForce GT 750M
23558

In den CPU-orientierten Benchmarks werden Atom-Notebooks gleich welcher Kategorie deutlich zurückgelassen. Selbst den Athlon Neo MV-40 im X100e übertrifft es spielend und zwar beispielsweise um 72% im SuperPi 32M (1796 vs. 3090 Sekunden). Auch die Computerarithmetik-Benchmarks von SiSoft Sandra bestätigen dies: Die CPU erreicht 19510 MIPS und 13800 MFLOPS, das X100e nur 5800 MIPS im Dhrystone und 4908 MFLOPS Whetstone Benchmark.

Beim MV-40 im X100e handelt es sich um einen Einkernprozessor. Im Cinebench R10 fällt auf, dass das Edge 11 bereits im Single Rendering Test mit 1495 Punkten etwas besser abschneidet als das X100e (1274 Punkte). Im Multi-Rendering Test sind für das Edge 3499 Punkte drinnen.

Insgesamt liegt die Core i3 380UM liegt damit beispielsweise mit den alt-gedienten Core 2 Duo SL9400, dem SU9400 oder dem Core 2 Duo T4300 auf einem Level.

Wenden wir uns nun der Anwendungsleistung zu. Der PCMarkVantage Test befasst sich mit der Gesamtleistung des Systems und bewertet das Zusammenspiel der Komponenten. Die Grafikleistung spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Die getestete Intel-Version des Edge 11 erreicht einen Gesamtscore von 3619 Punkten. Es übertrifft damit das X100e (Athlon Neo MV-40, HD3200, 1387 Pkte) deutlich um 161%. Bezüglich Anwendungsleistung kann es beispielsweise Subnotebooks wie das Toshiba Satellite U500-115 (P8700, Mobility Radeon HD 4570 Pkte 3632.0) erreichen oder etwa das Apple MacBook Air 2009-06 2.1 (SL9600, GeForce 9400M Pkte 3487.0) sogar übertreffen. Laptops mit Core i3 CPU schneiden aber besser ab. Dennoch für einen normalen Arbeitsalltag ist die Anwendungsleistung bei weitem ausreichend.

In den grafiklastigen Benchmarks zeigt sich der GMA HD Grafikchip mit 1131 Punkten im 3DMark06, 2204 Punkten im 3DMark05 und 1282 Punkten im Cinebench R10 Shading Test auf dem zu erwartenden Niveau. Jedenfalls schneidet das Edge 11 ab dem 3DMark03 etwas besser ab als das X100e. Nur im 3DMark01 ist die Reihenfolge knapp aber doch umgekehrt.

3D Mark
3DMark 2001SE5537 Punkte
3DMark 033159 Punkte
3DMark 052204 Punkte
3DMark 06
 1280x1024
1131 Punkte
3DMark Vantage119 Punkte
Hilfe
Hitachi Travelstar 5K500.B HTS545032B9A300
Minimale Transferrate: 39 MB/s
Maximale Transferrate: 86.4 MB/s
Durchschnittliche Transferrate: 65.6 MB/s
Zugriffszeit: 18.5 ms
Burst-Rate: 101.7 MB/s

Als Massenspeicher wurde eine Hitachi HTS545032B9A300 Festplatte eingebaut. Ihre Bruttokapazität beträgt 320GB und sie arbeitet mit einer Umdrehungsgeschwindigkeit von 5400U/Min. Die mit HDTune ermittelten Werte entsprechen den Erwartungen.

Auf ein eingebautes optisches Laufwerk muss der Benutzer verzichten. Da weder eSATA noch USB-3.0 zur Verfügung stehen, noch ein ExpressCard-Slot für entsprechende Erweiterungen, können externe Laufwerke nur via USB-2.0 angeschlossen werden.

HDTune
HDTune
CrystalDiskMark
CrystalDiskMark

Spiele Fazit

Bei dem GMA HD Grafikchip handelt es sich um eine weitverbreitete Grafiklösung, für welche bereits viele Testdaten in unserer Datenbank vorhanden sind. Auf umfangreiche Spieletests wurde daher verzichtet.

Eine besonders hohe 3D-Leistung ist nicht gegeben und moderne 3D-lastige Computergames sind bestenfalls mit niedrigen Details möglich. Dafür wurde der Mini-Laptop aber auch nicht ausgelegt. Weitere Informationen zur Grafikleistung entnehmen Sie bitte unserer Spieleliste und unserer Benchmarkliste mobiler Grafikkarten.

Emissionen

Wie wir testen - Emissionen

Geräuschemissionen

Unter geringer Last bleibt unser Testgerät angenehm leise und erreicht dabei maximal eine Lautstärke von 33.8 dB (A). Solange die Belastung nicht zu sehr ansteigt, bleibt die Geräuschkulisse auf diesem Level. Erst im Stresstest messen wir bis zu 36.5 dB(A). Selbst dabei nimmt man nur ein relativ nieder-frequentes Rauschen wahr. Im Vergleich zum X100e kann das Edge 11 aber deutlich lauter werden.

Lautstärkediagramm

Idle 32.6 / 33.8 / 33.8 dB(A)
Last 33.8 / 36.5 dB(A)
 
    30 dB
leise
40 dB
deutlich hörbar
50 dB
störend
 
min: , med: , max:    Voltcraft sl-300 (aus 15 cm gemessen)
Stresstest
Stresstest

Temperatur

Dafür hat Lenovo beim Edge 11 die Wärmeentwicklung im Griff. Auch während des Stresstests wird nirgends Körpertemperatur überschritten. Handballenablagen und Touchpad bleiben zudem immerhin angenehm kühl. Die Kerntemperaturen bewegen sich dabei bei rund 70 Grad Celsius.

Max. Last
 36.1 °C35.4 °C31.1 °C 
 34.2 °C34.3 °C30.8 °C 
 26.4 °C29.3 °C27.7 °C 
Maximal: 36.1 °C
Durchschnitt: 31.7 °C
35.3 °C34.2 °C32.1 °C
35.1 °C33.2 °C32.8 °C
33.7 °C35.2 °C32.7 °C
Maximal: 35.3 °C
Durchschnitt: 33.8 °C
Netzteil (max.)  38.4 °C | Raumtemperatur 22.5 °C | Raytek Raynger ST

Lautsprecher

Hier hat sich gegenüber dem X100e weder bei der Lage noch Qualität etwas verändert. Zusammenfassend kann man festhalten, dass der Klang zwar bassarm, aber für solch ein Mini-Notebook doch überraschend gut ist. Gegen ein externes Soundsystem können die, an der abgeschrägten Vorderkante befindlichen, Lautsprecher im Edge 11 aber nicht ankommen.

Mehr Volumen und Bass erreicht man durch Anschluss von qualitativ hochwertigen Kopfhörern an die 3.5 mm Kombi-Audio-Buchse. Diese bleibt im Test ohne Auffälligkeiten.

Akkulaufzeit

Wie wir testen - Akkulaufzeit

Readers Test
Maximale Akkulaufzeit (Readers Test)
Classic Test
Minimale Laufzeit  (Classic Test)

Das Thinkpad Edge 11 wird mit dem gleichen Akku ausgeliefert wie das X100e. Dieser steht an der Rückseite über und bietet eine Kapatzität von 57 Wattstunden (10.8V, 5.2 Ah). Aufgrund der etwas niedrigeren Leistungsaufnahme im Edge 11 sind also insgesamt etwas bessere Akkulaufzeiten zu erwarten.

Auch bei starker Auslastung der Komponenten, wie sie uns der Battery Eater Classic Test simuliert, maximaler Bildschirmhelligkeit, Höchstleistungsprofil und eingeschalteten Kabellos-Modulen, hält das Edge 11 immerhin fast zweieinhalb Stunden, und damit gut eine halbe Stunde länger als das X100e, im Akkubetrieb durch.

Bei geringer Belastung, etwa beim Lesen eines Textes mit minimaler Helligkeit, Energiesparprofil und abgeschalteten Verbrauchern, kehrt sich die Reihenfolge überraschenderweise knapp, aber doch um und das Edge unterliegt um rund eine Viertelstunde. Der BatteryEater Reader's Test zeichnet für uns etwas mehr als fünf Stunden auf.

In der Praxis kann man etwa vierdreiviertel Stunden im WLAN recherchieren. Damit ist das Testgerät etwas besser als das X100e (4:35 h).

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
5h 10min
Surfen über WLAN
4h 45min
Last (volle Helligkeit)
2h 27min

Bezüglich Stromverbrauch ergibt sich gegenüber dem X100e eine Verbesserung in allen Bereichen, welche der Hardwareausstattung entspricht. Erfreulich die niedrigen Werte im Standby und im ausgeschalteten Zustand. Der Stromadapter ist mit 65 Watt auch ausreichend dimensioniert und wird daher nicht zu warm.

Stromverbrauch

Aus / Standby 0.1 / 0.2 Watt
Idle 9 / 11.5 / 12.6 Watt
Last 22.4 / 29.6 Watt
 
Legende: min: , med: , max:         Voltcraft VC 940

Fazit

Wie wir testen - Fazit

Ob das Lenovo Thinkpad Edge11 mit seinem nicht entspiegelten Bildschirm wirklich der ideale Reisebegleiter für den Businesseinsatz ist, bleibt zu bezweifeln. Für ein Profi-Gerät wäre ein mattes Display eigentlich obligatorisch.

Punkten kann das Notebook jedenfalls mit einer üppigen Kommunikationsausstattung, welche auch ein Breitbandmodem umfasst. Die Akkulaufzeit ist für mobiles Arbeit ganz brauchbar, auch wenn ein ganzer Arbeitstag fernab der Steckdose nicht möglich ist. Gegenüber dem Thinkpad X100e hat das Edge 11 vor allem in Bezug auf Anwendungsleistung gewonnen, während die beiden bezüglich Akkulaufzeit als ziemlich gleichwertig bezeichnet werden können.

Verzichten muss man jedenfalls, wie bei den meisten Mini-Laptops, auf ein integriertes optisches Laufwerk. Den Dockingport, eigentlich ein Muss für Businessgeräte, hat Lenovo auch eingespart, man kann aber auf eine USB-Dockinglösung zurückgreifen. Wenigstens befindet sich der VGA-Anschluss an der Rückseite. Linkshänder werden aber je nach Belegung nicht über den LAN und HDMI-Port im mittleren bis vorderen Bereich der linken Seite erfreut sein.

Der kompakte 11-Zöller eignet sich für mobile Kommunikation, Internet und Office. Leistungsmäßig hat er aktuellen Netbooks einiges vorraus und damit rechtfertigt sich auch der höhere Preis.

» Das Lenovo Edge 11 (Intel) ist derzeit ab 693,- bei Notebooksbilliger.de erhältlich

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Im Test: Lenovo ThinkPad Edge 11, zur Verfügung gestellt von:
Im Test:  Lenovo ThinkPad Edge 11

Datenblatt

Lenovo ThinkPad Edge 11

:: Prozessor
:: Mainboard
Intel HM55
:: Speicher
4096 MB, DDR3; PC-10700 (667 MHz)
:: Grafikkarte
Intel Graphics Media Accelerator (GMA) HD Graphics, igudumd64 8.15.10.1024 / Win7 64
:: Bildschirm
11.6 Zoll 16:9, 1366x768 Pixel, spiegelnd: ja
:: Festplatte
Hitachi Travelstar 5K500.B HTS545032B9A300, 320 GB 5400 U/Min
:: Soundkarte
Conexant Cx20582 @ Intel 82801IB ICH9 High Definition Audio Controller [A-3]
:: Anschlüsse
3 USB 2.0, 1 VGA, 1 HDMI, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: kompinierte Kopfhörer-/Mikrofonbuchse, Card Reader: 4-in-1 Kartenleser,
:: Netzwerkverbindungen
Realtek RTL8168D/8111D Family PCI-E GBE NIC (10/100/1000MBit), Intel WiFi Link 1000 BGN (b g n ), ja Bluetooth, Qualcomm Gobi 2000 HS-USB Modem 9205
:: Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 30 x 284 x 211
:: Gewicht
1.53 kg Netzteil: 0.34 kg
:: Akku
57 Wh Lithium-Ion
:: Preis
700 Euro
:: Betriebssystem
Microsoft Windows 7 Professional 64 Bit
:: Sonstiges
Webcam: ja, Lenovo Tools, Microsoft Office 2010 Trial, 12 Monate Garantie, ein powered USB-2.0

 

[+] compare
Klein, kompakt, wahlweise schwarz oder rot
Klein, kompakt, wahlweise schwarz oder rot
Stromanschluss
Stromanschluss
4-in-1 Kartenleser und Powered USB-2.0
4-in-1 Kartenleser und Powered USB-2.0
USB-2.0
USB-2.0
Kleiner Stromschalter
Kleiner Stromschalter
Die I-Punkte leuchten im Betrieb
Die I-Punkte leuchten im Betrieb
Großzügiger Öffnungswinkel
Großzügiger Öffnungswinkel
Eine einzige, große Wartungsklappe an der Unterseite
Eine einzige, große Wartungsklappe an der Unterseite
Arbeitsspeicher
Arbeitsspeicher
Festplatte
Festplatte
Die Qualität der Lautsprecher ist überraschend gut
Die Qualität der Lautsprecher ist überraschend gut
Der 57 Wh-Lithium-Ionen-Akku steht hinten über und...
Der 57 Wh-Lithium-Ionen-Akku steht hinten über und...
... sorgt für gute Laufzeiten.
... sorgt für gute Laufzeiten.
VGA
VGA
Kensington Security Slot und Lüfteröffnung
Kensington Security Slot und Lüfteröffnung
HDMI an der Mitte der linken Kante
HDMI an der Mitte der linken Kante
Ein mobiler Begleiter?
Ein mobiler Begleiter?
Ob Schatten oder...
Ob Schatten oder...
... Sonne, der glänzende Bildschirm sorgt mitunter für störende Spiegelungen.
... Sonne, der glänzende Bildschirm sorgt mitunter für störende Spiegelungen.
Dafür punktet das Edge 11 guter Kommunikationsausstattung: WLAN
Dafür punktet das Edge 11 guter Kommunikationsausstattung: WLAN
WWAN: SIM Slot unten...
WWAN: SIM Slot unten...
... nicht etwa im Akkufach
... nicht etwa im Akkufach
Ausgezeichnete Tastatur
Ausgezeichnete Tastatur
mit Lenovo-typisch vertauschter Strg und Fn-Taste
mit Lenovo-typisch vertauschter Strg und Fn-Taste
Pfeiltasten
Pfeiltasten
Touchpad und
Touchpad und
Trackpoint von gewohnter Qualität
Trackpoint von gewohnter Qualität
Kombi-Audio Buchse, LAN, USB-2.0 im vorderen Bereich der linken Seite
Kombi-Audio Buchse, LAN, USB-2.0 im vorderen Bereich der linken Seite
Ausreichend dimensionierter Stromadapter
Ausreichend dimensionierter Stromadapter

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Links

Preisvergleich

Pro

+Klein, leicht
+Mausersätze
+Umfangreiche Kommunikationsfeatures
+Gute Leistung für einen 11-Zöller
 

Contra

-Schnittstellenanordung für Linkshänder
-Mittelmäßige Akkulaufzeit
-Kein Dockingport
-Spiegelbildschirm in einem mobilen Reisebegleiter

Shortcut

Was uns gefällt

Brauchbare Anwendungsleistung, hohe Bildschirmauflösung und umfangreiche Kommunikationsausstattung in einem Mini-Laptop im Netbook Format.

Was wir vermissen

Ein eigenständiger Dockingport wäre bei einem Businessgerät ein Muss.

Was uns verblüfft

Ein Spiegelbildschirm in einem mobilen Reisebegleiter für den Businesseinsatz?

Die Konkurrenz

11.6-Zöller mit vergleichbarer Hardwareausstattung finden sich etwa im Acer Travelmate 8172T, Lenovo IdeaPad U160, Acer Aspire 1830T.

Bewertung

Lenovo ThinkPad Edge 11
03.12.2010 v2
Martina Osztovits

Gehäuse
85%
Tastatur
86%
Pointing Device
88%
Konnektivität
62%
Gewicht
91%
Akkulaufzeit
89%
Display
66%
Leistung Spiele
52%
Leistung Anwendungen
76%
Temperatur
91%
Lautstärke
86%
Auf- / Abwertung
85%
Durchschnitt
80%
84%
Subnotebook *
gewichteter Durchschnitt

Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

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Autor: Martina Osztovits (Update: 11.02.2014)