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VW: Europa zahlt Höchstpreise, China bekommt 5-Meter-SUV (1.602 km) ab umgerechnet 33.000 Euro

Während europäische Käufer Höchstpreise zahlen, greift VW in Asien mit dem mächtigen ID. ERA 8X zum Kampfpreis an.
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Während europäische Käufer Höchstpreise zahlen, greift VW in Asien mit dem mächtigen ID. ERA 8X zum Kampfpreis an.
Mitten in der historischen Krise in Europa rüstet VW für einen massiven Gegenangriff auf dem asiatischen Automarkt. Während hiesige Autokäufer für E-Autos der Marke oft Höchstpreise zahlen, bringt der Autobauer in China nun einen wuchtigen Hightech-SUV für einen spannenden Preis auf die Straße. Der 5,02 Meter lange ID. ERA 8X lockt mit absurden Specs wie 1.602 Kilometern Gesamtreichweite und wird in Asien als extremer Preisbrecher erwartet.

Der VW ID. ERA 8X nimmt im wichtigen Automarkt China das lukrative Einstiegssegment bei den beliebten großen Elektro-SUVs ins Visier. Analysten erwarten einen Startpreis von umgerechnet knapp 33.000 Euro. Zum Vergleich: In Deutschland kostet selbst ein deutlich kleinerer VW Tiguan oder Skoda Kodiaq mit Basisausstattung bereits mehr. Der Clou hinter diesem Preis-Paradoxon: VW greift für den Riesen-SUV massiv auf das Wissen chinesischer Technologie-Partner zurück und bietet bereits im Basisauto eine fast lückenlose Vollausstattung.

Bei seinem neuen Hoffnungsträger verabschiedet sich VW bei vielen Komponenten von der reinen Inhouse-Entwicklung. Am 12. Oktober feiert der mächtige ID. ERA 8X seinen offiziellen Marktstart. Es ist nach dem Sechssitzer ID. ERA 9X das zweite Modell der neuen EREV-Familie (Extended Range Electric Vehicle). Noch schweigt VW zum exakten Listenpreis. Branchenkenner erwarten einen gnadenlosen Frontalangriff in der 250.000-Yuan-Klasse: Der Einstiegspreis für den riesigen VW-SUV soll zwischen 240.000 und 320.000 Yuan (umgerechnet rund 31.500 bis 42.000 Euro) liegen.

Für dieses erwartete Geld bekommen Autokäufer in Asien ein Technologie-Paket, das in Europa komplett undenkbar wäre. Volkswagen vermarktet das E-Auto offensiv unter dem Slogan "Basisversion ist Vollausstattung". Schon das günstigste Modell des 5-Meter-SUV bietet eine 800-Volt-Architektur, edle Nappa-Ledersitze, ein LiDAR-System auf dem Dach und sogar einen eingebauten 12-Liter-Kühlschrank ab Werk. Das Herzstück des Antriebs stammt dabei zu weiten Teilen nicht aus Wolfsburg. Während der etablierte 1,5-Liter-Turbomotor (Typ EA211) mit seinen 105 kW nur noch als stummer Generator im Hintergrund arbeitet, übernehmen riesige asiatische Akku-Pakete (LFP mit 51,1 kWh oder NMC mit 65,2 kWh) das eigentliche Kommando. In der Top-Ausstattung wird dieses Setup zur absoluten Waffe: Brachiale 380 Kilowatt katapultieren das gewaltige 5-Meter-Schiff in gerade einmal 4,6 Sekunden auf Tempo 100.

Die Leistungsdaten des Elektroautos sprengen dabei jeden Rahmen: Die rein elektrische CLTC-Reichweite liegt bei bis zu 451 Kilometern. Mit vollem Tank und voll geladener Batterie soll der Geländewagen unfassbare 1.602 Kilometer am Stück zurücklegen können. Dank der 800-Volt-Architektur dauert der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent laut offiziellen Angaben lediglich 16 Minuten. Höhere Ausstattungslinien bieten zudem eine vorausschauende Doppelkammer-Luftfederung mit kontinuierlich verstellbaren Dämpfern.

Besonders brisant ist jedoch die Software: Das smarte Cockpit, angetrieben von einem Qualcomm Snapdragon 8295P Chip, steuert einen riesigen 15,6-Zoll-Doppelbildschirm. Die Fahrassistenzsysteme (Level 2+ für Autobahn und Stadt) wurden in direkter Kooperation mit dem Spezialisten Momenta entwickelt. Der SUV verfügt serienmäßig über das "Momenta R7"-Weltmodell inklusive 192-Kanal-LiDAR und 26 Sensoren, die eine völlig autonome Navigation von Parkplatz zu Parkplatz (Door-to-Door) ermöglichen sollen.

Volkswagen platziert den ID. ERA 8X mitten im absoluten Haifischbecken des chinesischen Automarktes. Neben dem Li Auto L6 und L7 treten auch Schwergewichte wie der AITO M7, der Xpeng G9L und der IM Motors LS8 gegen den Neuling an. Die asiatische Fachpresse sieht den Elektro-VW vor allem bei der enormen Reichweite im Vorteil, warnt jedoch davor, dass sich der Autokonzern beim sensiblen "Smart Cockpit" erst noch gegen die digitalen Heimsysteme der chinesischen Konkurrenz beweisen muss.

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Autor: Ronald Matta, 29.09.2026 (Update: 29.09.2026)