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134 Prozent mehr Export-Autos: BYD stellt 8.000 neue Autobauer ein, während VW in Deutschland zittert

BYD sucht für sein größtes Werk in China mehr als 8.000 neue Autobauer, um die gewaltige Nachfrage aus dem Ausland zu bedienen.
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BYD sucht für sein größtes Werk in China mehr als 8.000 neue Autobauer, um die gewaltige Nachfrage aus dem Ausland zu bedienen.
Der chinesische Branchenprimus BYD drückt beim globalen Expansionskurs massiv aufs Tempo. Ausgerechnet während Volkswagen in Deutschland über historische Werksschließungen diskutiert, heuert der Elektroautobauer für sein wichtigstes Werk auf einen Schlag mehr als 8.000 zusätzliche Mitarbeiter an. Das Ziel: Eine geradezu explodierende Nachfrage im Ausland zu bedienen. Dafür lockt das Unternehmen sogar mit üppigen Wechselprämien für Fachkräfte.

BYD zündet die nächste Stufe seiner globalen Expansionsstrategie. Während andernorts in der Autoindustrie über Kapazitätsabbau diskutiert wird, geht der Branchenriese aus Asien exakt den umgekehrten Weg. Aktuelle Rekrutierungsaufrufe diverser lokaler Behörden, darunter das städtische Amt für Humanressourcen in Xi'an, belegen einen beispiellosen Personalaufbau. In seinem weltweit größten Produktionszentrum sucht der Elektroautobauer BYD derzeit mehr als 8.000 neue Arbeitskräfte. Um die begehrten Facharbeiter für Schweißarbeiten, Lackierung und Endmontage so schnell wie möglich an die Fließbänder zu bekommen, lockt der Autokonzern mit monatlichen Gehältern von bis zu 10.000 Yuan (umgerechnet etwa 1.307 Euro). Zusätzlich winken den neuen Autobauern hohe Antrittsprämien in Höhe von bis zu 6.000 Yuan (785 €).

Dieser massive personelle Kraftakt ist eine direkte Reaktion auf umfassende Modernisierungsmaßnahmen. In der ersten Jahreshälfte hatte die Umstellung auf die zweite Generation der sogenannten Blade-Batterie sowie diverse Anpassungen an den Fertigungslinien den Ausstoß der E-Autos temporär gebremst. Nun laufen alle vier Ausbaustufen des gigantischen Werkskomplexes wieder unter absoluter Volllast. Der Standort in der Provinz Shaanxi ist das mit Abstand wichtigste Herzstück der gesamten Automarke. Die maximale Jahreskapazität liegt hier bei unglaublichen 1,5 Millionen Autos. Bereits im Kalenderjahr 2024 rollten dort mehr als 1.000.000 Elektroautos von den Bändern, darunter die volumenstarken Bestseller aus der Dynasty-Reihe sowie diverse Premium-Stromer.

Unfassbare Exportwelle aus China

Der eigentliche Treiber hinter diesem Jobwunder ist jedoch ein dramatischer Wandel bei den Absatzzahlen. Zwar hat der heimische Automarkt in China aktuell mit einem extrem intensiven Preiskampf zu kämpfen, weshalb die inländischen Verkäufe der Automarke im August um 14,3 % zurückgingen. Dieser Dämpfer wird jedoch durch eine schier unglaubliche Exportwelle mehr als pulverisiert. Die Verkäufe der Asiaten auf den internationalen Überseemärkten explodierten im August um sage und schreibe 134,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Mit exakt 189.466 exportierten Neuwagen verzeichnete der Autobauer einen historischen Rekordwert. Insgesamt konnte die Marke im August beachtliche 440.293 Stromer absetzen - ein Plus von 17,8 % und das bisherige Jahreshoch.

Wie extrem sich die BYD-Offensive auf die gesamte Region auswirkt, zeigen die nackten Daten der chinesischen Statistikbehörde. Hatte die regionale Autoproduktion in den ersten 7 Monaten des Jahres noch stark geschwächelt, drehte sich das Bild im August komplett. Mit 138.900 gebauten Autos verzeichnete die Provinz Shaanxi ein monatliches Wachstum von satten 55,4 % und lag damit fast 18 Prozent über dem Vorjahresniveau. Branchenexperten wie Feng Lei vom HSMAP-Forschungsinstitut gehen laut einem Bericht der Publikation Yicai davon aus, dass die Produktionszahlen am Standort bald wieder ihre absoluten Spitzenwerte erreichen könnten.

Diese aggressive Export-Welle untermauert eine aktuelle Auswertung des Center of Automotive Management (CAM): Laut Professor Dr. Stefan Bratzel machen chinesische Autobauer derzeit brachiale 84 Prozent des gesamten Wachstums auf dem europäischen Automarkt aus.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-09 > 134 Prozent mehr Export-Autos: BYD stellt 8.000 neue Autobauer ein, während VW in Deutschland zittert
Autor: Ronald Matta, 27.09.2026 (Update: 27.09.2026)