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Andromium Superbook: Android-Smartphone als Notebook-Ersatz

Sieht aus wie ein Netbook, ist aber eigentlich eher eine Docking-Station.
Sieht aus wie ein Netbook, ist aber eigentlich eher eine Docking-Station.
Eine Art Notebook-Shell für Android-Smartphones ab 99 US-Dollar feiert auf Kickstarter einen großen Erfolg und hat innerhalb einer Stunde sein gestecktes Ziel erreicht. Mittlerweile sind mehr als 550.000 US-Dollar gesammelt worden.

Der Name Andromium erinnert an Continuum, die Desktop-Docking-Experience von Microsoft für seine leider nicht sehr erfolgreichen Windows 10 Mobile-Smartphones, beispielsweise das kürzlich vorgestellte HP Elite X3. Die Idee hinter dem Andromium Superbook ist de facto die gleiche, nur als Notebookshell gleich mit passendem Display, Tastatur und Akkupack statt als reine Docking-Lösung. Sofern man den bisherigen Erfolg auf Kickstarter als Maßstab nimmt, könnte Andromium damit einen Hit landen. Innerhalb einer Stunde war das selbst gesteckte Ziel, 50.000 US-Dollar einzusammeln, erreicht. Mittlerweile sind sogar mehr als 550.000 US-Dollar eingegangen.

Technische Daten

Das Superbook sieht aus wie ein kleines Netbook, bietet einen 11,6 Zoll Bildschirm mit der etwas geringen Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln, USB Type-C Port, QWERTY-Keyboard mit Android Navigations-Tasten, einem Multi-Touch-Trackpad und einem Akku für 8-10 Stunden Batterielaufzeit. Mit 0,9 kg und 1,8 cm Bauhöhe ist es recht leicht und dünn. CPU, Speicher und RAM sind nicht integriert, die werden vom Smartphone zur Verfügung gestellt, welches via USB angeschlossen wird. Hierbei werden sowohl USB Type-C Ports als auch herkömmliche Micro-USB-Anschlüsse unterstützt, sofern das Smartphone USB-OTG unterstützt. Weitere Mindestvoraussetzungen seitens des Smartphones sind Android 5.0 oder höher, ein Dual-Core Prozessor, 1,5 GB RAM und 25 MB freier Speicher. Alles, was zur Verbindung nötig ist, findet sich im Google App Store, die App Andromium sorgt für die Darstellung auf dem größeren Bildschirm und die Verbindung mit dem Smartphone. Das Mobiltelefon wird während der Verbindung mit dem Superbook auch geladen.

Nur 99 US-Dollar

Die kleinste Version des Geräts soll ab Februar 2017 ausgeliefert werden und 99 US-Dollar kosten, sie umfasst die oben genannten Features. Weitere Packages sind auf Kickstarter wählbar. Sofern das Ziel von 1 Million US-Dollar erreicht wird, verspricht das Startup auch eine teurere Version mit Full-HD-Bildschirm zu produzieren. In einem Video-Interview, unten neben dem Kickstarter-Video verlinkt, erklärt Andrew, einer der Mitbegründer von Andromium die vielen Vorteile der Superbook-Lösung, vor allem für Menschen, die viel reisen, eigentlich keinen wirklichen Bedarf für ein Notebook haben aber von einem größeren Display profitieren wollen.

Vorteile

Keinerlei Synchronisierungsprobleme, der bequeme Zugriff auf alle Daten und Apps auf dem Smartphone und die Unterstützung von Android-Office-Applikationen und Desktop-Style-Webbrowsern soll die Produktivität erhöhen, und das bei äußert geringen Kosten. Andrew sieht die Zukunft von Superbook auch bei den Milliarden von Menschen, die zwar ein Smartphone haben, aber nicht genug Mittel um sich zusätzlich ein Notebook zu leisten. Zudem wachse die Leistung von Superbook mit jedem neuen Smartphone mit. Ein SDK für interessierte App-Entwickler ist verfügbar, wie gut die Idee in der Praxis mit dem vielfältigen Android-App-Angebot zurecht kommt, bleibt abzuwarten.

Quelle(n)

https://www.kickstarter.com/projects/andromium/the-superbook-turn-your-smartphone-into-a-laptop-f

via: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Android-Laptop-Superbook-ist-ein-Kickstarter-Hit-3277053.html

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Autor: Alexander Fagot, 23.07.2016 (Update: 23.07.2016)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.