Das Apple iPhone Air (ca. 999 Euro auf Amazon) besitzt nur eine einzige rückseitige Kamera, die einen 48 Megapixel Sensor im 1/1,56 Zoll Format mit einem lichtstarken f/1.6-Objektiv kombiniert. Apple verzichtet aber trotz hohem Preis komplett auf eine Ultraweitwinkel- oder Tele-Kamera, um das 5,6 Millimeter dünne Gehäuse zu ermöglichen.
Dass es auch anders gehen würde, zeigt nicht zuletzt das Motorola Edge 70, das drei rückseitige Kameras in ein 5,99 Millimeter Gehäuse packt. In der ausführlichen Kamera-Analyse von DxOMark führen die fehlenden Kameras wenig überraschend zu drastischem Punktabzug, da digitaler Zoom und Panorama-Modi eine dedizierte Ultraweitwinkel- und Tele-Kamera nicht ersetzen können. Mit einem Ergebnis von 141 Punkten erreicht das iPhone Air nur Platz 41 auf der Bestenliste, und liegt damit hinter dem Google Pixel 8, dem iPhone 15 und dem Xiaomi 15.
Das iPhone Air zeigt aber auch abseits der fehlenden Kameras Schwächen – der Autofokus reagiert teilweise zu langsam, kontrastreiche Szenen werden zu dunkel aufgezeichnet, im Porträt-Modus gehen Details verloren, und beim Aufnehmen von Videos sind Probleme mit dem Weißabgleich und der Belichtung zu sehen. Pluspunkte kann das iPhone Air unter anderem durch die sehr effektive Video-Stabilisierung sammeln.
In den meisten Situationen kann die Hauptkamera auch mit einer akkuraten Belichtung und Farbdarstellung, einem großen Dynamikumfang und einem effektiven Nachtmodus punkten. Der Porträt-Modus erkennt den Hintergrund in vielen Fällen zwar akkurat, bei besonders schwierigen Szenen kann es allerdings zu Fehlern kommen, die dazu führen, dass auch Teile des Motivs weichgezeichnet werden.



















