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Apple senkt Umsatzprognose wegen schwacher iPhone-Verkäufe

Apple wird die Erwartungen der Investoren diesmal nicht erfüllen können. (Bild: Apple)
Apple wird die Erwartungen der Investoren diesmal nicht erfüllen können. (Bild: Apple)
In einem für Apple untypischen offenen Brief an seine Investoren korrigiert der Konzern seine Umsatzprognose für das Dezemberquartal nach unten. Schuld daran sind vor allem die iPhone-Verkäufe, die niedriger als erwartet ausfielen.
Hannes Brecher,

Im ersten Quartal 2019, welches am 29. Dezember beendet wurde, erwartet Apple nun Umsätze von 84 Milliarden US-Dollar bei einer Bruttomarge von 38 Prozent. Dazu kommen noch Betriebskosten sowie sonstige Aufwände von 9,25 Milliarden US-Dollar sowie ein erwarteter Steuersatz von etwa 16,5 Prozent. Damit liegt der Umsatz etwa 8 Prozent niedriger als ursprünglich angenommen.

Der Großteil des Umsatzrückganges soll dabei durch schwindende iPhone-Absätze in China verursacht worden sein. Neben den Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China, welche dem iPhone-Absatz sicher nicht geholfen haben, stagniert die Wirtschaft mit einem verhältnismäßig kleinen GDP-Wachstum.

Doch auch in Apples Kernmärkten sollen weniger Konsumenten als angenommen ein Upgrade auf eines der aktuellen iPhone-Modelle gemacht haben. Den Grund dafür sieht das Unternehmen unter anderem in dem schrumpfenden Absatz subventionierter Smartphones sowie weltweite Preiserhöhungen, die dem starken Wechselkurs des US-Dollars geschuldet waren.

Alle anderen Produkte des Unternehmens konnten das Quartal positiv abschließen. Services, Mac, iPad, Apple Watch und Zubehör konnten insgesamt 19 Prozent mehr Umsatz generieren als im Vorjahresquartal. Insbesondere die Apple Watch konnte um stolze 50 Prozent zulegen. 

Trotz der gesenkten Prognose erwartet Apple Rekordumsätze in einigen entwickelten Märkten wie den USA, Deutschland oder auch Samsungs Heimatmarkt Korea. Auch die Gewinne pro Aktie sollen ein neues Hoch erreichen, was unter Umständen zu einer höheren Dividendenausschüttung führen könnte - auch, um die Aktionäre nach dem starken Einbruch der Aktie etwas zu beruhigen.

Die Börse war zum Zeitpunkt der Pressemeldung zwar schon geschlossen, nachbörslich brach der Kurs jedoch von 157,92 USD um etwa 8 Prozent auf 145,99 USD ein - noch im Oktober lag der Kurs bei 232 US-Dollar.

Die hier genannten Zahlen sind vorläufig und können sich bis zur offiziellen Bekanntmachung noch ändern. Die finalen Quartalsergebnisse werden am Dienstag, dem 29. Jänner um 23:00 Uhr (CET) bekannt gegeben. Den gesamten offenen Brief von Apples CEO Tim Cook kann man hier lesen.

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Hannes Brecher
Hannes Brecher - Senior Tech Writer - 8572 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2018
Seit dem Jahr 2009 schreibe ich für unterschiedliche Publikationen im Technologiesektor, bis ich im Jahr 2018 zur News-Redaktion von Notebookcheck gestoßen bin. Seitdem verbinde ich meine langjährige Erfahrung im Bereich Notebooks und Smartphones mit meiner lebenslangen Leidenschaft für Technologie, um unsere Leser über neue Entwicklungen am Markt zu informieren. Mein Design-Hintergrund als Art Director einer Werbeagentur erlaubt mir darüber hinaus tiefe Einblicke in die Eigenheiten dieser Branche.
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Autor: Hannes Brecher,  3.01.2019 (Update:  2.01.2019)