Notebookcheck
, , , , , ,
zu verknüpfen.
, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
 

Ausprobiert: Razer Kiyo X - FullHD-Webcam für Einsteiger-Streamer?

Ausprobiert: Razer Kiyo X - FullHD-Webcam für Einsteiger-Streamer
Ausprobiert: Razer Kiyo X - FullHD-Webcam für Einsteiger-Streamer
Razer möchte mit der Kiyo X vor allem Einsteiger-Streamer mit besseren Webcams versorgen und so nebenbei auch den beliebten Logitech-Webcams Konkurrenz machen. Die FullHD-Webcam ist für etwa 87 Euro zu haben, dafür sollte sie schon einiges bieten.
Christian Hintze,
Jobs
Wir erweitern unser Test-Team und suchen Notebook- und Smartphone-Enthusiasten für unsere Redaktion. Details

Razer hat uns leihweise ein Exemplar seiner Kiyo X zukommen lassen. Anders als der große und deutlich teurere (rund 163 Euro auf Amazon) Bruder Kiyo Pro beherrscht die Kiyo X (88 Euro auf Amazon) 60 fps nur bei 720p, 1080p streamt sie mit 30 fps.

Was der X ebenfalls fehlt, ist neben HDR-Support auch die Ringleuchte der Pro, dennoch hat sie die gleichen, für eine Webcam recht großen Ausmaße, der äußere Ring bleibt bei der X ohne Funktion.

Auch der Field-of-View (82 Grad) lässt sich nicht verändern, bei der Pro gibt es drei Optionen für den Aufnahmebereich, ähnlich wie bei der GoPro.

, , , , , ,
zu verknüpfen.
, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
 

Praktisch ist hingegen der Stativanschluss der Kiyo X, sodass man sie auch seitlich und unabhängig vom Monitor auf einem Stativ aufstellen kann.

Das Kabel der Webcam misst 1,5 m.

Mit Stativgewinde unten
Mit Stativgewinde unten
Bildquelle: Screenshot Razer-Webseite
Bildquelle: Screenshot Razer-Webseite

Die Kamera ist Plug and Play, nach dem Auspacken können wir sie also direkt per USB-A-Anschluss einstöpseln und als Webcam bei diversen Apps verwenden.

Wer etwas mehr aus der Kamera herausholen möchte, erlaubt der aufpoppenden Software Razer Synapse die Installation. Hier lassen sich in erster Instanz Farbprofile auswählen oder man legt Farben, Helligkeit, Kontrast und auch den Weißpunkt gleich manuell fest. Die Automatik geht für meinen Geschmack beim Kontrast recht aggressiv vor, in hellen und dunklen Bereichen gehen Details verloren.

Razer Synapse Optionen
Razer Synapse Optionen
Automatik: starker Kontrast mit stark über- und unterbelichteten Bereichen, starkes Bildrauschen ohne Zusatzlicht
Automatik: starker Kontrast mit stark über- und unterbelichteten Bereichen, starkes Bildrauschen ohne Zusatzlicht
, , , , , ,
zu verknüpfen.
, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
 

Auch der Autofokus lässt sich hier zugunsten eines manuellen Schiebereglers anschalten. Das ist nur bei bestimmten Einsatzszenarien notwendig, meistens macht der Autofokus eine recht gute Figur, kann aber auch mal etwas träger sein. Und trotzdem die Kiyo X auch Nahaufnahmen a la Makro beherrscht, ist der Autofokus hier meiner Erfahrung nach oftmals überfordert. Bewegt man das Gesicht näher als 20 cm an die Kamera, kann es unscharf werden, hier hilft die manuelle Steuerung.

Auch Nahaufnahmen sind möglich
Auch Nahaufnahmen sind möglich
ColorChecker: Bei gutem Licht wirken die Farben natürlich
ColorChecker: Bei gutem Licht wirken die Farben natürlich

Die "Advanced Options" sind Software-unabhängig zugänglich, hier kann man darüber hinaus noch die Belichtungszeit in Stufen einstellen, Zoomen, das Bild schärfen etc.

Razer wirbt außerdem mit einer sehr geringen Latenz. Hier sollte man sich nicht von Razer Synapse verunsichern lassen, wo das Vorschaubild alles andere als eine niedrige Latenz aufweist sodnern stark verzögert ist. In Streaming- oder Konferenzapps wie OBS, Zoom & Co ist die Latenz minimal.

Die "Advanced Options" in Synapse...
Die "Advanced Options" in Synapse...
...sind die normalen Treiberoptionen
...sind die normalen Treiberoptionen

Das Videobild selbst ist klar besser als das einer typischen integrierten Webcam. Der Aufnahmewinkel ist zudem spürbar größer, ohne jedoch die Person im Vordergrund unscheinbar verschwinden zu lassen.

Allerdings wird man ohne optimale Lichtbedingungen kaum Bilder zu Gesicht bekommen, die auch nur annähernd an die hübschen Werbeaufnahmen heranreichen. Beispielsweise ist das Bildrauschen in einem durchschnittlich hellen Zimmer ohne Zusatzlicht recht stark ausgeprägt, durch die extrem starken Kontraste wirken helle Bereiche zudem überstrahlt, in dunklen Bereichen gehen Details verloren. Die Stufen des manuellen Kontrastreglers sind in zu großen Schritten abgestuft, sodass man von einem Schritt in den nächsten teils entweder überstrahlte oder eben zu dunkle Bereiche bekommt, eine feinere Regelung wäre hier wünschenswert.

Interne Webcam zum Vergleich: Weniger wietwinkelig, durch 720p deutlich verwaschener, weniger Details
Interne Webcam zum Vergleich: Weniger wietwinkelig, durch 720p deutlich verwaschener, weniger Details
Kiyo X ohne Zusatzlicht: Mehr Details, Kontrast und Farben als die interen Kamera, aber starkes Bildrauschen sowie über- (links) und unterbelichtete (Jacke) Bereiche
Kiyo X ohne Zusatzlicht: Mehr Details, Kontrast und Farben als die interen Kamera, aber starkes Bildrauschen sowie über- (links) und unterbelichtete (Jacke) Bereiche

Aber schon eine frontale Lichtquelle verbessert das Kontrastproblem und vor allem das Bildrauschen stark, denn dann ist die Belichtungszeit angemessener und es muss nicht per Software künstlich aufgehellt werden. Wer von Licht mehr Ahnung hat als der Autor dieser Zeilen dürfte mit der Kiyo X sicher recht ansprechende Ergebnisse erzielen können.

Mit weichem Headlight: Rauschen wird deutlich reduziert (Laptopdeckel), zu starker Kontrast bleibt bei manueller Einstellung
Mit weichem Headlight: Rauschen wird deutlich reduziert (Laptopdeckel), zu starker Kontrast bleibt bei manueller Einstellung
Schnelle, grobe manuelle Einstellung: Mehr Details in den Extrembereichen, aber zu wenig Kontrast, Feinjustierung und mehr Licht nötig
Schnelle, grobe manuelle Einstellung: Mehr Details in den Extrembereichen, aber zu wenig Kontrast, Feinjustierung und mehr Licht nötig

Fazit

Die Razer Kiyo X ist eine deutlich bessere Alternative als die integrierte Webcam, kostet aber auch deutlich mehr. Dafür bietet sie vielfältige, manuelle Stellschrauben für ein besseres Bild, FullHD oder alternativ 60 fps bei 720p sowie einen Stativanschluss. Ein gutes Lichtsetup ist aber Pflicht, denn unter normalen Lichtbedingungen rauscht das Bild recht stark, der automatische Kontrast ist zudem zu aggressiv eingestellt. 

Das integrierte Monomikrofon verstärkt aufgenommenes Audiomaterial, vor allem Sprache, gut verständlich, bringt jedoch ein recht hohes Grundrauschen mit sich. Streamer sollten daher stattdessen auf ein externes Mikrofon als Aufnahmegerät setzen.

Die Razer Kiyo X, zur Verfügung gestellt von Razer
Die Razer Kiyo X, zur Verfügung gestellt von Razer

Der zusätzliche Funktionsumfang der Synapse-Software hält sich in Grenzen (Farbprofile) den Rest findet man im Treiber wieder. Dafür sammelt Razer recht viele Informationen über die Software, die nur der Webcam wegen (sofern man keine weiteren Razer-Produkte hat) quasi ständig nebenbei läuft. Audio- oder Videoinformationen werden aber laut Razer nicht getrackt.

Alternativ teste ich diese Woche noch das Razer Ripsaw X, eine USB Capture Card mit HDMI-Eingang, mit der man DSLRs oder spiegellose Kameras, Actioncams und Camcorder als Webcam verwenden kann.

static version load dynamic
Loading Comments
Diesen Artikel kommentieren / Antworten
Christian Hintze
Christian Hintze - Managing Editor - 1650 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2016
Ein C64 markierte meinen Einstieg in die Welt der PCs. Mein Schülerpraktikum verbrachte ich in der Reparaturabteilung eines Computerladens, zum Abschluss durfte ich mir aus “Werkstattresten” einen 486er PC selbst zusammenbauen. Folglich begann ich später ein Informatikstudium an der Humboldt-Uni in Berlin, Psychologie kam hinzu. Nach meiner ersten Arbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni ging ich für ein Jahr nach London und arbeitete für Sega an der Qualitätssicherung von Computerspielübersetzungen, u.a. an Spielen wie Sonic & All-Stars Racing Transformed oder Company of Heroes. Seit 2017 schreibe ich für Notebookcheck.
Teilen Sie diesen Artikel um uns zu unterstützen. Jeder Link hilft!
> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2021-11 > Ausprobiert: Razer Kiyo X - FullHD-Webcam für Einsteiger-Streamer?
Autor: Christian Hintze,  8.11.2021 (Update:  8.11.2021)