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BYD spaltet Elektro-Taxis ab: Linghui verschenkt umgerechnet 2.150 Euro Strom

ⓘ Linghu
"Undercover-Taxi" für China: Der neue Linghui e9 basiert auf dem BYD Han und wird exklusiv für Fahrdienste eingesetzt, um BYDs Premium-Ruf zu wahren.
Der chinesische Elektro-Gigant BYD zieht die Notbremse. Weil zu viele BYD E-Autos als Taxis unterwegs sind, leidet das Premium-Image bei Privatkunden. Die Lösung ist die neue Marke Linghui. Für das Premium-Elektro-Modell e7 gibt es zum Start ein Jahr lang komplett kostenloses Flash-Charging, was Vielfahrern umgerechnet über 2.000 Euro spart.

Wer in China einen Fahrdienst ruft, sitzt mit hoher Wahrscheinlichkeit in einem vollelektrischen BYD. Das klingt nach einem massiven Verkaufserfolg, wird für den Elektro-Autobauer aber zunehmend zum Problem. Marken, die zu stark mit dem billigen Taxi-Image assoziiert werden, verlieren bei Privatkunden schnell an Prestige. Konkurrenten wie GAC Aion oder Neta haben das bereits schmerzhaft zu spüren bekommen und mit einbrechenden Verkaufszahlen bezahlt. BYD reagiert nun auf diese Gefahr und lagert alle gewerblichen E-Auto-Modelle in die neue Submarke Linghui aus.

Unter dem neuen Logo rollen ab sofort umetikettierte, aber technisch optimierte Versionen bekannter Elektromodelle auf die Straßen. Zum Start gibt es die Limousinen e5, e7 und e9 sowie den Plug-in-Hybrid-Van M9. Der heimliche Star ist dabei der 4,78 Meter lange Linghui e7. Das Fahrzeug ist bereits mit der zweiten Generation der Blade-Batterie und dem neuen Flash-Charging-System ausgestattet, das den Akku in nur 9 Minuten von 10 auf 97 Prozent pusht.

BYD-Strategie gegen Taxi-Image: Die neue Auto-Submarke Linghui startet mit einem Trio für Ride-Hailing-Dienste. Im Bild (v.l.n.r.): die Elektro-Limousinen e7 und e9 sowie der Plug-in-Hybrid-Van M9.
ⓘ Linghui
BYD-Strategie gegen Taxi-Image: Die neue Auto-Submarke Linghui startet mit einem Trio für Ride-Hailing-Dienste. Im Bild (v.l.n.r.): die Elektro-Limousinen e7 und e9 sowie der Plug-in-Hybrid-Van M9.

Um die neue Marke aggressiv in den Markt zu drücken, macht BYD ein Angebot, das den brutalen Preiskampf in China unterstreicht. Käufer des e7 bekommen nicht nur die neueste Technik, sondern laden ein ganzes Jahr lang komplett gratis an allen Linghui- und Didi-Stationen. Bei einer Jahreslaufleistung von 100.000 Kilometern, was für einen Fahrer im Ride-Hailing völlig normal ist, entspricht das einer Ersparnis von rund 16.000 Yuan. Umgerechnet behalten die Fahrer also 2.150 Euro mehr in der Tasche. Das Ladenetzwerk dafür steht bereits in 127 chinesischen Städten.

Dieser strategische Doppelschlag schützt die Kernmarke BYD vor dem Taxi-Image und macht die eigene Flotte gleichzeitig extrem rentabel im Betrieb. Während man in Europa noch über Zölle diskutiert, zeigt der Marktführer in China, mit welch harten Bandagen im Elektro-Sektor mittlerweile gekämpft wird.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-03 > BYD spaltet Elektro-Taxis ab: Linghui verschenkt umgerechnet 2.150 Euro Strom
Autor: Ronald Matta, 30.03.2026 (Update: 30.03.2026)