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Canon EOS R: 4K-fähige Vollformat DSLM vorgestellt

Nachdem die Konkurrenz in den letzten Jahren gezeigt hat, was mit Systemkameras alles möglich ist und auch Nikon vor kurzem auf den Zug aufgesprungen ist, hat jetzt Canon nachgezogen und eine Systemkamera mit Vollformat-Sensor vorgestellt.

Canon galt lange Zeit als der beste Kamerahersteller überhaupt, insbesondere wenn es um das Filmen ging. So war z.B. die Canon EOS 5d Mark II die erste Spiegelreflexkamera, die mit einem Vollformat-Sensor Full-HD-Videos aufzeichnen konnte. Allerdings hat der Hersteller in den letzten Jahren besonders im Video-Segment immer mehr den Anschluss zur Konkurrenz verloren. Während man bei Sony schon 4K-fähige Vollformat-Kameras für unter 1000€ erwerben konnte, musste man bei Canon für eine ähnliche Ausstattung ein Vielfaches zahlen.

Nun versucht Canon aber offenbar wieder ein wenig Boden gut zu machen. So hat der Hersteller die Canon EOS R vorgestellt: Eine Systemkamera mit Vollformat-Sensor, die auch in 4K filmen kann. Auch wenn das ein beachtlicher Fortschritt ist, gibt es immer noch Luft nach oben. So nimmt die Kamera mit ihrem 30-Megapixel-Sensor Videos in 4K/30 fps und Full HD/60 fps auf. Sony und Panasonic haben schon gezeigt, dass da noch mehr möglich ist. Allerdings bringt die Kamera für Filmer ein Feature mit, für das schon andere Canon-Kameras bekannt waren: Den Dual-Pixel-Autofokus! Dieser ermöglicht es mit passenden Objektiven, dass das Subjekt vor der Kamera deutlich zügiger und flüssiger per Autofokus scharf gestellt wird, als dass dies bei der Konkurrenz möglich ist.

Hier gut zu sehen: Der Vollformat-Sensor der Kamera
Hier gut zu sehen: Der Vollformat-Sensor der Kamera
Die Bedienelemente der Systemkamera
Die Bedienelemente der Systemkamera

Zusätzlich hat Canon auch einen neuen Objektiv-Anschluss vorgestellt, welcher als RF-Bajonett bezeichnet wird. Allerdings hat Canon auch betont, dass die alten EF- und EF-S-Objektive per Adapter immer noch voll kompatibel sind.

Angenehm ist auch, dass Canon seiner Kamera einen USB-3.1-Anschluss spendiert. Damit sollten sich die Daten angenehm zügig von der Kamera auf den Rechner überspielen lassen.

Weitere Spezifikationen sind:

  • ISO 100-40.000 (Bei Videos abhängig von Auflösung)
  • 8 Bilder pro Sekunde Serienaufnahme (5 Bilder/Sekunde mit AF-Nachführung)
  • Verschlusszeiten: 30s-1/8000s
  • Ca. 660 Gramm schwer (mit Akku und Speicherkarte)

Einen weiteren Haken hat diese Kamera aber auch noch: Der Preis. So kostet nur der Body schon stolze 2500 Euro. Wenn man dazu noch ein passendes 24-105mm-Objektiv haben möchte, dann wandern schon mal 3500 Euro über den Tresen. Da ist die Konkurrenz teilweise deutlich günstiger unterwegs. Es bleibt also ab zu warten, wie sich die neue Systemkamera von Canon gegen die Konkurrenz durch setzt. Ein Schritt in die richtige Richtung ist diese Vorstellung aber auf jeden Fall.

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Autor: Cornelius Wolff,  5.09.2018 (Update:  5.09.2018)
Cornelius Wolff
Cornelius Wolff - News Editor
Nachdem ich mit 8 meinen ersten PC geschenkt bekommen habe (damals noch mit einem AMD Athlon Single-Kern-Prozessor) und ich dieses Gerät auch gleich munter auseinander gebaut habe, hat mich die Technik nie wieder losgelassen. So kam es, dass ich schon mit jungen Jahren immer weiter in die Welt der Computer-Technik eingetaucht bin. Als ich dann 2015 zum ersten Mal auf die Seite Notebookcheck gestoßen bin, war ich begeistert von dem Umfang den diese Seite bietet. Nun arbeite ich seit meiner erfolgreichen Bewerbung im Jahr 2016 als freier Mitarbeiter bei Notebookcheck als News- und Hardware-Redakteur.