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Einer statt viele: VirtualLink als USB-C Anbindung für VR-Brillen

VirtualLink 1.0 soll den Kabelsalat rund um VR-Brillen auf ein USB-C-Kabel reduzieren.
VirtualLink 1.0 soll den Kabelsalat rund um VR-Brillen auf ein USB-C-Kabel reduzieren.
Die fünf in Sachen VR und AR engagierten Hersteller Nvidia, Oculus, Valve, AMD und Microsoft haben sich zu einem Industrie-Konsortium zusammengefunden und einen offenen Standard auf Basis von USB-C zum Anschluss von VR-Headsets geschaffen. Künftig reicht ein USB-Kabel um VR-Brillen anzuschließen.

Um derzeit ein reguläres VR-Headset an einen PC anzuschließen sind mehrere Kabelverbindungen nötig, darunter USB, HDMI und Stromkabel. Das VirtualLink-Konsortium, dem derzeit AMD, Nvidia, Microsoft, Valve und Oculus angehören. hat sich letzte Woche auf einen Standard geeignet, der künftig auf Basis des bekannten USB-C-Steckers sowohl Strom als auch Video und Daten übertragen soll.

VirtualLink 1.0 ist wie der DisplayPort über USB-C als Alternate-Mode vorgesehen und bietet eine Videobandbreite von bis zu 32,4 Gbps sowie eine USB-Datengeschwindigkeit für Sensoren und Kameras von bis zu 10 Gbps. Minimal 15 Watt und optional bis zu 27 Watt sind ebenfalls spezifiziert. Künftige Desktop-Grafikkarten dürften also mit einem USB-C-Port aufwarten, wie eine noch nicht von MSI veröffentlichte Karte (siehe Bild unten) zeigt. Bei Gaming-Laptops, die schon jetzt über USB-C verfügen, reicht es, wenn künftig VirtualLink als Alternate Mode unterstützt wird.

Aufmerksamen Lesern wird nicht entgangen sein, dass einige prominente Hersteller von VR-Zubehör im Konsortium fehlen, darunter HTC und Sony. Noch ist also nicht gesagt, dass sich dieser Standard wirklich industrieweit durchsetzen wird, zudem wäre bei Virtual Reality-Brillen ja eine kabellose Anbindung eigentlich naheliegender, um mehr Bewegungsfreiheit zu bieten.

MSI mit seiner bislang nicht veröffentlichten GTX 1080TI mit USB-C-Port.
MSI mit seiner bislang nicht veröffentlichten GTX 1080TI mit USB-C-Port.

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Autor: Alexander Fagot, 21.07.2018 (Update: 21.07.2018)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.