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Google I/O: Android-Apps sollen intelligenter werden

Das Awareness API erlaubt Android-Apps auf Situationen und Umgebungen zu reagieren.
Das Awareness API erlaubt Android-Apps auf Situationen und Umgebungen zu reagieren.
Via Awareness API sollen Apps unter Android besser auf Situationen und Umgebungen reagieren können und auch zur Verfügung stehen, wenn sie gar nicht manuell gestartet wurden.

Auf der Keynote mit keinem Wort erwähnt, hat Google während der Entwicklerkonferenz ein neues API für Entwickler vorgestellt, das Apps deutlich intelligenter und selbstständiger auf Situationen, Orte oder Bedingungen reagieren lassen könnte. Wenn beispielsweise die Sensoren des Smartphones erkennen, dass der Benutzer zu Laufen beginnt und den Kopfhörer eingesteckt hat, könnte automatisch das GPS-Tracking und die bevorzugte Musik-App starten und die Jogging-Playlist laden. Eine Wecker-App könnte den Benutzer je nach anstehenden Terminen oder Distanz zum Arbeitsplatz früher oder später wecken.

Einige dieser Funktionen waren schon bisher möglich, entweder über verschiedenste APIs oder über Automatisierungs-Apps wie Tasker, litten aber oft unter Nebenwirkungen wie hohem Stromverbrauch oder Performance-Problemen durch hohe Speicherauslastung. Über eine neue API-Sammlung namens Awareness-API sollen Entwickler alle für die Awareness ihrer Apps nötigen Funktionen an einer zentralen Stelle finden und zugleich sicherstellen können, dass Batterielaufzeit und RAM-Verbrauch trotz zusätzlicher Intelligenz nicht übermäßig ansteigen. 

Apps können über das Awareness-API derzeit auf sieben Situationen reagieren: Uhrzeit, Orte und Location, Wetter, die Nähe von Beacons, das Verbinden von Kopfhörern oder diverse Benutzeraktivitäten. Für den Smartphone-User soll das Android-Gerät dadurch intelligenter erscheinen und bestimmte Aufgaben automatisch erledigen können. Entwickler können sich bereits für den Zugriff auf das API online anmelden.

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Autor: Alexander Fagot, 22.05.2016 (Update: 22.05.2016)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.