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Google I/O: Der Play Store wird in Chrome OS integriert

Der Google Play Store wird demnächst auf Chromebooks Einzug halten.
Der Google Play Store wird demnächst auf Chromebooks Einzug halten.
Die zwei größten Einschränkungen von Chromebooks haben ein Ablaufdatum: Fehlende Apps und schlechte Offline-Fähigkeiten gehören bald der Vergangenheit an.

Jetzt ist es also offiziell! Schon im April kamen Gerüchte über eine Integration des Google Play Stores in Chrome OS auf, wir berichteten letzte Woche über eine wahrscheinliche Ankündigung während der Google I/O Entwicklerkonferenz. Zwar verlor der CEO von Google, Sundar Pichai, kein Wort darüber auf der Keynote vorgestern Abend, dennoch ist es jetzt offiziell bestätigt: Bei Google wird an einer Integration des Play Stores in Chrome OS gearbeitet.

Die Implementierung erfolgt via Container-Technologie, eine Art Virtualisierungslösung ohne Umweg über virtuelle Maschinen wie bei der traditionellen Virtualisierung. Google bewirbt die vollständige Kompatibilität zu Android, da sich der Hersteller dazu entschlossen hat, das original Android-Framework auf Chrome OS zu integrieren. Dadurch sollen sämtliche Android-Apps auch auf Chrome OS funktionieren, auch die Notifications aus Android-Apps werden in der Benachrichtigungszentrale von Chrome OS zusammenlaufen. App-Entwickler müssen sich allerdings auf neue Formfaktoren und die Bedienung ihrer Apps mit Tastatur und Maus einstellen. Bis auf Weiteres werden drei Fenstergrößen für Android-Apps auf Chrome OS unterstützt, eine vom Benutzer frei wählbare Größe ist zumindest bislang nicht geplant.

Durch die besseren Offline-Fähigkeiten von Android-Apps im Vergleich zu Chrome-Web-Apps soll neben der schlagartig höheren Anzahl an verfügbaren Apps für Chrome OS auch dessen bisher mangelnde Offline-Fähigkeit verbessert werden. Administratoren in Schulen oder Firmen können Android-Apps in der gewohnten Admin-Konsole verwalten.

Das Android-Subsystem wird in zwei Schritten an die Entwickler-Kanäle ausgeliefert, im Juni werden das Chromebook Pixel, das Asus Chromebook Flip und das Acer Chromebook R11 beliefert. Der Rest der Geräte folgt dann ohne konkreten Termin später im Jahr, eine Liste aller Chromebooks, die auf das Update hoffen dürfen, hat Google online gestellt. Wann der Play Store die Entwickler-Versionen verlässt und für alle Anwender zur Verfügung steht, wurde bislang nicht angekündigt.

Quelle(n)

http://android-developers.blogspot.co.at/2016/05/bring-your-android-app-to-chromebooks.html

via: http://www.engadget.com/2016/05/19/android-apps-google-play-on-chromeOS/

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Autor: Alexander Fagot, 20.05.2016 (Update: 20.05.2016)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.