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Google I/O: Android N bringt automatische Updates und mehr

Mehr als 450 Neuerungen finden sich in Android N.
Mehr als 450 Neuerungen finden sich in Android N.
Die potentiell weitreichendste Neuerung für Android ist nach der Keynote noch etwas unklar definiert: Android soll ab Version N automatische Updates erhalten.

Die Neuerung könnte eine spektakuläre Verbesserung für die starke Fragmentierung im Android-Bereich bedeuten. Wenn die automatischen, "Seamless-Updates" tatsächlich zukünftig zentral erfolgen, wäre das fast eine Sensation im Android-Lager. Leider ist bislang unklar ob das nur für Sicherheitsupdates oder generell für sämtliche Android-Updates gilt. Aber selbst wenn das nur Sicherheitsupdates betrifft, dafür aber herstellerübergreifend gilt, wäre das ein Meilenstein in der Absicherung zukünftiger Android-Geräte. 

Sicherheit

Die Updates sollen im Hintergrund heruntergeladen und installiert werden. Dies soll selbst dann erfolgen, wenn kein Benutzer eingeloggt ist. Eine weitere sicherheitsrelevante Neuerung besteht im Wechsel zu dateibasierter statt blockbasierter Verschlüsselung. Dies hat beispielsweise Vorteile bei einem Multi-User-Szenario. Auch dem seit der Stagefright-Lücke in Verruf geratene Media-Framework in Android N wird nun besondere Aufmerksamkeit zuteil, die einzelnen Komponenten des Frameworks sollen in Android N besser gegeneinander abgeschottet sein, insbesondere auch gegenüber dem Download von Dateien aus dem Internet. 

Neue Preview-Version mit weiteren Verbesserungen

Ab sofort steht eine dritte Preview-Version von Android N zur Verfügung, diese stuft Google bereits als "Beta" ein, ist also bereits für den täglichen Betrieb einsetzbar, allerdings noch unter Vorbehalt, Fehler sind nach wie vor möglich. Die neue Preview-Version bringt neben den oben erwähnten sicherheitsrelevante Features auch einige weitere zentrale Verbesserungen für die Produktivität und Geschwindigkeit des Systems mit:

Die Liste der zuletzt benutzten Apps im App-Switcher wird automatisch bereinigt, mehr als die letzten sieben Programme werden nicht mehr angeführt, des Weiteren gibt es nun endlich einen Button zum Beenden aller Apps. Ein Doppel-Tapser auf den "App-Switcher" Button wechselt zwischen den beiden zuletzt benutzten Programmen hin und her. Das erleichtert das Multitasking. Apropos Multitasking: Der bereits in früheren Preview-Versionen erwähnte Multi-Window-Modus fand an dieser Stelle ebenso Erwähnung, wie die Verbesserungen bei den Notifications. Neue Emojis gibt es übrigens auch.

Interne Verbesserungen

Google will durch den Einsatz eines Just-in-Time (JIT) Compilers bis zu 75 Prozent Zeit bei der Installation von Apps und bis zu 50 Prozent beim Speicherplatzbedarf einsparen. Vulcan, die OpenGL-Alternative wurde bereits mit früheren Preview-Versionen eingeführt. Sie soll durch hardware-nähere Programmierung deutlich mehr Geschwindigkeit aus der Hardware herausholen, vor allem bei Spielen und Grafikanwendungen. Insgesamt soll Google mehr als 450 Neuerungen in Android N eingebaut haben. Wofür das "N" im Namen steht, will Google diesmal von den Usern wissen und startet unter dem Hashtag #NameAndroidN einen Namenswettbewerb. Jeder darf dort Vorschläge einbringen, wie die nächste Android-Version heißen soll. Mit "N" sollte das Wort halt beginnen ...

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Autor: Alexander Fagot, 18.05.2016 (Update: 18.05.2016)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.