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Huawei Mate X2 im Durability-Test: Werden Foldables langsam widerstandsfähiger?

Auch das gehört bei Foldables wie dem Huawei Mate X2 zum Durability-Test: Staub am flexiblen Display und (hoffentlich nicht) im Scharnier. (Bild: JerryRigEverything)
Auch das gehört bei Foldables wie dem Huawei Mate X2 zum Durability-Test: Staub am flexiblen Display und (hoffentlich nicht) im Scharnier. (Bild: JerryRigEverything)
Das Huawei Mate X2 hat es bisher zwar nur über Import-Händler nach Europa geschafft, doch auf der Werkbank des berühmt-berüchtigten YouTubers JerryRigEverything war das neueste Foldable aus dem Hause Huawei bereits zu Gast und wurde dort ganz und gar nicht sanft auf Herz und Nieren getestet. Sehen wir katastrophale Ergebnisse wie bei so manchem Gaming-Phone des Jahres 2021 oder mausern sich Foldables langsam zu widerstandsfähigeren mobilen Begleitern?

Vor ziemlich genau zwei Jahren überraschte uns Samsung mit seinem ersten Foldable namens Galaxy Fold, doch spätestens nach dem legendären Durability-Test durch den YouTuber Zack Nelson aka JerryRigEverything war klar: Selbst nach ersten Tests eingezogene und danach verbesserte Falt-Handys haben noch einen weiten Weg vor sich, bis sie im Alltag brauchbare mobile Begleiter sein können.

2020 folgte mit dem Galaxy Z Fold2 und dem Galaxy Z Flip (bei Amazon aktuell ab 680 Euro zu haben) die zweite, schon deutlich optimierte Generation, die etwa bereits auf ultradünnes Glas sowie ein neues Scharnier mit integrierten Bürsten setzte, um grobe Verschmutzungen am Eindringen zu hindern. Zumindest schon mal ein Anfang, das flexible AMOLED-Display blieb aber weiterhin ein Schwachpunkt, etwa für Fingernägel.

Um das gleich vorweg zu nehmen: Nein, auch beim neuesten Foldable aus dem Hause Huawei, dem Huawei Mate X2, das in China zu Preisen ab umgerechnet 2.300 Euro auf den Markt kam und bei TradingShenzhen ab 3.317 Euro importiert werden kann, wird man beim ersten Einschalten mit entsprechenden Warnungen konfrontiert. Fingernägel sind auch hier tabu, wie der Durability-Test zeigt, denn sie hinterlassen tiefe Rillen im teuren AMOLED-Panel.

Und dennoch: Huawei hat im Mate X2 ein paar Schritte in die richtige Richtung unternommen, etwa durch den Wechsel zu einem nach innen faltbaren Design, das kaum einen Spalt lässt und daher auch gröberen Schmutz vorm Eindringen bewahrt. Auch nach dem "Sand-Test" knirscht es nicht im Scharnier, was bedeutet, dass Huawei es recht gut gegen das Eindringen grober Schmutzpartikel geschützt hat.

Bricht das Huawei Mate X2 wenn man es in die falsche Richtung faltet?
Bricht das Huawei Mate X2 wenn man es in die falsche Richtung faltet?

Bricht das Huawei Mate X2 im Bend-Test?

Sieht man von Microsofts Surface Duo ab, sollen Foldables zwar gefaltet werden aber nur in eine Richtung, was bei bisherigen Bend-Tests dieser Produktkategorie ein weiterer Fallstrick für die teuren Flaggschiffe war. In diesem Fall kann Zack aber Entwarnung geben: Auch wenn das vergleichsweise dünne Scharnier etwas anderes erwarten lässt - das Huawei Mate X2 ist weniger bruchfreudig als so manches Gaming-Flaggschiff des Jahres 2021, selbst wenn man es drauf anlegt, teuren Elektroschrott zu produzieren. Wir sind schon gespannt, wie sich das Mi Mix Fold von Xiaomi beziehungsweise Samsungs im Sommer erwartetes Galaxy Z Fold3 in Sachen Durability bewähren wird. Letzteres soll ja - gerüchteweise - erstmals mit IP-Rating wasser- und staubresistent sein und mit stärkerem UT-Glas und Armor-Frame auch einem S-Pen widerstehen.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2021-04 > Huawei Mate X2 im Durability-Test: Werden Foldables langsam widerstandsfähiger?
Autor: Alexander Fagot, 30.04.2021 (Update: 30.04.2021)