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IBM: 5nm-Fertigungsprozess vorgestellt

IBM hat per Pressemitteilung bekannt gegeben, dass dem Konzern ein weiterer Durchbruch bei der Prozessorherstellung gelungen ist. So hat IBM einen Fertigungsprozess entwickelt, welcher es ermöglicht CPU-Chips mit einer Strukturgröße von 5nm herzustellen.

Nachdem IBM erst vor 2 Jahren Chips vorgestellt hat, welche in 7nm gefertigt wurden, hat die IBM Research Group nun den nächsten Durchbruch in der Herstellung von Transistoren bekannt gegeben. So veröffentlichte der Konzern einen Pressmitteilung, der zufolge es dem amerikanischen Hersteller gelungen ist, einen Fertigungsprozess zu entwickeln, mit welchen Computer-Chips in 5nm gefertigt werden können. Das Besondere: Der Konzern setzt hierbei nicht mehr auf den traditionelle FinFET-Herstellungsprozess, sondern auf die GAAFET-Technologie (kurz für Gate-All-Around-Transistor). Bei dieser Methode umschließt das Gate-Material die drei Nanosheets pro Transistor vollkommen. Dadurch soll der Herstellungsprozess wesentlich günstiger und einfacher sein als bei den traditionellen FinFETs. Fast noch wichtiger als die Kosten: Während bei FinFETs bei 5nm die Grenze des theoretisch machbaren erreicht ist, kann mit der GAAFET-Technologie bis auf 3nm runter gehen.

Schon eine Verkleinerung auf 5nm würde die Energieeffizienz um deutlich spürbare 40 Prozent steigen. Gleichzeitig würde die Verkleinerung bedeuten, dass 5nm-Chips bei gleicher Leistung wie heutige Prozessoren gut ein Viertel weniger Strom verbrauchen. Allerdings wird es wohl erfahrungsgemäß noch ein paar Jahre dauern, bis wir diese Technologie in fertigen Prozessoren sehen werden.

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Autor: Cornelius Wolff, 25.06.2017 (Update: 25.06.2017)
Cornelius Wolff
Cornelius Wolff - News Editor
Nachdem ich mit 8 meinen ersten PC geschenkt bekommen habe (damals noch mit einem AMD Athlon Single-Kern-Prozessor) und ich dieses Gerät auch gleich munter auseinander gebaut habe, hat mich die Technik nie wieder losgelassen. So kam es, dass ich schon mit jungen Jahren immer weiter in die Welt der Computer-Technik eingetaucht bin. Als ich dann 2015 zum ersten Mal auf die Seite Notebookcheck gestoßen bin, war ich begeistert von dem Umfang den diese Seite bietet. Nun arbeite ich seit meiner erfolgreichen Bewerbung im Jahr 2016 als freier Mitarbeiter bei Notebookcheck als News- und Hardware-Redakteur.