Notebookcheck

Im Test bei NBC: Best of März 2011

J. Simon Leitner, 12.04.2011

Simply the best. Nahezu alle Notebook-Geräteklassen wurden von uns im vergangenen März mit zahlreichen Testberichten beschickt. Unser Favorit bei den Subnotebooks oder in der Multimedia-Klasse? Die Top-Geräte aller Kategorien hier nochmals übersichtlich für Sie zusammengefasst.

Insgesamt 23 verschiedene Notebook-Modelle mussten sich vergangenes Monat vor den kritischen Augen unserer Redakteure beweisen. Mit dabei etwa die neuen Apple MacBook Pro Laptops in den unterschiedlichsten Größen und damit auch in gleich drei Kategorien vertreten. Nach den Wirren Anfang dieses Jahres werden die neuen Intel Sandy Bridge Prozessoren schön langsam zum Standard und erfreuen die User mit einer gelungenen Balance zwischen hohen Leistungsreserven und Energieeffizienz. Nichts desto trotz beobachten wir auch leichten Aufwind für AMD, die insgesamt doch einige Fusion-Notebooks im Testfeld platzieren konnten.

In insgesamt sechs Kategorien vergleichen wir nun getestete Laptops identer Klassen und küren in Folge unseren jeweiligen Klassensieger für den Zeitraum März 2011.

Kategorie Tablet/MID

Anwärter:

Acer Iconia Dual Screen
Gigabyte Booktop T1125N
Asus Eee Slate EP121

In der etwas freieren Klasse der Mobilen Internet Devices (MID) treffen im März drei sehr verschiedenen Geräte aufeinander. Beginnen wir mit dem Acer Iconia Dual Screen Notebook. Nach dem Toshiba Libretto, das dasselbe Konzept in Miniaturformat bereits zuvor aufgegriffen hat, versucht Acer nun ein großformatiges Notebook, bestehend aus zwei Touchscreens, am Markt zu positionieren. Die Idee dahinter klingt durchaus spannend, beim „Everyday Use“ konnte das Notebook aber weniger überzeugen. Zu gering scheint der Zugewinn an Anwendungsszenarien durch das zweite horizontale Display im Gegenzug zum Verzicht auf Tastatur und Touchpad. Dies ist mitunter auch eine Frage der Software, wobei Windows 7 in dieser Hinsicht schlicht nicht das Optimum darstellt.
Überaus interessant auch das Konzept des Gigabyte Booktops, einem klassischen Convertible, sprich eine Mischung aus Notebook und Tablet durch ein spezielles Displayscharnier, das durch eine spezielle Docking-Lösung auch im stationären Betrieb überzeugen soll. Das Konzept zeigte im Test durchaus Stärken, insgesamt verhinderten aber einige Kritikpunkte am Gerät selbst (Blickwinkelstabilität, Akkulaufzeit,…) eine höhere Gesamtbewertung.
Last but not least ist auch Asus mit einem eigenen Konzept in dieser Gruppe vertreten. Die Antwort auf den Boom der Tablet-PCs und deren Schwäche hinsichtlich Texteingabe lautet Eee Slate EP121. Dabei handelt es sich um einen 12-Zoll Tablet-PC mit Windows Betriebssystem, der mit einer Tastatur zu einem vollwertigem PC kombiniert werden kann. 

Tablet/MID des Monats März 2011: Asus Eee Slate EP121

Das Beste aus den Welten der Notebooks und Tablets zu verbinden klingt zwar nicht nach einem besonders revolutionärem Gedanken, dennoch ist Asus einer der ersten namhaften Hersteller, der ein entsprechendes Produkt zur Marktreife führt. Für User die sich nicht zwischen einem Netbook und einem Tablet entscheiden können bzw. wollen scheint das Gerät auf jeden Fall einen Blick wert. Windows als Tablet-Betriebssystem scheint zwar nicht die optimalste Wahl, allerdings bewegt man sich als Windows-User weiterhin in einer vertrauten Umgebung und profitiert von voller Software-Kompatibilität, ein Punkt bei dem Android-basierende Lösungen in der Regel nicht mithalten können.

» Der Asus EeeSlate EP121 ist derzeit ab 999,- bei Amazon.de erhältlich.

Shortcut:

Was uns gefällt
der enorme Funktionsumfang mit verhältnismäßig hoher Systemleistung und das sehr gute Display

Was wir vermissen
eine entspiegelte Displayoberfläche, leichtgängigere USB Ports und UMTS

Was uns verblüfft
dass Asus so viele Funktionen in ein dennoch recht mobiles Gerät packt, ein Spitzendisplay spendiert und eine ordentliche Verarbeitungsqualität abliefert.

Die Konkurrenz
Ist hinsichtlich der Mobilität meist im Vorteil. Die Kombination aus Displaygröße, Displayqualität und Systemleistung kann bisher aber kein anderer Hersteller bieten.

Kategorie Netbook

Anwärter:

HP Pavilion dm1-3180eg
Acer Aspire One 522
Packard Bell dot SE
Sony Vaio VPC-YB1S1E/S

Langsam aber doch wird es etwas stiller rund um die einst gehypten Netbooks. Vereinzelt bringen Hersteller hin und wieder ein kleineres Update, revolutionär neue Geräte bleiben bislang aber eher die Ausnahme. Zu nennen wäre hier beispielsweise das HP Pavilion dm1, das nicht zuletzt aufgrund der eingesetzten AMD Fusion-Technologie, sprich einer DualCore CPU in Verbindung mit einer eigenständigen Grafiklösung, für Interesse sorgt. Auch wenn hinsichtlich Grafikperformance die Intel Atom CPU in die Schranken gewiesen werden kann, bleibt das gebotene Leistungsniveau insgesamt auf bekanntem Netbook-Standard.
Ebenso auf AMDs Fusion setzt Acer im neu aufgelegten Aspire One 522 Netbook. Mit der C-50 APU entschied sich Acer allerdings für die schwächste verfügbare Lösung. Spannend hingegen das Display: Mit einer nativen Auflösung von 1280x720 Pixel unterstreicht das Gerät seine HD-Tauglichkeit und hat in diesem Punkt vielen Netbooks einiges voraus.
Mehr auf die Optik denn auf die Technik setzt Packard Bell mit dem dot SE Netbook. Mit Intel Atom N550 und GMA 3150 Grafik kommt der Zwerg mit Standardkost, die zahlreichen verfügbaren Farben, unter anderem ein kräftiges Pink, könnten davon abgesehen aber dennoch für ausreichend Käuferinteresse sorgen.
An der Grenze zwischen Netbook und Subnotebook wandelt Sonys Vaio YB1, das basierend auf AMDs Fusion Technik eine kleine C-50 APU mit durchwegs potenter Grafik kombiniert. Dem attraktiven Gehäuse mit hellem Display und guten Akkulaufzeiten stehen eine eher geringe Anwendungsleistung, ein stark spiegelndes Display und ein stets gut hörbarer Lüfter gegenüber, den wir übrigens bei den meisten kompakten Fusion Geräten bislang beobachten durften.

Netbook Notebook des Monats März 2011: Acer Aspire One 522

Mit einer Gesamtbewertung von 85% („Gut“), kann sich das Aspire One 522 doch deutlich von den anderen Geräten im Test absetzen. Zum gut verarbeiteten Gehäuse samt brauchbaren Eingabegeräten tragen auch das geringe Gesamtgewicht, eine gute Akkulaufzeit von 5-7 Stunden sowie gemäßigte Emissionen zur guten Gesamtbewertung bei. Das Display „glänzt“ mit seiner hohen Auflösung, könnte aber durchaus noch etwas heller sein, speziell für den mobilen Einsatz des Gerätes. Auch die Glare-Type Bildschirmoberfläche eignet sich für diesen Zweck nicht wirklich gut.

Für die Multimedia-Freunde unter den Netbook-Usern ist das Acer Aspire One 522 durchaus einen zweiten Blick Wert, nicht zuletzt aufgrund des attraktiven Einstiegspreises: Bereits ab rund 300 Euro ist man dabei.

» Das Acer Aspire One 522 ist derzeit ab 294,- bei Notebooksbilliger.de erhältlich.

Shortcut:

Was uns gefällt
Das weiterhin schicke, wenn auch anfällige, Gehäuse, die neue AMD C-50 APU und die native Displayauflösung von 1280 x 720 Pixel.

Was wir vermissen
Eine bessere Office-Performance beziehungsweise 2 GByte RAM ab Werk, einen größeren Lieferumfang sowie eine längere Garantielaufzeit (24 Monate).

Was uns verblüfft
Die mit 6 Stunden und 37 Minuten vergleichsweise kurze Laufzeit im Leerlauf (Idle). In der alltäglichen Nutzung sind es nur rund 5 Stunden.

Die Konkurrenz
Beispielsweise das Acer Aspire One D255 mit Intel Atom N550 aus dem eigenen Portfolio, das Toshiba NB550D mit nahezu identischer Hardwareausstattung und das Samsung NF310 mit mattem HD-Bildschirm.

Kategorie Subnotebook

Anwärter:

Asus U36JC-RX081V
Samsung 900X3A
Apple MacBook Pro 13 Early 2011

Etwas größer aber vor allem Leistungsstärker geben sich die Subnotebooks. Im Format 11-13 Zoll sind diese mobilen Rechner mit potenteren Prozessoren ausgestattet, die im Vergleich zu ausgewachsenen Notebooks keine oder kaum Einschränkungen mit sich bringen. Oftmals findet man bei in Richtung Multimedia ausgestatteten Exemplaren sogar bereits eigenständige Grafikchips. Im Großen und Ganzen zählt in dieser Kategorie allerdings dennoch der Mobilitätsfaktor, sprich Akkulaufzeit und Gewicht des jeweiligen Gerätes.
Beginnen wir mit dem Asus U36JC, einem flachen 13-Zöller der insbesondere mit seiner attraktiven Optik überzeugen will. Auch wenn Sandy Bridge noch nicht Einzug ins U36JC gehalten hat, kann das Notebook beinahe auf ganzer Linie überzeugen, was sich in der überaus guten Gesamtbewertung von 86% widerspiegelt. Gute Performance bei guter Akkulaufzeit und einem niedrigen Gewicht von nur 1.7 Kilogramm sprechen eindeutig für das Asus U36JC. Größter Kritikpunkt bleibt indes das spiegelnde Display mit mäßiger Helligkeit, welches insbesondere beim Einsatz unter freiem Himmel nicht überzeugen kann.
Mit dem 900X3A hat Samsung in dieser Geräteklasse mitten ins Schwarze getroffen, was man für die Namensgebung wohl nicht behaupten kann.  Ein Gehäuse aus hochwertigem Aluminium, ein Gesamtgewicht von nur 1.4 Kilogramm, das hochwertige Display mit matter Oberfläche und bestmöglicher Helligkeit gepaart mit der guten Performance Intels Sandy Bridge Prozessoren und der Akkulaufzeit von 5 bis 9 Stunden sind über nahezu jeden Zweifel erhaben. Nun fehlt es nur mehr an dem nötigen Kleingeld, denn rund 1600 Euro muss man für den 900X3A schon zusammenkratzen um dafür aber eines der interessantesten Geräte zum aktuellen Zeitpunkt sein Eigen nennen zu dürfen.
Mit mindestens ebenso großer Spannung erwartet wurde das Apple MacBook Pro 13, dem kleinsten Vertreter der Pro-Reihe. Die Qualitäten der Alu-MacBooks liegen nach wie vor auf dem gewohnten und erwarteten Niveau. Aufgefallen im Test ist allerdings auch, dass Apple bei den verbauten Hardwarekomponenten bis an die Grenze des Möglichen in dem kompakten Gehäuse geht, mehr als je zuvor.

Subnotebook des Monats März 2011: Samsung 900X3A

Mitunter die klarste und somit einfachste Entscheidung ist die Ernennung des Samsung 900X3A. Zu überlegen schnitt das Notebook in praktisch allen Kategorien ab. Neben der Einschränkung eines fehlenden Docking Ports bzw. des HDMI-Ports (nur per Adapter) kann sich eigentlich nur der happige Preis als Stolperstein am Weg zum Kauf erweisen. Qualität hat allerdings seinen Preis, das 900X3A ist das beste Beispiel hierfür.

» Das Samsung 900X3A ist derzeit ab 1599,- bei Notebooksbilliger.de erhältlich.

Shortcut:

Was uns gefällt 
Erneut zeigt der zielgenaue Einsatz einer SSD, welches Potenzial aus einem per CPU mittelmäßigen ULV-System herausgeholt werden kann. 

Was wir vermissen
Um stylish zu bleiben braucht es nicht mehr Ports am Chassis. Eine native Docking, die das An- und Abstöpseln überflüssig macht, könnte ein solches Subnotebook aber perfektionieren. 

Was uns verblüfft 
Ein derart helles TFT hatten wir noch nie in der Messung. 

Die Konkurrenz 
Sandy Bridge Subnotebook-Power gibt es noch nicht unter anderer Flagge. Acer Travelmate 8372 und Aspire 3820Dell Vostro V130Samsung QX310 haben schlechtere TFTs; preislich ebenfalls günstiger liegen Sony Vaio S13 und Apple MacBook AirSony Vaio VPC-Z13Z9E: Schnelle SSD, sehr teuer; Vaio VPC-Z13B7E: Günstiges Modell ohne SSD; Lenovo IdeaPad U260: Stilvoll für wenig Geld

Kategorie Office

Anwärter:

Acer Aspire 5253
Samsung RV511-S02
Sony Vaio VPC-EB3E4E/WI
Samsung R730-JT06
Schenker Xesia E510 Entry

Unter der Gruppe der Office-Notebooks sammeln sich kostengünstige Vertreter der Einstiegsklasse, meist ohne dedizierte Grafiklösung, als auch namhafte Business-Notebooks, die zu einem wesentlich höheren Preis besondere Qualitäten hinsichtlich Dauerhaftigkeit und Sicherheit bieten. Im März im Test befanden sich überwiegend Vertreter erstgenannter Klasse.
Das Acer Aspire 5253 hebt sich vor allem durch eine Besonderheit von den übrigen Geräten ab: Es basiert auf AMDs Fusion. Mit der E-350 APU setzt der 15-Zöller auf denselben Prozessor wie ihn das zuvor genannte HP Pavilion dm1 aufwies. Entsprechend einfacher kann die Kühlung bewerkstelligt werden, womit das Acer Aspire 5253 eine niedrige Geräuschkulisse aufweist. Als Schwäche kann die geringe Anwendungsleistung genannt werden für die man zum Teil allerdings durch brauchbare Akkulaufzeiten entschädigt wird.
Das Samsung RV511 könnte für User mit starker Office-Ausrichtung das passende Produkt sein. Dank seines matten Displays schont es die Augen selbst bei mehrstündiger konzentrierter Benutzung und punktet darüber hinaus mit niedrigen Emissionen. Über den geringen Displaykontrast können Office-User ebenso hinwegsehen, eher schon muss man sich mit einem nur mäßig stabilen Chassis anfreunden. Erleichtert wird dies durch den Preis: Ab etwa 500 Euro (400 mit IGP) ist man dabei.
Sony versucht mit dem Vaio EB3E4E in den Gewässern besonders günstiger Geräte nach Kunden zu fischen. Für rund 600 Euro bekommt man allerdings nicht viel mehr geboten als Intel Pentium P6100 Entry-CPU, integrierten Grafikprozessor (IGP), 08/15 Display und mäßige Akkulaufzeiten von rund 2 Stunden.
Für preisbewusste Liebhaber größerer Displays hat Samsung das R730 im Sortiment, das mit Intel Core i3 CPU und Nvidia Geforce 310M allerdings ebenso nur Basiskost bietet. Profitieren kann man hingegen von der höheren Displayauflösung, das speziell beim Betrieb mit mehreren Fenstern von Vorteil sein kann.
Auch der deutsch Anbieter Schenker Notebook hat mit dem Xesia E510 ein passendendes Angebot für die kleine Geldbörse. Zwar kann hinsichtlich CPU, Arbeitsspeicher und Festplatte aus vielen Optionen gewählt werden, stark macht das Xesia aber sein niedriger Preis gepaart mit dem matten Display (ab 449 Euro), der je nach gewählten Komponenten natürlich entsprechend ansteigen kann.

Office-Notebook des Monats März 2011: Samsung RV511-S02

Samsung scores again. Das RV511 ist mit Sicherheit nicht fehlerfrei, dennoch meinen wir mit dem gebotenen Bundle ein sehr interessantes Paket zu erkennen, das zu einem überaus attraktiven Preispunkt eine solide Hardwareausstattung mit ergonomischen matten Display kombiniert. Über Einschränkungen beim Gehäuse muss man hinwegsehen, das kann auch die Konkurrenz in diesem Preissegment nicht viel besser.

» Das Samsung RV511 ist derzeit ab 477,- bei Amazon.de erhältlich

Shortcut:

Was uns gefällt
Matte TFTs ziehen in die Allrounder von Samsung ein. Der Silent-Mode ist wieder einmal erstklassig. 

Was wir vermissen
Mehr Stabilität fürs Gehäuse und eine spiegelfreie Tastenumgebung. 

Was uns verblüfft
Eine dreistündige Laufzeit, wo noch nicht einmal Optimus am Start ist.

Die Konkurrenz
Fujitsu LifeBook A530: Pentium, Core i3/i5; Lenovo IdeaPad G560: ebenso i3-CPU; HP 625: entspiegelt aber schwächer; HP 620: Stabil und nüchtern; HP Compaq Presario CQ62: Consumer-Office, weniger Leistung; MSI CR630: Single-Core AMD; Asus X52F-EX513D: Pentium Billigheimer ab 330 Euro; Samsung R540: Günstig mit i3-370M; Toshiba Satellite Pro L670-170: mattes 17-Zoll; HP ProBook 4720s: mattes 17-Zoll; Asus A52JU: kleine HD 6370 Grafik; Lenovo B560: Optimus für 399 Euro

Kategorie Multimedia

Anwärter:

Sony Vaio VPC-EB4X1E/BQ  
Sony Vaio VPC-F13L8E/H  
Schenker XMG A501
Apple MacBook Pro 15 Early 2011
Packard Bell EasyNote LS11

Bei den Multimedia Notebook verschiebt sich die Gewichtung vom Preis in Richtung Performance, insbesondere eine kraftvolle Grafiklösung ist in dieser Kategorie gefragt. Sony ist traditionell stark im Multimediabereich vertreten, womit auch die beiden japanischen Anwärter wenig überraschen. Das EB4X1E setzt zwar noch auf eine bereits überholte i5-480M CPU und eine ATI HD5650 Grafiklösung, hat bei einem Preispunkt von rund 800 Euro aber einen gewichtigen Trumpf im Ärmel: Das eigesetzte Full-HD Display überzeugt nicht nur mit seiner Auflösung, auch Helligkeit und Farbdarstellung gehen für diese Preisklasse mehr als in Ordnung.
Einen Tick größer (16-Zoll) und auch etwas teurer (rund 900 Euro) ist der Sony Kollege F13L8E. Auch hier kommt ein hochauflösendes Full-HD Display zum Einsatz, die Leistungsreserven spielen indes in etwas auf dem Level des Vaio EB4.
Schenker Notebook, vor allem bekannt durch hochgerüstete Gaming-Boliden, hat auch in dieser Klasse ein entsprechendes Gerät im Angebot. Das XMG A501 fasst aktuelle Intel Sandy Bridge Prozessoren bis hin zu QuadCore Chips die kombiniert mit der Nvidia GT 540M Grafikkarte für eine gute Performance des Systems sorgen und selbst aktuelle Games bewältigt werden können. Das HD+ Display (1600x900) passt gut zur verbauten Hardware und überzeugt dank matter Oberfläche.
Apples Vertreter der Multimedia-Klasse nennt sich MacBook Pro 15 und greift in der aktuellen Ausstattungsreihe auf Intels Sandy Bridge Prozessoren gepaart mit AMD Grafikchips (HD 6490M bzw. HD 6750M) zurück. Performance vom feinsten scheint damit garantiert, allerdings nur im Betrieb mit MacOS. Unter Windows kann die eingesetzte Hardware nicht ihr ganzes Potential entfalten. Den eingefleischten Apple-User stört das freilich wenig. Dies gilt hoffentlich auch für den Preis des Notebooks. Ab hohen 1749 Euro beginnt das Spiel und kann bei Wahl potenterer Komponenten oder einer längeren Herstellergarantie sehr rasch die 2000-Euro Grenze durchschlagen.
Als letzten Vertreter der Multimedia-Klasse nehmen wir das Packard Bell LS11 auf. Der 17-Zöller versucht vor allem durch einen besonders niedrigen Einstiegspreis von rund 700 Euro zu punkten. Dafür gibt es immerhin eine i5-2410M Sandy Bridge CPU gepaart mit einer AMD Radeon HD 6650M Mittelklassegrafikkarte. Angesichts des Preises überraschen (verkraftbare) Einschränkungen beim Display als auch bei der Anschlussausstattung wenig.

Multimedia-Notebook des Monats März 2011: Apple MacBook Pro 15 Early 2011

Ein Blick auf die vergebenen Einzelbewertungen lässt in dieser Disziplin nur ein logisches Ergebnis zu. Das Apple MBP 15 in der aktuellen Ausgabe kann die bekannten Stärken der Serie beibehalten und hinsichtlich Leistung dank Intel Prozessoren sogar noch eines drauflegen. Dennoch, auch im größeren 15-Zöller muss sich Apple Grenzen hinsichtlich der Kühlkapazitäten des kompakten Unibody-Chassis aufzeigen lassen. 

» Das MacBook Pro 15 (2011) ist derzeit ab 1665,- bei Notebooksbilliger.de erhältlich

Shortcut:

Was uns gefällt
Das weiterhin perfekt verarbeitete Unibody-Gehäuse aus Aluminium, das zeitlose Design und die neue Thunderbolt-Schnittstelle, wenn auch die nötige Peripherie auf sich warten lässt.

Was wir vermissen
Einen niedrigeren Einstiegspreis oder eine verlängerte Standard-Garantie auf zumindest 24 Monate. Die Garantieverlängerungen sind nahezu unverschämt teuer.

Was uns verblüfft
Trotz altbewährtem Gehäuse gibt es noch immer keine Alternative in Puncto Materialauswahl und Usability. Stichwort: Eingabegeräte.

Die Konkurrenz
Aufgrund des Chipsatzfehlers von Intel verzögern sich vergleichbare Geräte zunehmend. Interessant wären die Nachfolger des Premium-Notebooks Sony VAIO VPC-Z13Z9E oder des HP Envy 15

Kategorie Gaming / DTR

Anwärter:

Eurocom Racer
HP Envy 17-1190eg
Apple MacBook Pro 17 Early 2011

Auf der Suche nach Leistung auf nahezu Desktop Niveau kombiniert mit einem großformatigen Display und einem umfangreichen Anschlussangebot wird man bei den Desktop Replacement Notebooks bzw. speziellen Gaming-Boliden fündig. Wohl einen Exoten hierzulande haben wir mit dem Eurocm Racer im März getestet. Hinter dem Gerät steckt allerdings ein alter Bekannter, nämlich das P150HM Barebone von Clevo, das unter anderem bei Schenker Notebook und Deviltech hier in Deutschland angeboten wird. Der kompakte 15-Zöller ist mit einer AMD Radeon HD 6970M in Verbindung mit einer Intel 2720QM CPU ausgestattet. Damit ist das Eurocom hinsichtlich Gaming-Performance gut gerüstet. Bitterer Beigeschmack: Die hohe Lautstärke im Betrieb unter Last.
Mit dem Envy 17 zielt HP im Vergleich weniger auf spielbegeistertes Publikum ab sondern eher auf Design-orientierte Konsumenten mit gut gefüllter Geldbörse. Die Ausstattung mit Intel 720QM CPU und ATIs Mobility Radeon HD 5850 Grafikkarte scheint allerdings schon etwas überholt. Hinzu kommen die üblichen DTR-Einschränkungen beim Gewicht, der Lautstärke und der Akkulaufzeit.
Wer auf gelungenes Design steht und dafür bereit ist richtig viel Geld in die Hand zu nehmen, der kommt um das Apple MacBook Pro in der größten verfügbaren Ausführung, 17-Zoll, nicht herum. Für deutlich über 2000 Euro bekommt man ein elegantes und solides Aluminiumgehäuse, hohe Leistungsreserven und ein hochwertiges Display. Dennoch, im Vergleich zur Windows Welt muss sich das hochpreisige Notebook auch einiges an Kritik gefallen lassen. Nur 12 Monate Garantie ab Werk, kein UMTS, kein USB 3.0 und ein fest integrierter Akku um nur einige zu nennen. Mac-User mit hohem Leistungsbedarf kommen um das MBP 17 dennoch nicht herum. 

DTR-Notebook des Monats März 2011: Apple MacBook Pro 17 Early 2011

Betrachtet im Betrieb unter MacOS glänzt das MBP 17 mit einer tollen Verbindung aus Mobilität (Akkulaufzeit) und Leistungsreserven. Mehr als 8 Stunden ohne nahe Steckdose sind für ein vergleichbar performantes DTR-Notebook in der Windows-Welt nicht zu haben. Sofern Geld nicht die Hauptrolle spielt, und das sollte es bei der Wahl von Apple-Produkten grundsätzlich nicht, bekommt man mit dem MBP 17 ein ausgefeiltes Multimedia-Paket. Das Envy 17, das oftmals als möglicher Windows Konkurrent gehandelt wird, muss sich in nahezu jeder Disziplin geschlagen geben. Eindrucksvoll abermals die möglichen Akkulaufzeiten: 8-13h vs. 1-2 Stunden beim Envy 17 sprechen eine eindeutige Sprache.

» Das Apple MacBook Pro 17 ist derzeit ab 2255,- bei Amazon.de erhältlich.

Shortcut:

Was uns gefällt
Einzigartige Kombination normalerweise gegenläufiger Eigenschaften, wie Mobilität, Akkulaufzeit und Leistungsfähigkeit

Was wir vermissen
Eine deutlich bessere Windows-Unterstützung und Ausstattungsdetails wie z.B. UMTS, deren beharrliche Nichtverfügbarkeit langsam ärgerlich wird. Das matte Display ist ja zum Glück gegen Aufpreis erhältlich.

Was uns verblüfft
Dass Apple das Netzteil so knapp dimensioniert. Dass Mac OS X weitaus besser mit dem MBP 17 zurechtkommt, liegt in der Natur der Sache.

Die Konkurrenz
Die Summe der Eigenschaften bietet derzeit kein Konkurrent im 17"-Format auch nur annähernd. Praxisgerechte 7 Std. Laufzeit in Kombination mit einem Gewicht von unter 3 Kg und sehr guter Rechenleistung sind unerreicht. Pickt man sich jedoch die ein oder andere Eigenschaft heraus, so findet man einige Alternativen, wie z.B. das HP Envy 17, HP EliteBook 8740w, Dell Precision M6500, Lenovo Thinkpad W701 oder Samsung E372.

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Autor: J. Simon Leitner, 12.04.2011 (Update:  6.06.2013)
J. Simon Leitner
J. Simon Leitner - Founder, Editorial Director - @simleitner
Nach meinem Studium an der TU-Wien widmete ich mich als Mitbegründer vollends dem Projekt Notebookcheck. Seit Commodore C64 und Atari 1040 ST sind Computer fester Bestandteil meiner täglichen Aktivitäten. Meinen Energieausgleich finde ich vor allem bei sportlichen Aktivitäten in freier Natur.