Insider: Neue Xbox-Konsole könnte Steam sperren um Preis von Project Helix niedrig zu halten

Xbox-CEO Asha Sharma hat erklärt, dass Project Helix auf ein offenes Ökosystem setzen wird. Einige Spieler haben daraus eine Unterstützung für Drittanbieter-Stores wie Steam abgeleitet. Jez Corden von Windows Central bezweifelt jedoch, dass es dazu kommt. Seiner Einschätzung nach würde diese Freiheit den Preis der neuen Xbox-Konsole außer Kontrolle geraten lassen.
Ein Kurswechsel?
Sharmas Vorgänger Phil Spencer hat die Vorteile eines hybriden Modells aus PC und Konsole hervorgehoben. Dabei verwies er auch auf konkurrierende Stores auf einem Spielesystem. Der Epic Games Store gilt als naheliegender Kandidat, Corden weist jedoch darauf hin, dass Spencer Steam nicht ausdrücklich genannt hat.
Die aktuelle Xbox-Chefin hat sich zur Einbindung konkurrierender Stores zurückhaltender geäußert. Project Helix soll zwar offen gestaltet werden, zugleich will Sharma mit einem anpassbaren Nutzungserlebnis möglichst viele Spieler erreichen. Auf eine Frage von Stephen Totilo von Game File zu Steam hat sie erklärt, dass noch keine Entscheidung gefallen sei.
Corden verweist auf Verkaufszahlen, die zeigen, wie stark der Speichermangel Microsoft getroffen hat. Selbst nach der nächsten, für den 1. August geplanten Preiserhöhung der Xbox Series X|S könnte das Unternehmen mit jeder verkauften Konsole noch rund 150 Dollar verlieren. Sollte Microsoft die neue Xbox nicht wie die bisherigen Systeme subventionieren, könnte der Preis von Project Helix deutlich über 1.000 Euro liegen.
Auf einem klassischen Windows-Gaming-PC können Spiele über Steam, den Epic Games Store und andere Plattformen gekauft werden. Ohne Einschränkungen würde Microsoft jedoch riskieren, Spieleverkäufe an die Konkurrenz zu verlieren. Laut dem Insider greifen Besitzer des ROG Xbox Ally, die kein Game-Pass-Abonnement haben, verstärkt auf Alternativen zurück.
Käufer von Project Helix müssten für dieselbe Auswahl letztlich womöglich mehr bezahlen. Nach der Rückkehr von Xbox-Exklusivtiteln rechnet Corden dennoch damit, dass Microsoft die offene Ausrichtung des Systems überdenkt.
Kompromisse zur Kostensenkung
Ein denkbares Modell wäre eine Umsatzbeteiligung für ausgewählte Stores, deren Titel Microsoft in die eigene App integrieren könnte. Angesichts der dominierenden Stellung von Steam erscheint es allerdings unwahrscheinlich, dass Valve einer solchen Vereinbarung zustimmt. Alternativ könnte Microsoft eine teurere Variante der Xbox-Konsole ohne Einschränkungen anbieten.
Ob sich der Komponentenengpass rechtzeitig vor dem für 2027 erwarteten Marktstart des Hybridsystems entspannt, ist fraglich. Selbst mit Maßnahmen zur Kostensenkung dürfte es äußerst schwierig werden, den Preis von Project Helix auf einem vertretbaren Niveau zu halten.



















