Lückenhaftes Ökosystem? Wo die neue Samsung Galaxy Watch zum Test-Start Potential liegen lässt

Für unseren Test zur Galaxy Watch9 haben wir neben der neuen Samsung-Smartwatch auch das aktuelle Falt-Flaggschiff des Herstellers, das Galaxy Z Fold 8 Ultra, bekommen. Direkt nach der Ersteinrichtung haben wir beide Geräte mit zu einem Termin genommen.
Im Testbetrieb zeigt sich das bekannte Alltagsszenario: Geht der Smartwatch unterwegs die Energie aus und das Ladepad liegt zu Hause, wird es kritisch. Da Galaxy-Smartphones die Funktion "Wireless PowerShare" besitzen, wäre es im Alltag von großem Vorteil, dass das Wearable drahtlos mit der Energie des Samsung-Handys versorgt werden könnte. Zumal diese Möglichkeit in älteren Watch-Generationen gegeben war.
Ist der Smartwatch-Sensor wichtiger als das Ökosystem?

Leider lädt die Watch9 auf der Rückseite des Fold 8 Ultra im Test nicht. Das Problem ist aber nicht wirklich neu, ist in der aktuellen Generation aber nicht weniger ärgerlich, wenn die Smartwatch unterwegs ohne Stromzufuhr abschaltet – gerade, weil der Akku, die eine große Baustelle der Watch9 ist. Die Inkompatibilität mit "Wireless PowerShare" wurde bereits mit der Galaxy Watch 7 eingeführt. Durch den neuen BioActive-Sensor vergrößerte sich der Abstand zwischen der Ladespule und dem Gehäuse.
Die Konsequenz, das Fold8 Ultra kann diese Distanz drahtlos nicht überbrücken. Dass Dritthersteller aufgrund proprietärer Standards nicht mit Samsung-Smartphones drahtlos geladen werden, ist technisch verständlich. Dass aber die hauseigene Top-Smartwatch nicht von einem hauseigenen Flaggschiff-Smartphone geladen werden kann, ist ärgerlich. Dieses Komfort-Feature wäre bei den Nachfolgern der Galaxy Watch9 sehr wünschenswert, damit mit Wireless PowerShare unterwegs ein unfreiwilliges Abschalten der Smartwatch nicht nötig wird. Denn kaum ein Nutzer wird stets das Ladepad einpacken. Im Alltag verliert Wireless PowerShare dadurch auch einen Teil seines angedachten Nutzens.
Samsungs Ökosystem-Versprechen wird nur bedingt eingehalten
Von einem Premium-Ökosystem darf erwartet werden, dass Flaggschiff-Produkte (Preise starten aktuell ab 250 Euro, u.a. bei Amazon.de) generationsübergreifend miteinander harmonieren. Für zukünftige Galaxy-Watch-Generationen wäre eine technische Anpassung wünschenswert, die trotz moderner Sensoren das Laden über das Samsung-Smartphone wieder ermöglicht.
Quelle(n)
Testbericht zur Galaxy Watch9






