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Messenger: Kik wird nach 10 Jahren trotz Erfolg eingestellt

Das Logo des Kik-Messengers
Das Logo des Kik-Messengers
Nach 10 Jahren wird der Messenger Kik jetzt überraschend eingestellt. Die App ist gerade durch die Studenten-App Jodel in Deutschland nochmal bekannt geworden. Begründet wird der Schritt mit der neuen Kryptowährung des Unternehmens.
Cornelius Wolff,

Nach der Vorstellung einer eigenen Kryptowährung namens Kin muss der Entwickler hinter dem Messenger Kik den Support für die App jetzt überraschend einstellen. Dies wird mit einer Klage der Security & Exchange Comission (SEC) begründet, die sich der Konzern im Zuge seines Initial Coin Offerings von Kin eingefangen hat. Um diese Untersuchung zu überstehen, muss das Unternehmen jetzt erst mal gewaltig Personal einsparen. So werden bis auf 19 Angestellte die restlichen über 100 Mitarbeiter ihre Jobs verlieren.

Kin wurde bereits vor zwei Jahren gestartet und hat es innerhalb von wenigen Monaten zu einer Marktkapitalisierung von über 100 Millionen Euro geschafft. Nun hat allerdings die amerikanische SEC in den letzten Monaten gegen mehrere Unternehmen Ermittlungen aufgrund ihrer ICOs eingeleitet. Die Argumentation der Aufsichtsbehörde ist hierbei, dass es sich bei den Kryptowährungen um Wertpapiere des Unternehmens Kik Interactive handelt und diese illegal verbreitet wurden. Das Unternehmen argumentiert dagegen, dass es sich bei Kin um eine legitime Kryptowährung handelt, die von über einer halben Million Kunden aktiv genutzt wird.

Der Messenger Kik kam in Deutschland in den letzten Monaten und Jahren besonders durch die Verbreitung der Studenten-App Jodel zu einer Art Berühmtheit, da man auf Kik relativ anonym miteinander schreiben konnte. Aus diesem Grund war die App auch in den USA zuletzt ziemlich beliebt. So kam die App bereits im Jahr 2016 auf 300 Millionen registrierte Nutzer.

Es wird spannend sein zu sehen, wie sich der Prozess mit der SEC für Kik Interactive entwickeln wird. Es wäre aber wünschenswert, wenn das Unternehmen nicht an der Aufsichtsbehörde scheitert.

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Autor: Cornelius Wolff, 25.09.2019 (Update: 25.09.2019)
Cornelius Wolff
Cornelius Wolff - News Editor
Seit ich mit 8 meinen ersten PC geschenkt bekommen habe (damals noch mit einem AMD Athlon Single-Kern-Prozessor) und ich dieses Gerät auch gleich munter auseinander gebaut habe, hat mich die Technik nie wieder losgelassen. So kam es, dass ich schon mit jungen Jahren immer weiter in die Welt der Computer-Technik eingetaucht bin. Als ich dann 2015 zum ersten Mal auf Notebookcheck gestoßen bin, war ich begeistert von dem Umfang den diese Seite bietet. Nun arbeite ich seit meiner erfolgreichen Bewerbung im Jahr 2016 als freier Mitarbeiter bei Notebookcheck als News- und Hardware-Redakteur.