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Signal: Messenger bekommt Bezahlfeature dank integrierter Kryptowährung

Per Signal kann man jetzt in ersten Ländern auch Geld verschicken (Bild: Signal)
Per Signal kann man jetzt in ersten Ländern auch Geld verschicken (Bild: Signal)
Signal hat gestern bekannt gegeben, dass Nutzer des gleichnamigen Messengers in Zukunft Geld an ihre Kontakte schicken können. Ermöglicht wird dies durch eine integrierte Kyptowährung namens MobileCoin.
Cornelius Wolff,

Signal ist neben Telegram und Threema einer der Messenger, die in letzter Zeit von den Skandalen rund um Whatsapp und der Einmischung von Facebook profitieren. So konnte die App zu Beginn des Jahres seine Nutzerzahlen von 40 Millionen um ganze 7,5 Millionen Nutzer steigen, da Whatsapp seine Datenschutzrichtlinien geändert hat. Dabei profitiert die App teilweise auch davon, dass dessen Code öffentlich auf Github einsehbar ist.

Jetzt haben die Entwickler hinter dem Messenger bekannt gegeben, dass Nutzer in Großbritannien demnächst Geld an ihre Kontakte über den Service schicken können. Dies wird durch die Integrierung der Kryptowährung MobileCoin ermöglicht. Diese basiert auf dem Stellar Consensus Protocol, das über einige Vorteile gegenüber den klassischen Proof of Work und Proof of Stake-Algorithmen besitzt. So ist PoW aufgrund der benötigten Rechenkapazität beispielsweise sehr ressourcenintensiv, was beim Stellar Consensus Protocol nicht der Fall ist.

Derzeit lässt sich das Feature nur in Großbritannien nutzen (Bild: Signal)
Derzeit lässt sich das Feature nur in Großbritannien nutzen (Bild: Signal)

Dadurch, dass Signal den Geldtransfer über eine dezentrale Kryptowährung und nicht über ein klassisches Banking-System abwickelt, gibt es einige Vorteile im Bezug auf die Privatsphäre der Nutzer. So wird man von Außen relativ schlecht nachvollziehen können, wer hinter einer Überweisung steckt. Gleichzeitig gibt es hier allerdings mit den hohen Wertschwankungen einen klassischen Nachteil von Kryptowährungen. So hat der MobileCoin mit einem Tief von 33 US-Dollar und einem Hoch von 67 US-Dollar allein in der letzten Woche eine ziemliche Achterbahnfahrt hinter sich.

Es wird spannend sein, wo diese Entwicklung hinführt und ob Nutzer das Feature akzeptieren werden. Gleichzeitig muss man allerdings davon ausgehen, dass die Gesetzgeber in den USA und der EU in den nächsten Jahren dem regulatorischen Wildwuchs ein Ende bereiten werden. In welche Richtung es danach weiter geht, kann man derzeit leider unmöglich vorhersagen.

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Autor: Cornelius Wolff,  8.04.2021 (Update:  8.04.2021)
Cornelius Wolff
Cornelius Wolff - News Editor
Seit ich mit 8 meinen ersten PC geschenkt bekommen habe (damals noch mit einem AMD Athlon Single-Kern-Prozessor) und ich dieses Gerät auch gleich munter auseinander gebaut habe, hat mich die Technik nie wieder losgelassen. So kam es, dass ich schon mit jungen Jahren immer weiter in die Welt der Computer-Technik eingetaucht bin. Als ich dann 2015 zum ersten Mal auf Notebookcheck gestoßen bin, war ich begeistert von dem Umfang den diese Seite bietet. Nun arbeite ich seit meiner erfolgreichen Bewerbung im Jahr 2016 als freier Mitarbeiter bei Notebookcheck als News- und Hardware-Redakteur.