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NASA will Kernreaktor auf dem Mond bauen - bisherige Zeitpläne zur Umsetzung werden beschleunigt

Konzept-Bild: Das Fission Surface Power Project der NASA. (Bildquelle: NASA)
Konzept-Bild: Das Fission Surface Power Project der NASA. (Bildquelle: NASA)
Interimsdirektor Sean Duffy gab bekannt, dass der Plan beschleunigt wird und die Stationierung eines Reaktors nun bereits für das Jahr 2030 erwartet wird. Im Vergleich zum ursprünglichen Plan wurde die geplante Kapazität mehr als verdoppelt.

Das Wettrennen um Kernenergie und die Eroberung des Weltraums hat ein neues Kapitel aufgeschlagen: die Erzeugung von Kernenergie auf dem Mond. Kürzlich hat der Interimsdirektor der NASA, Sean Duffy, einen Plan zur Stationierung eines Kernreaktors auf dem Mond vorgestellt.

Ziel des Projekts, das im Rahmen des seit 2018 laufenden „Fission Surface Power Project” durchgeführt wird, ist es, zukünftige Mondbasen und -missionen mit Strom zu versorgen. Die Bemühungen sind Teil des seit 2018 laufenden „Fission Surface Power Project”.

Duffy setzt nun verstärkt auf diese Energieform und strebt einen leistungsstärkeren Kernreaktor an. Er hat auch einen straffen Zeitplan vorgegeben: In nur fünf Jahren soll der Reaktor einsatzbereit sein. Für die Umsetzung hat die NASA bereits einen Zeitplan festgelegt:

Innerhalb von 30 Tagen soll ein Projektleiter ernannt und innerhalb von 60 Tagen eine Ausschreibung für Unternehmen veröffentlicht werden. Im Anschluss sollen die Angebote bewertet werden, um den strategischen Partner auszuwählen. Wie Duffy mitteilte, erwartet die Verwaltung, einen solchen Reaktor bis 2030 in Betrieb zu nehmen.

Selbst unter normalen Umständen (also auf der Erde) wäre dieser Zeitplan sehr ehrgeizig. Zum Vergleich: Der Bau von zwei der jüngsten Kernreaktoren, die in den USA in Betrieb genommen wurden (Vogtle 3 und 4), dauerte über zehn Jahre. Dabei wirkten sich besondere Herausforderungen wie Kosten, Finanzierungsprobleme, Vorschriften und sogar die Pandemie auf die Bauzeiten aus.

Ein solches Projekt muss zahlreiche Hürden bewältigen. Die unterschiedliche Umgebung mit anderer Schwerkraft, fehlender Atmosphäre, extremen Temperaturschwankungen und anderen Faktoren erfordert die Entwicklung spezifischer Technologien, um Sicherheit und Zuverlässigkeit zu gewährleisten.

Zusätzlich würden für den Transport, die Montage und die Wartung eines Kernreaktors auf dem Mond komplexe logistische Anstrengungen erforderlich sein. Die geschätzte Kapazität dieses Reaktors läge bei 100 Kilowatt gegenüber den ursprünglich geschätzten 40 Kilowatt. 

Diese Informationen stammen aus einem internen Memo, in dem Duffy schreibt: „Um diese entscheidende Technologie voranzutreiben, eine zukünftige Mondwirtschaft zu unterstützen, eine Hochleistungs-Energieerzeugung auf dem Mars zu ermöglichen und unsere nationale Sicherheit im Weltraum zu gewährleisten, ist es unerlässlich, dass die Agentur schnell handelt.“

Dieses Projekt ist eine direkte Reaktion auf das „International Lunar Research Station (ILRS)“-Projekt, einen gemeinsamen Plan von China und Russland. Im Rahmen dieses Plans wollen die Länder multidisziplinäre Forschung betreiben. Duffy hält dies in dem Memo für ein mögliches Risiko, da Russland und China eine Sperrzone errichten könnten. Dies würde ihnen den Zugang zu Ressourcen sichern und gleichzeitig den Zugang anderer Nationen einschränken.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2025-08 > NASA will Kernreaktor auf dem Mond bauen - bisherige Zeitpläne zur Umsetzung werden beschleunigt
Autor: Daniela Morales Soler, 12.08.2025 (Update: 13.08.2025)