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OLED-Display oder IPS-Screen: Was macht mehr Sinn für Outdoor-Phones?

OLED- oder IPS-Display fürs Outdoor-Smartphone? Keine leichte Frage. (Bild erstellt mit ChatGPT)
OLED- oder IPS-Display fürs Outdoor-Smartphone? Keine leichte Frage. (Bild erstellt mit ChatGPT)
Schon bei herkömmlichen Handys ist es ein ewiger Streit: IPS- oder OLED-Display? Beide haben Vorteile, man muss aber auch Manches beachten. Bei robusten Smartphones für Draußen gelten nochmals andere Anforderungen, welche Displaytechnologie macht hier also mehr Sinn?

So ein OLED-Screen ist schon eine tolle Sache: Starke und exakte Farbwiedergabe und tiefes Schwarz. Dazu bei hochwertigen Panels auf Wunsch eine hohe Leuchtkraft und durch die Möglichkeit zur vollständigen Abschaltung einzelner Leuchtpunkte auch ein potenziell geringerer Stromverbrauch.

Das klingt doch ideal für Outdoor-Phones, die man oft in sehr hellen Umgebungen verwendet und die man auch mal längere Zeit in Gegenden betreibt, wo eine Steckdose nicht sofort erreichbar ist. Dennoch werden in vielen Geräten der Klasse noch IPS-Screens verbaut, warum ist das so?

Wir haben vor Kurzem das Oukitel WP210 getestet, welches schon für um die 340 Euro angeboten wird (bei amazon.de ist es derzeit noch teurer), nach IP68/69K vor den Elementen geschützt ist und tatsächlich einen OLED-Screen mitbringt. So können wir uns also anschauen, ob die Displaytechnologie dort tatsächlich Vorteile hat.

Den potenziellen Vorteil in Sachen Helligkeit hat der Hersteller schon mal nicht ausgenutzt: Mit um die 523 cd/m² ist der Bildschirm auch nicht viel heller als vergleichbare Geräte mit IPS-Screen. Beim Oukitel WP210 kommt noch hinzu, dass das Smartphonedisplay nicht sonderlich gut kalibriert ist. Es gibt zwar verschiedene Modi für die Farbdarstellung, aber auch diese bringen keine wirkliche Verbesserung. So wird Weiß zwar recht exakt gezeigt, dunklere Graustufen besitzen allerdings einen Blaustich.

Farben sind zudem viel zu übersättigt. Man sieht also, dass eine gute Kalibrierung nötig ist, dann kann OLED tatsächlich Vorteile für Outdoor-Phones bringen. Ein positives Beispiel ist beispielsweise das Motorola ThinkPhone 25: Hell und mit sehr exakter Farbdarstellung.

Und einen großen Nachteil haben OLED-Displays: Sie müssen technologiebedingt PWM verwenden, um die Helligkeit zu dimmen. Das führt aber zwangsweise zu einem Flackern, welches bei empfindlichen Nutzern Kopfschmerzen oder eine Ermüdung der Augen herbeiführen kann. Mittels DC Dimming lassen sich diese Probleme mildern, es muss dafür aber ordentlich implementiert sein. Beim Oukitel WP210 ist das Flackern an die Bildrate des Screens angepasst, sollte also nicht zu sehr auffallen. Dennoch sollte man den Bildschirm im Zweifelsfall vor dem Kauf einmal ausprobieren.

Fazit

OLED macht in der Theorie für Outdoor-Phones viel Sinn: Es kann den Bildschirminhalt auch in hellen Umgebungen sichtbar machen, zeigt für professionelle Anwendungen bei Bedarf sehr exakte Farben und kann bei viel Schwarz auf dem Bildschirm auf langen Touren Energie sparen. Allerdings muss es dafür richtig implementiert sein, was bei günstigen Outdoor-Phones wie dem Oukitel WP210 nicht immer der Fall ist.

Übrigens haben wir in unserem ausführlichen Test zum Oukitel WP210 den OLED-Screen sehr genau unter die Lupe genommen und zeigen dort auch das PWM-Chart aus dem Oszilloskop oder die Messungen der Farbdarstellung mit dem Spektralphotometer.

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Autor: Florian Schmitt, 19.08.2025 (Update: 19.08.2025)