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SpaceX Starlink Mobile bekommt Konkurrenz: Amazon übernimmt Apples Satellitenpartner

Apple iPhones können bereits seit Jahren per Satellit kommunizieren
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Apple iPhones können bereits seit Jahren per Satellit kommunizieren
Amazon wird noch vor dem geplanten Börsengang zu einem direkten Konkurrenten von SpaceX Starlink Mobile. Das Unternehmen hat der Übernahme von Globalstar für umgerechnet fast 10 Milliarden Euro zugestimmt, sichert sich damit dessen D2D-Mobilfunk-Satellitenlizenzen und übernimmt zugleich die große iPhone-Nutzerbasis für Apples Notruf SOS und weitere Satellitenfunktionen.

Amazon hat gerade die vollständige Übernahme des Satellitendienstleisters Globalstar angekündigt, in den Apple seit dem iPhone 14 bereits knapp 1,3 Milliarden Euro investiert hat, um Notruf SOS über Satellit zu ermöglichen.

Die Globalstar-Konstellation soll in Amazons erdnahes Leo-Netzwerk integriert werden, und auch die Partnerschaft mit Apple bleibt bestehen. Amazon Leo soll damit künftig weiter Satellitenfunktionen auf unterstützten iPhone-Modellen und Wearables wie der Apple Watch Ultra 3 (bei Amazon bestellbar). Dazu zählen Notfallnachrichten, aber auch "Nachrichten", "Wo ist?" und Pannenhilfe, womit Amazon potenziell Hunderte Millionen Kunden erreicht.

Was Amazon damit erhält, sind die weltweit genehmigten MSS-Spektrumlizenzen von Globalstar, also regulatorische Genehmigungen, deren Aufbau viele Jahre dauert. Mit der Zahlung von 9,8 Milliarden Euro kann Amazon diesen Prozess deutlich abkürzen. Das klingt zwar nach einer hohen Summe, SpaceX hat für das Dish-Spektrum, das den Start seines Starlink-Mobile-5G-Dienstes direkt auf Smartphones ermöglichen soll, allerdings umgerechnet 13,6 Milliarden Euro gezahlt.

Ab 2028 will Amazon Leo dann ein eigenes Direct-to-Device-Satellitensystem der nächsten Generation einsetzen, das Sprache, Daten und Nachrichten direkt an gewöhnliche Mobilfunkgeräte überträgt, ganz ohne spezielle Hardware, ähnlich wie Starlink Mobile. Amazon erklärt, dass die neue D2D-Architektur eine deutlich höhere Spektrumeffizienz als ältere Direct-to-Cell-Systeme erreichen soll. Das deutet klar darauf hin, dass das Unternehmen Dienste wie T-Satellite von T-Mobile angreifen will, der von Starlink bereitgestellt wird.

Das vollständige Amazon-Leo-Netzwerk soll aus Tausenden Satelliten bestehen und weltweit Hunderte Millionen Endgeräte unterstützen. Der Abschluss der Transaktion ist für 2027 vorgesehen, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung, nachdem die Aktionäre von Globalstar bereits zugestimmt haben.

Während SpaceX mit Starlink derzeit sowohl beim Satelliten-Breitband als auch bei Direct-to-Cell-Diensten dominiert, könnte Amazon Leo mit dem Spektrum von Globalstar und Apples Nutzerbasis zu einer ernsthaften Konkurrenz werden, gerade weil SpaceX mit Starlink als wichtigster Einnahmequelle auf einen Börsengang in Rekordgröße zielt.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-04 > SpaceX Starlink Mobile bekommt Konkurrenz: Amazon übernimmt Apples Satellitenpartner
Autor: Daniel Zlatev, 15.04.2026 (Update: 15.04.2026)