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SpaceX: Starlink-Satellit von Anomalie betroffen, ISS und Artemis II nicht gefährdet

Die SpaceX Falcon Rakete beim Start
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Die SpaceX Falcon Rakete beim Start
SpaceX hatte innerhalb von drei Monaten mit zwei Vorfällen bei Starlink-Satelliten zu kämpfen, die beide als "Anomalien" bezeichnet wurden, ohne dass die Ursachen bislang offengelegt wurden. Zwar betont SpaceX, dass das Trümmerfeld weder die ISS noch die Artemis-II-Mission zum Mond gefährde, doch angesichts von inzwischen 9.500 Satelliten und weiterem Wachstum wird Weltraummüll zunehmend zum Problem.

Offenbar hat SpaceX erneut mit außer Kontrolle geratenen Starlink-Satelliten zu kämpfen. Das Unternehmen teilte mit, dass der Satellit Starlink 34343 am 29. März in 560 km Höhe über der Erde eine „Anomalie“ erlitten habe und der Kontakt abgebrochen sei. Das deutet wahrscheinlich darauf hin, dass er sich in einem Zombie-Zustand befindet, in dem er aus irgendeinem Grund weder Befehle empfangen noch seine Ionentriebwerke zünden kann und langsam dem atmosphärischen Widerstand nachgibt.

Es ist bereits das zweite Mal innerhalb von etwas mehr als drei Monaten, dass ein Starlink-Satellit infolge einer offenbar fehlerbedingten Störung im Orbit Trümmer erzeugt hat, während er Internetverbindungen zur Erde bereitstellte. Der erste Fall ereignete sich am 17. Dezember, als Satellit 35956 eine Entlüftung des Antriebstanks, einen Orbitabfall um 4 km und den Ausstoß einer kleinen Zahl verfolgbarer Objekte in 418 km Höhe verzeichnete. Auch diesen Vorfall bezeichnete SpaceX damals als Anomalie und erklärte, die Ursache werde untersucht. Seitdem gab es kein weiteres Update.

Die „jüngste Analyse zeigt, dass das Ereignis kein neues Risiko für die Raumstation, ihre Besatzung oder den bevorstehenden Start von NASAs Artemis-II-Mission darstellt“, erklärte SpaceX mit Blick auf das aktuelle Mondprogramm der US-Raumfahrtbehörde. Die Aussage, dass keine Gefahr für die ISS bestehe, ist technisch korrekt, da die Station in rund 400 km Höhe umläuft und damit deutlich unter der aktuellen Umlaufbahn von Starlink 34343 in 560 km liegt.

Ein mögliches Kollisionsrisiko würde erst während des endgültigen Abstiegs des Satelliten entstehen, möglicherweise erst in ferner Zukunft. Damit hätten NASA, SpaceX und die US Space Force ausreichend Zeit, die Lage zu verfolgen und bei Bedarf zu reagieren. Das passive Deorbiting-Design von SpaceX sorgt zudem dafür, dass der defekte Satellit sich letztlich selbst beseitigt und beim Wiedereintritt vollständig verglüht, anstatt dauerhaft den Friedhofsorbit zu belasten.

Dennoch betreibt Starlink derzeit mehr als 9.500 Satelliten, was rund 65 Prozent aller funktionsfähigen Satelliten im Orbit entspricht, während die Konstellation weiter wächst. Der Vorfall im Dezember hat die Debatte über Transparenz und internationale Benachrichtigungsverfahren erneut angefacht, und SpaceX hat die Ursache bislang weder für das damalige noch für das aktuelle Ereignis offengelegt, trotz der offenen Kommunikation über die Zwischenfälle. Nur wenige Stunden nach der Bestätigung der jüngsten Anomalie im März startete SpaceX jedoch 29 neue Starlink-Satelliten. Nach dem vorherigen Vorfall hatte es dagegen zwei Wochen lang keinen weiteren Start gegeben.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-03 > SpaceX: Starlink-Satellit von Anomalie betroffen, ISS und Artemis II nicht gefährdet
Autor: Daniel Zlatev, 31.03.2026 (Update: 31.03.2026)