Früher war ein Wacom-Tablet mit Eingabestift ein Zubehör für den PC, heute zeichnen viele Kreative direkt auf ihrem Tablet: Eine gute Toucherkennung, verschiedene Bildschirmmodi, elaborierte Apps und auch besser Eingabestifte haben es möglich gemacht. Oft fällt die Wahl dabei auf ein iPad Pro, aber es gibt auch deutlich günstigere Möglichkeiten.
Kreativ-Tablet schon für unter 200 Euro
Das Teclast Art Pad Air hatten wir vor Kurzem im Test und es kommt je nach Händler sogar mit einem Eingabestift und einer Tastaturhülle. Aktuell am besten verfügbar ist das Tablet über Temu, wobei es auch bei amazon.de gelistet ist. Das ArtPad Air kostet keine 150 Euro, kann man für das Geld wirklich eine sinnvolle Leistung im Kreativ-Bereich erwarten?
Der Eingabestift überzeugt
Der Teclast T-Pen liegt schon mal gut in der Hand und beherrscht 4.096 Druckstufen, erfüllt also die grundlegenden Voraussetzungen für flüssiges Arbeiten. Man kann ihn zur Aufbewahrung oben am Tablet magnetisch befestigen. Laden kann man ihn über eine USB-Buchse. Hier gibt es natürlich Abzüge beim Komfort: Bei teureren Tablets kann man den Stylus über eine Induktionsspule meist kabellos laden.
Der Stift ist kompatibel mit dem universellen USI-2.0-Protokoll, kann also auch an anderen Tablets genutzt werden. Die Spitzen lassen sich austauschen und der Stift enthält auch eine Taste, welche zum Aktivieren und zum Umschalten der Radierfunktion genutzt wird.
Praxistest beim Zeichnen
Die Handballenerkennung auf dem ArtPad Air funktioniert recht zuverlässig, sodass man sich keine Sorgen über unbeabsichtigte Eingaben machen muss. Der Stift ist sofort einsatzbereit und man kann dank der 4.096 Druckstufen auch feine Linien zeichnen.
Der Bildschirm des ArtPad Air bietet verschiedene Modi, beispielsweise einen Pastel- oder einen Schwarz-Weiß-Modus, welche sich gut für die jeweilige Farbart eigenen. So ganz erschließt sich uns der Sinn dahinter allerdings nicht, da ja auch im Vollfarbmodus die entsprechenden Farb- oder Graustufen dargestellt werden können. Allenfalls bieten die Modi etwas weniger Ablenkung.
Das etwas quadratischere Bildschirmformat ist gut für Dokumente und Zeichnungen geeignet. Allerdings ist die Farbdarstellung eher schwierig, da man exakte Farbtöne kaum trifft.
Fazit
Wenn sich Teclast etwas mehr Mühe bei der Kalibrierung der Display-Farben gegeben hätte, wäre das Teclast ArtPad Air eine noch ernstzunehmendere Konkurrenz. So kommt es wohl für Profis nicht in Frage. Auch die Leistung ist dafür zu gering, mehr dazu erfahren Sie in unserem ausführlichen Testbericht.













