Notebookcheck

Test Dell Latitude 5580 (Full-HD, i5-7300U) Laptop

Nino Ricchizzi, 👁 Sebastian Jentsch, Stefanie Voigt, 06.07.2017

Klappe, die Zweite. Zum zweiten Mal dürfen wir das Dell Latitude 5580 begrüßen. Zuvor wurde der Gesamteindruck durch ein schwaches TN-Panel getrübt. In diesem Test tritt das 15- große Latitude mit Full-HD-IPS-Panel und gepimpter CPU an.

Erst kürzlich begrüßten wir das Dell Latitude 5580 auf unserem Prüfstand. Hierbei konnte sich das Einstiegs-Business-Gerät besonders für den Office-Bereich unter Beweis stellen. Mit einem souveränen Durchhaltevermögen und guten Eingabegeräten hinterließ das Latitude einen bleibenden Eindruck. Nichtsdestotrotz warf das 768p-TN-Panel einen dunklen Schatten über das Testgerät. Aus diesem Grund freuen wir uns umso mehr, nun eine Konfiguration mit Full-HD-IPS-Panel und etwas stärkerer Intel-Core-i5-7300U-CPU unter die Lupe zu nehmen. Preislich ist der Office-Partner für 810 Euro erhältlich. Wählen wir als Bezugsquelle die offizielle Shopseite von Dell, fallen die Kosten deutlich höher aus. Mit 969 Euro zzgl. Mehrwertsteuer wird der Preis dort angegeben. 

Da wir uns nur auf die wesentlichen Unterschiede zu unserem bereits getesteten Modell beschränken wollen, verweisen wir an dieser Stelle für weitere Details auf den ausführlichen Test des Dell Latitude 5580.

Wie in unserem vorherigen Test begleiten uns auch hier einige Vergleichs-Notebooks. Neben dem sparsam konfigurierten Latitude 5580 gesellt sich das Lenovo ThinkPad T470s zu der Runde. Das ThinkPad verfügt über beinahe äquivalente Leistungsmerkmale wie unser Dell Latitude 5580. Allerdings verfügt der Laptop aus dem Hause Lenovo über eine schnellere 256-GB-SSD.

Dell Latitude 5580
Grafikkarte
Intel HD Graphics 620, Kerntakt: 300 MHz, Speichertakt: 1067 MHz, 21.20.16.4627 WHQL
Hauptspeicher
8192 MB 
, DDR4, Single-Channel, 1/2 Slots belegt
Bildschirm
15.6 Zoll 16:9, 1920 x 1080 Pixel 141 PPI, BOE NV15N42, IPS, spiegelnd: nein
Mainboard
Intel Kaby Lake-U iHDCP 2.2 Premium PCH
Massenspeicher
Toshiba MQ01ACF050, 500 GB 
, 7200 U/Min
Soundkarte
Intel Kaby Lake-U/Y PCH - High Definition Audio
Anschlüsse
3 USB 3.0 / 3.1 Gen1, 1 VGA, 1 HDMI, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: Audio-Combo, Card Reader: SD, 1 SmartCard, 1 Fingerprint Reader, NFC
Netzwerk
Intel Ethernet Connection I219-LM (10/100/1000/2500/5000MBit/s), Intel Dual Band Wireless-AC 8265 (a/b/g/n = Wi-Fi 4/ac = Wi-Fi 5), Bluetooth 4.1, WWAN-Slot
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 23.25 x 376 x 250.65
Akku
68 Wh Lithium-Polymer, 4 Zellen
Betriebssystem
Microsoft Windows 10 Pro 64 Bit
Kamera
Webcam: 720p
Sonstiges
Lautsprecher: Stereo-Lautsprecher, Tastatur: Chiclet, Tastatur-Beleuchtung: ja, 36 Monate Garantie
Gewicht
2.2 kg, Netzteil: 290 g
Preis
809 Euro
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

Sicherheit

In unserer Konfiguration finden neben des Kensington Locks noch zwei weitere Sicherheitsmerkmale ihren Platz. Zum einen wird ein Finger-Print-Scanner eingesetzt. Dieser dient beispielsweise der Anmeldung im Windows System. Die Anmeldung erfolgt ohne größere Verzögerung nach Auflegen des Fingers. Zum anderen liefert unser vorliegendes Modell einen Smartcard Reader rechts neben dem Touchpad.

Display

Pixelraster
Pixelraster

Eine schlechte Farbwiedergabe, eine geringe Auflösung und ein nur durchschnittlich helles TN-Panel waren uns im vorherigen Test ein Dorn im Auge. Die Unterschiede des uns vorliegenden Latitude 5580 belaufen sich vor allem auf die Verwendung eines hochwertigen und höher aufgelösten IPS-Panels. Das aus dem Hause BOE stammende Display verfügt nun über eine angemessene Full-HD-Auflösung. Bei der durchschnittlichen Helligkeit des matten Displays hat sich nichts getan. Wir messen hier einen Wert von 223,6 cd/m². Das Lenovo ThinkPad T470s schneidet mit 264 cd/m² marginal besser ab. 

Eine eher subjektiv wahrnehmbare Verbesserung stellen wir beim Bildschirm-Flackern fest (PWM). Aufgrund einer vierfach höheren Frequenz sollte es bei empfindlichen Personen zu keinen Problemen kommen.

243
cd/m²
231
cd/m²
225
cd/m²
229
cd/m²
234
cd/m²
221
cd/m²
205
cd/m²
217
cd/m²
207
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
BOE NV15N42
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 243 cd/m² Durchschnitt: 223.6 cd/m² Minimum: 11 cd/m²
Ausleuchtung: 84 %
Helligkeit Akku: 234 cd/m²
Kontrast: 1300:1 (Schwarzwert: 0.18 cd/m²)
ΔE Color 5.3 | 0.6-29.43 Ø6
ΔE Greyscale 4 | 0.64-98 Ø6.3
60% sRGB (Argyll 3D) 39% AdobeRGB 1998 (Argyll 3D)
Gamma: 2.46
Dell Latitude 5580
BOE NV15N42, , 1920x1080, 15.6
Dell Latitude 5580
1366x768, 15.6
Lenovo ThinkPad T470s-20HGS00V00
B140QAN01.5, , 2560x1440, 14
Response Times
-13%
3%
Response Time Grey 50% / Grey 80% *
43 (23, 20)
30 (19.2, 10.8)
30%
46.4 (20.4, 26)
-8%
Response Time Black / White *
33 (19, 14)
29.6 (21.2, 8.4)
10%
28.8 (16.4, 12.4)
13%
PWM Frequency
1020 (90)
201.6 (99)
-80%
Bildschirm
-79%
-1%
Helligkeit Bildmitte
234
238
2%
327
40%
Brightness
224
216
-4%
311
39%
Brightness Distribution
84
83
-1%
88
5%
Schwarzwert *
0.18
0.53
-194%
0.25
-39%
Kontrast
1300
449
-65%
1308
1%
DeltaE Colorchecker *
5.3
10.8
-104%
6.1
-15%
Colorchecker DeltaE2000 max. *
9.09
29.3
-222%
12.2
-34%
DeltaE Graustufen *
4
12.1
-203%
8.8
-120%
Gamma
2.46 89%
2.25 98%
2.18 101%
CCT
6441 101%
14344 45%
6172 105%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
39
38.3
-2%
61.56
58%
Color Space (Percent of sRGB)
60
59.9
0%
94.88
58%
Durchschnitt gesamt (Programm / Settings)
-46% / -64%
1% / -0%

* ... kleinere Werte sind besser

Ebenfalls positiv vermerken wir einen geringen Schwarzwert von 0,18 cd/m², welcher dazu beiträgt, ein sattes Schwarz zu erzeugen. 

In der CalMAN-Analyse vernehmen wir für ein IPS-Panel typisch gute Werte. Die deltaE-Abweichungen der Farben liegt bei 5,3, was etwas besser als beim Lenovo Thinkpad T470s ausfällt und sogar doppelt so gut wie beim anders konfigurierten Latitude 5580.

Ebenso schneiden die Graustufen mit einer Abweichung von 4 enorm besser ab. Besonders von Vorteil: Auch ohne Kalibrierung des Displays ist kein Blaustich erkennbar. Dies war im Latitude mit dem TN-Panel ein äußerst gravierendes Problem.

Die Farbraumabdeckung fällt im sRGB-Raum (60 %) und im AdobeRGB-Raum (39 %) gering aus.

CalMAN ColorChecker unkalibriert
CalMAN ColorChecker unkalibriert
CalMAN GreyScale unkalibriert
CalMAN GreyScale unkalibriert
CalMAN SaturationSweeps unkalibriert
CalMAN SaturationSweeps unkalibriert
sRGB-Farbraumabdeckung
sRGB-Farbraumabdeckung
CalMAN ColorChecker kalibriert
CalMAN ColorChecker kalibriert
CalMAN ColorChecker kalibriert
CalMAN ColorChecker kalibriert
CalMAN SaturationSweeps kalibriert
CalMAN SaturationSweeps kalibriert
AdobeRGB-Farbraumabdeckung
AdobeRGB-Farbraumabdeckung

Solange wir eine direkte Sonneneinstrahlung meiden und einen schattigen Ort aufsuchen, ist der Einsatz im Außenbereich dank dem matten Display bedenkenlos möglich.

düstere Aussicht im Außeneinsatz
düstere Aussicht im Außeneinsatz

Reaktionszeiten (Response Times) des Displays

Die Reaktionszeiten (Response Times) beschreiben wie schnell zwischen zwei Farben eines Pixels umgeschaltet werden kann. Langsame Response Times können zu einer verschwommenen Darstellung, Schlieren und Geisterbilder führen. Besonders bei schnellen 3D-Spielen sind kurze Umschaltzeiten wichtig.
       Reaktionszeiten Schwarz zu Weiss
33 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 19 ms steigend
↘ 14 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind langsam und dadurch für viele Spieler wahrscheinlich zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.8 (Minimum) zu 240 (Maximum) ms. » 86 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten schlechter als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (25 ms).
       Reaktionszeiten 50% Grau zu 80% Grau
43 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 23 ms steigend
↘ 20 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind langsam und dadurch für viele Spieler wahrscheinlich zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.9 (Minimum) zu 636 (Maximum) ms. » 61 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten durchschnittlich (39.8 ms).

Bildschirm-Flackern / PWM (Pulse-Width Modulation)

Eine günstige Methode um die Helligkeit eines Bildschirms zu steuern, ist die Beleuchtung periodisch ein- und auszuschalten. Dies nennt sich PWM (Pulsweitenmodulation) Diese Umschaltung sollte mit einer hohen Frequenz stattfinden damit das menschliche Auge kein Flimmern wahrnimmt. Wenn die Frequenz zu niedrig ist, kann dies zu Ermüdungserscheinungen, Augenbrennen, Kopfweh und auch sichtbaren Flackern führen.
Flackern / PWM festgestellt 1020 Hz
≤ 90 cd/m² Helligkeit

Das Display flackert mit 1020 Hz (höchstwahrscheinlich durch Pulsweitenmodulation PWM) bei einer eingestellten Helligkeit von 90 cd/m² und darunter. Darüber sollte es zu keinem Flackern kommen.

Die Frequenz von 1020 Hz ist sehr hoch und sollte daher auch bei empfindlichen Personen zu keinen Problemen führen.

Die Helligkeitsschwankungen traten im Test nur bei relativ geringer Helligkeit auf, daher kann es z.B. in dunklen Innenräumen zu Problemen kommen.

Im Vergleich: 51 % aller getesteten Geräte nutzten kein PWM um die Helligkeit zu reduzieren. Wenn PWM eingesetzt wurde, dann bei einer Frequenz von durchschnittlich 9418 (Minimum 43, Maximum 142900) Hz.

Da in unserer Variante ein IPS-Panel eingesetzt wird, werden Farben und Helligkeit unter verschiedenen Blickwinkeln nicht verfälscht.

Leistung

LatencyMon
LatencyMon

Wie wir es vom Hersteller gewohnt sind, werden je nach Budget verschiedene Konfigurationen bereitgestellt. Unsere vorliegende Konfiguration gilt als Spitzenmodell dieser Reihe. Ziel der Latitude-5580-Serie ist es, den Anspruch an den beruflichen und privaten Office-Alltag zu bewältigen. Dies gelingt in unserem Fall mit einer Intel-Core-i5-CPU, einem 8 GB großen Arbeitsspeicher und einer 500-GB-Magnetfestplatte. Unser Modell ist derzeit für 800 Euro erhältlich.

Prozessor

Die zweite Änderung in unserem aktuell konfigurierten Latitude ist ein Intel Core i5-7300U. Der Unterschied zum Intel Core i5-7200U beschränkt sich auf die höheren Taktraten. Anstatt mit einer Bandbreite von 2.500–3.100 MHz auskommen zu müssen, erreicht die eingesetzte CPU hier 2.600–3.500 MHz.

Mit Hilfe des Cinebench R15 wollen wir den Leistungsunterschied feststellen. Das Ergebnis im Multi-Core-Test erstaunt uns: kein Leistungszuwachs. Mit rund 330 Punkten schneidet das uns vorliegende Testgerät äquivalent zu seinem bereits getesteten Partner ab. Den Grund finden wir bei der Analyse der Taktraten: Sobald der Cinebench Benchmark gestartet wird, fällt der Prozessortakt auf konstant 3.100 MHz. Dass dieses Verhalten nicht die Regel ist, beweist das Lenovo ThinkPad T470s mit einer Punktzahl von fast 370 Punkten. 

Ob der enttäuschende Mehrwert an Prozessorleistung Auswirkungen auf die System Performance hat, wollen wir im nächsten Abschnitt überprüfen. 

Immerhin bleibt die Rechenleistung auch ohne Netzbetrieb konstant. Die Punktzahl weicht auch nach einer Dauer von Cinebench-Durchläufen nicht von dem Ergebnis ab.

Weitere Vergleiche und Ergebnisse zu den eingesetzten Prozessoren finden sich in unserem Artikel der Benchmark-Liste aktueller Notebook Prozessoren.

0102030405060708090100110120130140150160170180190200210220230240250260270280290300310320330340Tooltip
Cinebench R15 CPU Multi 64 Bit
Cinebench R15
CPU Single 64Bit
Dell Latitude 5289
Intel Core i5-7300U
145 Points ∼100% +2%
Lenovo ThinkPad T470s-20HF0012US
Intel Core i5-7300U
143 Points ∼99% +1%
Dell Latitude 5580
Intel Core i5-7300U
142 Points ∼98%
Microsoft Surface Pro (2017) i5
Intel Core i5-7300U
141 Points ∼97% -1%
Dell Latitude 5580
Intel Core i5-7200U
127 Points ∼88% -11%
CPU Multi 64Bit
Lenovo ThinkPad T470s-20HF0012US
Intel Core i5-7300U
369 Points ∼100% +13%
Dell Latitude 5289
Intel Core i5-7300U
340 Points ∼92% +4%
Microsoft Surface Pro (2017) i5
Intel Core i5-7300U
334 Points ∼91% +2%
Dell Latitude 5580
Intel Core i5-7300U
328 Points ∼89%
Dell Latitude 5580
Intel Core i5-7200U
327 Points ∼89% 0%
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
142 Points
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
328 Points
Cinebench R15 OpenGL 64Bit
97.8 fps
Cinebench R15 Ref. Match 64Bit
38.11 %
Hilfe

System Performance

Während unserer Testlaufzeit lief das System des Latitudes stets rund. Hin und wieder vermissten wir einen schnelleren SSD-Speicher, der aber bei Bedarf nachgerüstet werden kann. 

Im System-Benchmark PCMark 8 wollen wir überprüfen, ob die hier verwendete CPU Auswirkungen auf die Systemleistung mit sich bringt. Leider fällt das Ergebnis eher mau aus. Mit 3.300 Punkten schneidet unser Testkandidat genauso wie das eigentlich schwächer konfigurierte Modell aus.

PCMark 8
Work Score Accelerated v2
Lenovo ThinkPad T470s-20HF0012US
HD Graphics 620, 7300U, Samsung PM961 MZVLW256HEHP
4999 Points ∼100%
HP EliteBook x360 1030 G2
HD Graphics 620, 7300U, Sandisk SD8TN8U-256G-1006
4803 Points ∼96%
Dell Latitude 5580
HD Graphics 620, 7200U, Seagate ST500LM021-1KJ15
4390 Points ∼88%
HP Probook 650 G3 Z2W44ET
HD Graphics 620, 7200U, Hitachi Travelstar Z7K500 HTS725050A7E630
4118 Points ∼82%
Microsoft Surface Pro (2017) i5
HD Graphics 620, 7300U, Samsung PM971 KUS030202M
3983 Points ∼80%
Home Score Accelerated v2
Lenovo ThinkPad T470s-20HF0012US
HD Graphics 620, 7300U, Samsung PM961 MZVLW256HEHP
3987 Points ∼100% +21%
HP EliteBook x360 1030 G2
HD Graphics 620, 7300U, Sandisk SD8TN8U-256G-1006
3774 Points ∼95% +14%
Dell Latitude 5580
HD Graphics 620, 7200U, Seagate ST500LM021-1KJ15
3345 Points ∼84% +1%
Dell Latitude 5580
HD Graphics 620, 7300U, Toshiba MQ01ACF050
3300 Points ∼83%
HP Probook 650 G3 Z2W44ET
HD Graphics 620, 7200U, Hitachi Travelstar Z7K500 HTS725050A7E630
3149 Points ∼79% -5%
Microsoft Surface Pro (2017) i5
HD Graphics 620, 7300U, Samsung PM971 KUS030202M
2936 Points ∼74% -11%
Acer Aspire E5-774-54HJ
HD Graphics 620, 7200U, Western Digital Scorpio Blue WD5000LPCX-24C6HT0
2854 Points ∼72% -14%
PCMark 8 Home Score Accelerated v2
3300 Punkte
Hilfe

Grafikkarte

Wie in unserem letzten Test kommt eine interne Intel HD Graphics 620 zum Einsatz. Diese schneidet mit 1.540 Punkten im 3DMark 11 erstaunliche 200 Punkte besser ab, als der von uns bereits getestete Kandidat. Selbst im Akku-Betrieb ist nichts mehr an der Punktzahl zu rütteln. Somit kann auch im mobilen Akku-Betrieb die volle Leistung erwartet werden.

3DMark 11 - 1280x720 Performance GPU
Lenovo ThinkPad T470s-20HGS00V00
Intel HD Graphics 620, Intel Core i7-7600U
1777 Points ∼100% +23%
Dell Latitude 5289
Intel HD Graphics 620, Intel Core i5-7300U
1627 Points ∼92% +13%
Lenovo ThinkPad T470s-20HF0012US
Intel HD Graphics 620, Intel Core i5-7300U
1578 Points ∼89% +10%
HP EliteBook x360 1030 G2
Intel HD Graphics 620, Intel Core i5-7300U
1476 Points ∼83% +3%
Dell Latitude 5580
Intel HD Graphics 620, Intel Core i5-7300U
1440 Points ∼81%
Dell Latitude 5580
Intel HD Graphics 620, Intel Core i5-7200U
1281 Points ∼72% -11%

Gaming Performance

Wer sich gelegentlich älteren Spieleklassikern bedient und dazu keine großen optischen Ansprüche hegt, wird mit der Intel HD Graphics 620 zufrieden sein. 

BioShock Infinite aus dem Jahr 2013  läuft bei minimalen Einstellungen mit knapp 40 fps halbwegs flüssig. Zunächst mag der Vergleich zum verwandten Test des Latitude 5580 überraschen. In dem schwächer konfigurierten Latitude 5580 schneidet der Spielebench mit 52 fps spürbar besser ab. 

Der Grund ist schnell gefunden: In unserem Fall arbeitet der Arbeitsspeicher nur im Single-Channel.

BioShock Infinite
1366x768 Medium Preset
Lenovo ThinkPad T470s-20HF0012US
HD Graphics 620, 7300U, Samsung PM961 MZVLW256HEHP
31.7 fps ∼100% +34%
Dell Latitude 5580
HD Graphics 620, 7200U, Seagate ST500LM021-1KJ15
29 fps ∼91% +23%
Dell Latitude 5580
HD Graphics 620, 7300U, Toshiba MQ01ACF050
23.6 fps ∼74%
1280x720 Very Low Preset
Lenovo ThinkPad T470s-20HF0012US
HD Graphics 620, 7300U, Samsung PM961 MZVLW256HEHP
54.6 fps ∼100% +38%
Dell Latitude 5580
HD Graphics 620, 7200U, Seagate ST500LM021-1KJ15
52 fps ∼95% +31%
Dell Latitude 5580
HD Graphics 620, 7300U, Toshiba MQ01ACF050
39.7 fps ∼73%
min. mittel hoch max.
BioShock Infinite (2013) 39.723.619.6fps

Emissionen

Geräuschemissionen

Bei den Geräuschcharakteristika können wir kaum einen Unterschied verzeichnen. Lediglich fällt auf, dass die HDD leiser als der Lüfter arbeitet. Hin und wieder ist nur ein HDD-Rauschen wahrnehmbar. 

In den meisten Fällen wird offenkundig, dass der Lüfter aktiv bleibt. Wählen wir den Windows Höchstleistungsbetrieb, bleibt das Gerät konstant hörbar.  

Unter Last verzeichnen wir einen Lautstärkeanstieg auf bis zu 37,6 dB(A). Das sind knapp 3 dB(A) mehr als beim vorangegangenen Test des Latitude. Die Lüfterfrequenz ist hierbei angenehm und wird nicht durch hochfrequente Geräusche gestört.

Lautstärkediagramm

Idle
32.8 / 32.8 / 33.6 dB(A)
Last
37.6 / 37.6 dB(A)
  red to green bar
 
 
30 dB
leise
40 dB(A)
deutlich hörbar
50 dB(A)
störend
 
min: dark, med: mid, max: light   Audix TM1, Arta (aus 15 cm gemessen)   Umgebungsgeräusche: 30.6 dB(A)

Temperatur

Stresstest
Stresstest

Während im Idle die Temperaturen auf unter 30 °C verharren, steigen diese unter Last auf bis zu 42 °C an. Das Latitude mit TN-Panel und niedriger getakteter CPU wurde bis zu 3,5 °C wärmer. Insgesamt ist die Hitzeverteilung gleichgeblieben. Der Hotspot befindet sich auf der Unterseite. Beim alltäglichen Surf-Betrieb durch das World Wide Web ist der Einsatz auf den Oberschenkeln ohne Probleme möglich.

Im nächsten Schritt betrachten wir die Wärmeentwicklung im Inneren. Dazu versetzten wir den Testkandidaten in den Last-Betrieb mittels Prime95 und FurMark. Nach einer Stunde Laufzeit beträgt die durchschnittliche Taktfrequenz der CPU 2.700 MHz. Dies entspricht 100 MHz mehr im Vergleich zum eigentlichen Basistakt. Während der ganzen Laufzeit steigt die Temperatur des Prozessors nicht auf über 70 °C. Nach Beendigung der Prozedur starten wir den 3DMark 11 und überprüfen, ob das Latitude 5580 die gewohnte Leistung abrufen kann. Da der 3DMark 11 genauso wie bei einem Kaltstart abschneidet, können wir davon ausgehen, dass die volle Leistung nach einem Last-Szenario abgerufen werden kann. 

Max. Last
 32.3 °C35.4 °C26.4 °C 
 32.4 °C33 °C26.5 °C 
 26.2 °C25.4 °C28.1 °C 
Maximal: 35.4 °C
Durchschnitt: 29.5 °C
39.9 °C26.4 °C34 °C
26.5 °C30.3 °C41.8 °C
28.4 °C26 °C26.3 °C
Maximal: 41.8 °C
Durchschnitt: 31.1 °C
Netzteil (max.)  34 °C | Raumtemperatur 22.8 °C | FIRT 550-Pocket
(+) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 29.5 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Office v7 auf 29.4 °C.
(+) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 35.4 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 33.9 °C (von 21.2 bis 62.5 °C für die Klasse Office v7).
(±) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 41.8 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 36.4 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 27.2 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 29.4 °C.
(+) Die Handballen und der Touchpad-Bereich sind mit gemessenen 28.1 °C kühler als die typische Hauttemperatur und fühlen sich dadurch kühl an.
(±) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 28.1 °C (0 °C).
Tastatur: Wärmeentwicklung bei Last
Tastatur: Wärmeentwicklung bei Last
Bodeneinheit: Wärmeentwicklung bei Last
Bodeneinheit: Wärmeentwicklung bei Last
Tastatur: Wärmeentwicklung im Idle
Tastatur: Wärmeentwicklung im Idle
Bodeneinheit: Wärmeentwicklung im Idle
Bodeneinheit: Wärmeentwicklung im Idle

Energieverwaltung

Energieaufnahme

Kurios ist der deutlich höhere Strombedarf im Idle. Im letzten Test des Latitude haben wir eine Leistungsaufnahme von 3,5–7,3 W gemessen. In unserem aktuellen Modell vernehmen wir einen Bedarf von 4,3–11,8 W. Unter Last steigt die Leistungsaufnahme auf bis zu 29 W an. Starten wir ausschließlich Prime95, messen wir 45 W. Der Unterschied zum Last-Betrieb ist wie folgt zu erklären: Prime95 zielt ausschließlich auf die Rechenleistung der CPU. Hierbei kann eine höhere Taktrate und somit mehr Leistung der CPU abverlangt werden.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.41 / 0.57 Watt
Idledarkmidlight 4.3 / 10.1 / 11.8 Watt
Last midlight 32 / 29 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Metrahit Energy
Dell Latitude 5580
7300U, HD Graphics 620, Toshiba MQ01ACF050, IPS, 1920x1080, 15.6
Lenovo ThinkPad T470s-20HF0012US
7300U, HD Graphics 620, Samsung PM961 MZVLW256HEHP, IPS, 1920x1080, 14
Dell Latitude 5580
7200U, HD Graphics 620, Seagate ST500LM021-1KJ15, TN LED, 1366x768, 15.6
HP Probook 650 G3 Z2W44ET
7200U, HD Graphics 620, Hitachi Travelstar Z7K500 HTS725050A7E630, TN LED, 1920x1080, 15.6
Stromverbrauch
-3%
19%
17%
Idle min *
4.3
4.8
-12%
3.5
19%
4
7%
Idle avg *
10.1
6.6
35%
6
41%
6.9
32%
Idle max *
11.8
7
41%
7.3
38%
7.6
36%
Last avg *
32
39.2
-23%
30.8
4%
29
9%
Last max *
29
44.8
-54%
31
-7%
28.7
1%

* ... kleinere Werte sind besser

Akkulaufzeit

Mit einer Kapazität von 68 Wh hat Dell die Latitude-E-Reihe etwas aufgestockt. Um eine für den Alltag realistische Laufzeit zu ermitteln, simulieren wir das Surfen im Netz. Erst nach über zehn Stunden muss das Latitude 5580 seinen Betrieb einstellen. Damit übersteht unser Testkandidat auch einen längeren Arbeitstag. Noch besser schneidet das alternativ konfigurierte Latitude mit 11,5 Stunden ab.

Akkulaufzeit
NBC WiFi Websurfing Battery Test 1.3
10h 13min
Dell Latitude 5580
7300U, HD Graphics 620, 68 Wh
Lenovo ThinkPad T470s-20HF0012US
7300U, HD Graphics 620, 51 Wh
Dell Latitude 5580
7200U, HD Graphics 620, 68 Wh
HP Probook 650 G3 Z2W44ET
7200U, HD Graphics 620, 48 Wh
Akkulaufzeit
-21%
14%
-24%
Idle
1062
1104
765
WLAN
613
487
-21%
697
14%
467
-24%
Last
172
133
177
H.264
402

Fazit

Pro

+ Thunderbolt nur optional
+ solide Eingabegeräte
+ 3x Speicherschächte; NVMe-Unterstützung
+ MIL STD 810G-zertifiziertes Gehäuse
+ schneller SD-Kartenleser
+ fairer Preis

Contra

- nur durchschnittliche Displayhelligkeit
- Systemlüfter stets hörbar
- keinen Leistungsvorteil zur i5-7200U-Variante
- kein E-Port (Docking)

Der Unterschied zu unserem bereits getesteten Modell des Latitude 5580 mag auf den erst Blick kein gravierender sein. Trotzdem rundet besonders das Full-HD-Display das Gesamtpaket ab. Schon im letzten Tests lobten wir die gelungenen Eingabegeräte, die sich selbst für längere Schreibabenteuer im Beruf und im Alltag eignen. Besonders für den Business-Bereich bietet Dell im Latitude 5580 zusätzlich einige wichtige Sicherheitsstandards. 
Das Prozessor-Update in dieser Konfigurationsvariante war ein Griff ins Leere. Die Mehrleistung ist laut den Benchmarks nicht wahrnehmbar. Bei der Akkulaufzeit hinkt der Testkandidat sogar eine Stunde hinterher.

Als Einstiegs-Business-Gerät oder als Office-Partner für den Alltag, das Dell Latitude beweist sich in seiner Gesamtheit als ein souveräner Begleiter. 

Interessant bleibt dennoch, den Vergleich zu dem Lenovo ThinkPad T470s zu hegen. Der Kontrahent verfügt über einen schnellen SSD-Speicher und konnte sich in unseren Benchmarks leistungsbereiter zeigen.

Dell Latitude 5580 - 02.07.2017 v6(old)
Nino Ricchizzi

Gehäuse
84 / 98 → 85%
Tastatur
88%
Pointing Device
90%
Konnektivität
61 / 80 → 77%
Gewicht
62 / 20-67 → 89%
Akkulaufzeit
93%
Display
86%
Leistung Spiele
54 / 68 → 80%
Leistung Anwendungen
85 / 92 → 93%
Temperatur
93%
Lautstärke
86%
Audio
56%
Kamera
44 / 85 → 52%
Durchschnitt
75%
86%
Office - gewichteter Durchschnitt
Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

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Autor: Nino Ricchizzi,  6.07.2017 (Update:  6.07.2017)
Nino Ricchizzi
Nino Ricchizzi - Editor
Von Kindesbeinen an hielt die Neugierde der Funktionsweise neuster technischer Errungenschaften an. Aus diesem Wissensdrang heraus folgte ein Studium der Mathematik und Informatik. Abseits der Welt der Testberichte arbeite ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter in dem Arbeitsbereich IT-Security/Cybersecurity für die Industrie 4.0.