Warnung vor Preisanpassungen: Batteriespeicher in der Krise?

Newsletter-Abonnenten des renommierten Händlers für Batteriezellen Gobelpower erhielten kürzlich (am 15.01.2026) eine E-Mail mit dem Betreff "LiFePO4 Cell Price Increase". Zu Deutsch: Die Preise von Lithium-Eisenphosphat-Batteriezellen würden in Kürze ansteigen. Wer noch von den alten, günstigeren Preisen profitieren möchte, müsse möglichst zügig bestellen. Klar - der Händler möchte ja ein Geschäft machen.
Auch in den Medien liest man derzeit wieder von steigenden Lithiumpreisen. Für diese Entwicklung seien verschiedenste Gründe verantwortlich, etwa das Streichen von Steuervergünstigungen bei Batterieexporten in China oder Maßnahmen der chinesischen Regierung gegen die Überproduktion von Lithium in den letzten Jahren.
Teurer als unmittelbar nach der Einführung
Konkret spricht Gobelpower von einer Erhöhung der Preise um rund 10 bis 20 Prozent. Um das einzuordnen, kann etwa der Preis von EVEs größter Batteriezelle MB56 herangezogen werden. Diese wurde im Sommer 2025 eingeführt, bietet eine Kapazität von über 2 kWh und kostete damals beim Händler nkon netto 117,61 Euro. Dort kostet diese mittlerweile 126,01 Euro und liegt damit rund ein halbes Jahr nach ihrer Vorstellung deutlich über dem Einführungspreis - ein Trend, den man eher selten sieht.
Tatsächlich lässt sich diese Preisentwicklung aber nicht unmittelbar auf Batteriespeicher für PV-Anlagen oder ähnliche Systeme übertragen. Denn um tatsächlich verwendbar zu sein, braucht es noch Leistungselektronik wie Batteriemanagementsysteme, Schutzschalter und natürlich einen Wechselrichter. Da bei fertigen Systemen (etwa von BYD, Fronius oder Hoymiles) die Zellen oft nur einen geringen Teil des Endkundenpreises ausmachen, wird man hier den Preisanstieg nicht so dramatisch spüren.

Bei Elektroautos ist hingegen eine größere Auswirkung denkbar, hier werden Batteriespeicher mit einer deutlich größeren Speicherkapazität benötigt. Damit fallen auch die gestiegenen Zellenpreise mehr ins Gewicht. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat beispielsweise der Hersteller CATL wieder andere Technologien ausgegraben. Natrium-Ionenbatterien sollen 2026 endlich den Durchbruch schaffen, zumindest wenn es nach CATL geht. Das liest man jedoch schon seit einigen Jahren.
















