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Websperre: Türkei sperrt Wikipedia

Websperre: Türkei sperrt Wikipedia
Websperre: Türkei sperrt Wikipedia
Die Türkei hat offiziell den Zugang zur Online-Enzyklopädie Wikipedia für seine Bürger gesperrt. Der Web-Block betrifft alle Sprachversionen der Website und wird über ein Gesetz zum Schutz der nationalen Sicherheit legitimiert.
Christian Hintze,

Seit 8 Uhr morgens lokaler Zeit registrierten die Nutzer die Sperre. Beim Versuch die Seite zu erreichen erhalten User die Meldung, dass die Seite nicht erreicht werden kann sowie ein „connection timed out“-Fehler.

Die türkische Behörde zur Überwachung der Telekommunikation rechtfertigt den Bann mit einem Gesetz zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und der nationalen Sicherheit. Nach technischer und rechtlicher Analyse habe man sich zu dem Schritt entschieden, heißt es. Einen genauen Grund gab die Behörde bisher nicht an. Die Maßnahme muss nun standardmäßig innerhalb von 24 Stunden von einem Gericht bestätigt werden, um aufrechterhalten zu bleiben.

Der neueste Bann vergrößert die Sorgen von Bürgerrechtsgruppen und den sogenannten westlichen Verbündeten. Nach der positiven Abstimmung für Erdogans Präsidialsystem und den massenhaften Inhaftierungen von Beamten und potentiellen Regime-Gegnern bildet der neue Bann von Wikipedia einen weiteren Schritt von Zensur und Einschränkung der Zivilgesellschaft in der Türkei.

Im Laufe des letzten Jahres wurden in der Türkei 81 Journalisten verhaftet, was das Land diesbezüglich in die Top Ten weltweit beförderte, behauptet zumindest das in New York ansässige Komitee zum Schutz von Journalisten.

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Christian Hintze
Christian Hintze - Managing Editor - 1676 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2016
Ein C64 markierte meinen Einstieg in die Welt der PCs. Mein Schülerpraktikum verbrachte ich in der Reparaturabteilung eines Computerladens, zum Abschluss durfte ich mir aus “Werkstattresten” einen 486er PC selbst zusammenbauen. Folglich begann ich später ein Informatikstudium an der Humboldt-Uni in Berlin, Psychologie kam hinzu. Nach meiner ersten Arbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni ging ich für ein Jahr nach London und arbeitete für Sega an der Qualitätssicherung von Computerspielübersetzungen, u.a. an Spielen wie Sonic & All-Stars Racing Transformed oder Company of Heroes. Seit 2017 schreibe ich für Notebookcheck.
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Autor: Christian Hintze, 29.04.2017 (Update: 29.04.2017)