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Xiaomi Mi A3 startet schon heute, niedrige HD-Auflösung enttäuscht

Das Xiaomi Mi A3 enttäuscht in der Preview angesichts der niedrigen Auflösung im Vergleich zu seinen Vorgängern.
Das Xiaomi Mi A3 enttäuscht in der Preview angesichts der niedrigen Auflösung im Vergleich zu seinen Vorgängern.
(Update: Details nach dem Launch offiziell) Das könnte sich als folgenschwere Fehlentscheidung Xiaomis entpuppen: Der von vielen sehnlichst erwartete Mi A2-Nachfolger kommt im Gegensatz zu diesem nur mit enttäuschender HD+-Auflösung auf den Markt, zumindest laut einem ersten Preview aus Malaysien. In Spanien startet das Mi A3 bereits heute Nachmittag.

Was sich Xiaomi wohl dabei gedacht hat? Unbemerkt von bisherigen Leaks, die zwar einige Specs verrieten aber in Bezug auf die Auflösung nicht so sehr ins Detail gingen, kommt das Mi A3 nun also mit HD+-Auflösung auf den Markt, zumindest laut einer ersten Hands-On-Preview aus Malaysien, welche schon vorab veröffentlicht wurde. Das enttäuscht gleich in mehrfacher Hinsicht, denn die niedrige Auflösung von horizontal wohl nur 720 Pixeln ist in 2019 im Preisbereich zwischen 200 und 300 Euro eigentlich bereits ausgestorben - außer bei Apple natürlich wo das iPhone Xr selbst um das Doppelte bis Dreifache dieses Preisniveaus mit weniger als Full-HD ausgestattet ist - aber das ist ein anderes Thema.

Die Entscheidung Xiaomis, hier nur ein HD+-Display zu integrieren, ist auch deswegen unverständlich, weil die beiden Vorgänger Mi A1 und Mi A2 beide Full-HD-Auflösung boten, zugegeben aber nicht in Form eines teureren AMOLED-Panels mit integriertem Fingerabdrucksensor. Ob es zusätzlich zum heute um 13.00 in Spanien startenden Mi A3 auch noch ein Pro-Modell mit höherer Auflösung geben wird, ist aktuell noch nicht bekannt. Das Mi A3 basiert zum Großteil auf dem Mi CC9e, dem abgespeckten Bruder des vor Kurzem in China gelaunchten Mi CC9, einer neuen Xiaomi-Marke, die insbesondere eine junge, Kamera-affine Zielgruppe ansprechen soll.

International mit Android One statt MIUI bietet das Mi A3 ansonsten eine gute Basis-Austattung mit 6 Zoll AMOLED-Display und integriertem Fingerabdrucksensor. Die 32 Megapixel Selfie-Cam steckt als kleine Waterdrop-Notch oberhalb des umstrittenen Panels. Die Triple-Cam an der Rückseite basiert auf einem 48 Megapixel Hauptsensor, flankiert von einer 8 MP-Ultraweitwinkel-Cam sowie 2 MP-Tiefensensor. Der Akku fasst 4.030 mAh und unterstützt 18 Watt Fast-Charging, mitgeliefert wird allerdings nur ein 10 Watt-Netzteil, auch das sehr "Apple-like". Der integrierte Prozessor ist wie erwartet der neue Snapdragon 665, die hier gezeigte Variante im "Kind of Grey"-Farbton bietet 4 GB RAM und 64 GB erweiterbaren Speicher. Ein Kopfhöreranschluss ist vorhanden.

Update nach dem offiziellen Launch 15:00

Wie erwartet, hat Xiaomi Spanien das Mi A3 offiziell in Europa eingeführt, andere Länder dürften in Kürze folgen. Die Spezifikationen auf der spanischen Mi-Webseite bestätigen die Vermutungen, auch das HD+-Display mit konkret 1.560 x 720 Pixeln Auflösung ist also fix. Mit 4 GB RAM und 64 GB erweiterbarem Speicher kostet das Mi A3 in Spanien 249 Euro, mit 128 GB sind 279 Euro fällig. 4K-Aufnahmen mit maximal 30 fps werden unterstützt, NFC allerdings nicht. Es gibt ein blaues, gräuliches und weißes Modell zur Auswahl, die in Spanien ab dem 24. Juli ausgeliefert werden.

Angesichts des Preisniveaus von 250 bis 300 Euro fragt man sich, wen Xiaomi mit dem Mi A3 konkret hinterm Ofen hervorlocken will. Die Triple-Cam mit 48 Megapixel-Sensor ist natürlich ein kleiner Vorteil gegenüber der Konkurrenz beispielsweise von Samsung, dafür bietet diese etwa mit dem Galaxy A50 (bei Amazon ab 285 Euro) ein Full-HD+-AMOLED-Display, ebenfalls mit integriertem Fingerabdrucksensor. Auch das Mi 9 SE aus eigenem Hause (Amazon-Link) ist hier natürlich erwähnenswert. Bleibt als Vorteil Android One aber ob das reicht?

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Autor: Alexander Fagot, 17.07.2019 (Update: 18.07.2019)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.