Xiaomi erwischt: Teure Luftkanäle des SU7 Ultra sind ein Fake, jetzt kommt der Hardware-Fix

Der Ärger kommt nicht von ungefähr. Xiaomi hatte durchaus den Eindruck vermittelt, dass die Öffnungen in der Haube des SU7 Ultra einen echten technischen Nutzen haben, etwa für Luftführung und Fahrdynamik. Besitzer des E-Autos fanden jedoch schnell heraus, dass die Kanäle offenbar ins Leere liefen. Für viele war es im Grunde nur ein teures Show-Teil statt eines echten Performance-Bauteils.
Mehr als 400 Käufer in China wehrten sich deshalb juristisch. Ein Gericht wertete die Werbung tatsächlich als irreführend und sprach den Betroffenen einen Schadensersatz zu. Ein anderes Gericht aber entschied später zugunsten von Xiaomi. Der Hersteller habe keine falschen Werbeversprechen gemacht. Trotzdem blieb der Schaden für das Vertrauen in das Topmodell spürbar. Bei einem starken Elektroauto mit 1.526 PS wirkt ein solches Detail nicht wie ein kleiner Ausrutscher.
Ab sofort können Besitzer des E-Autos die Haube in einem Servicecenter kostenfrei verändern lassen. Der Umbau dauert laut Xiaomi zwei bis drei Stunden. Zwei zusätzliche Leitelemente sollen die Luftkanäle dann tatsächlich nutzbar machen. Aktiv ist das System aber trotzdem nur im Track Mode oder bei mehr als 150 km/h. Dann soll an der Vorderachse zusätzlicher Abtrieb entstehen.
SU7 Ultra: Kostenloser Umbau hat einen Nachteil
Ganz ohne Nebenwirkung bleibt die Lösung nicht. Xiaomi räumt ein, dass das neue System etwas mehr Energie benötigt. Die Reichweite könne dadurch leicht sinken, heißt es. Trotzdem dürfte der kostenlose Umbau für viele Besitzer wichtiger sein, einfach weil die teure Haube damit endlich einen echten Zweck erfüllt.
Die Fake-Luftkanäle sind auch nicht das einzige Problem des E-Autos. Berichten zufolge läuft der Verkauf weiterhin sehr schleppend. Zuletzt hatte Xiaomi den Preis in China auf umgerechnet rund 62.700 Euro gesenkt.
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