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Zipbuds Catalyst: Die ultimativen Bluetooth Earphones?

Zipbuds will die Kategorie Bluetooth-Earphones mit den Catalyst neu definiert haben.
Zipbuds will die Kategorie Bluetooth-Earphones mit den Catalyst neu definiert haben.
Bluetooth-Kopfhörer dürften zukünftig für viele die Lösung für das leidige Adapter-Problem bei manch aktuellem Smartphone sein. Zipbuds will mit den Catalyst die 5 größten Probleme aktueller Bluetooth Earphones gelöst haben und finanziert die Massenproduktion via Kickstarter.

Die 3,5 mm Klinkenbuchse wird von allen Seiten heftig attackiert. Der prominenteste Totengräber ist wohl Apple, der, eigenen Aussagen nach, die Courage hatte, den mehr als 100 Jahre alten Standard einfach wegzulassen. Aber schon davor gab es vereinzelt Hersteller, die sich des traditionellen Kopfhöreranschlusses entledigt haben: Lenovo mit dem Moto Z und LeEco mit der Le 2-Serie und dem aktuellen Pro 3 beispielsweise. Auch Samsung soll angeblich an einer möglicherweise inkompatiblen Lösung für zukünftige Smartphones arbeiten und selbst im PC-Bereich könnte es mit einem erweiterten USB-C-Protokoll demnächst Ersatz für die gewohnte Klinke geben.

Wireless als Lösung?

Klingt nach einer Menge zueinander inkompatibler Lösungen und dem Einsatz vieler Adapter oder spezieller Gehäuse, die den Klinkenstecker wieder nachrüsten. Eigentlich ein perfektes Szenario für Funk-Lösungen, doch die kranken noch an allen möglichen Ecken und Enden. Vergleichsweise schlechte Audioqualität, häufige Dropouts, Pairing-Probleme, schlechter Sitz, wenig attraktives Design und, vor allem, zu geringe Akku-Laufzeiten bei einem recht hohen Preis plagen aktuelle Lösungen. Viele haben sich schon daran versucht, Bragi mit "The Dash" etwa, Samsung mit den Icon X, jüngst stießen auch Earin oder Apple selbst mit den AirPods hinzu um nur einige zu nennen. Ein weiteres Startup, Zipbuds, will nun die ultimate Lösung gefunden haben und finanziert die letzten Schritte in der Produktion des "Catalyst" via Kickstarter.

Alle Probleme gelöst?

Zipbuds listet auf der Kickstarter-Seite fünf der größten Probleme aktueller Bluetooth-Earphones auf, und will mit den Catalyst für diese fünf Probleme eine perfekte Lösung gefunden haben. Zipbuds setzt im Gegensatz zu Apple oder Bragi gar nicht erst auf völlige Kabelfreiheit, im Gegenteil, das Verbindungskabel wird durch zwei Batterien auf jeder Seite sogar zum Stabilisierungssystem aufgemotzt. Ob das jetzt optisch so gut aussieht, wie die Catalyst-Macher behaupten, wollen wir dem geneigten Leser überlassen, in jedem Fall haben die Catalyst dadurch einen Vorteil: statt durchschnittlich nur 2-5 Stunden aktueller Bluetooth Lösungen, sollen die Catalyst 10 Stunden ohne Aufladen durchhalten. Eine zusätzliche Clip-on-Batterie soll das um weitere 5 Stunden verlängern. 

Ab Jänner 2017

Dank der Stabilisierung auf beiden Seiten sollen die Ohrhörer perfekt im Ohr sitzen und auch beim Sport nicht raus fallen, sie sind zudem schweiß- und wasserdicht. Letztlich will Zipbuds auch die Audioqualität ernst genommen haben und dank eines Zwei-Wege-Systems bessere Audioqualität als die Konkurrenz liefern. Derzeit sind noch einige wenige Super Early-Bird-Pledges um 149 US-Dollar verfügbar, danach kann man die Produktion der Catalyst-Ohrhörer noch mit 169 US-Dollar und später 189 US-Dollar unterstützen und sich eines der ersten Exemplare sichern. Regulär sollen sie dann für 249 US-Dollar verkauft werden, sobald sie ab Jänner 2017 an die Unterstützer ausgeliefert wurden und keine Verzögerungen aufgetreten sind. Das Ziel von 25.000 US-Dollar haben sie jedenfalls schon erreicht, aktuell wurde bereits die 100.000 US-Dollar Marke überschritten. 

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Autor: Alexander Fagot,  1.10.2016 (Update:  5.10.2016)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.