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Apple iPhone 7: Schneller, wasserdicht, mit neuen Kameras und mehr

iPhone 7 und iPhone 7 Plus sind in jeweils fünf Farben ab 16. September erhältlich.
iPhone 7 und iPhone 7 Plus sind in jeweils fünf Farben ab 16. September erhältlich.
Apple hat das iPhone 7 und das iPhone 7 Plus vorgestellt. Mit insgesamt 10 neuen Features will Apple das zum iPhone 6s recht ähnliche Design vergessen machen und das beste iPhone aller Zeiten produziert haben.

Apple hat heute seine neue iPhone Generation vorgestellt und sie trotz starker Ähnlichkeit zu iPhone 6s und iPhone 6s Plus nun wie erwartet iPhone 7 und iPhone 7 Plus genannt. Dennoch sprachen Tim Cook und Phil Schiller im Rahmen der Präsentation auch das neue Design an und lobten vor allem die beiden neuen Farbvarianten Jet Black (in deutsch Diamant Schwarz) und Schwarz, nur ersteres wird ein glänzende Design haben, die anderen Farbvarianten Schwarz, Silber, Gold und Rosegold sind daher im matten Metalldesign gehalten.

Bis zu 256 GB Speicher

Sowohl das 4,7 Zoll iPhone 7 als auch das 5,5 Zoll iPhone 7 Plus werden in drei Modellvarianten mit jeweils 32 GB, 128 GB und 256 GB Speicher erhältlich sein, Apple hat die bisherige Speicherausstattung also wie erwartet verdoppelt. Apple streicht insgesamt 10 wichtige Änderungen zur Vorgängergeneration hervor, Nummer 1 Design haben wir schon erwähnt. 

Home Button

Der Home Button wurde komplett renoviert und basiert jetzt auf Force Touch. Es gibt also keine beweglichen Teile mehr, stattdessen erzeugt die Taptic Engine das haptische Feedback. Drittanbieter werden in die Lage versetzt, den Home Button in ihren Anwendungen zu integrieren, beispielsweise um bei Spielen entsprechend Feedback zu geben.

Wasser- und staubdicht nach IP67

iPhone 7 und iPhone 7 Plus können nach IP67-Norm bis zu 1 Meter Tiefe für maximal 30 Minuten in Wasser eingetaucht werden. Wie erwartet, hat Apple also die bereits inoffiziell recht gute Widerstandsfähigkeit des iPhone 6s gegen Wasser verstärkt und optimiert.

Kamera iPhone 7

Das wohl wichtigste Update für die meisten User dürften die Kameras im iPhone 7 darstellen. Nicht nur die Frontkamera wurde überarbeitet und bietet nun 7 MP mit einer F/2.2 Blende, die meiste Arbeit floss in die Hauptkamera auf der Rückseite. Schon das kleinere iPhone 7 hat Apple komplett überarbeitet und integriert nun eine 6P-Linse mit 12 MP bei einer F/1.8 Blende und optischer Bildstabilisierung (OIS). Phil Schiller versprach einen schnelleren Sensor, bis zu 50 Prozent hellere Bilder und drei mal höhere Belichtungszeiten. Auch der True Tone Flash wurde überarbeitet und besteht jetzt aus vier LEDs, die 50 Prozent mehr Licht produzieren.

Kamera iPhone 7 Plus

Wie erwartet lag der Schwerpunkt aber auf der Dual-Kamera im iPhone 7 Plus. Zwei 12 MP-Linsen, eine mit Teleobjektiv, eine mit Weitwinkel-Linse, schaffen nicht nur einen de facto 2 fachen optischen Zoom, sondern auch bis 10 fachen digitalen Zoom. Zudem gewährte Phil Schiller auf der Bühne einen ersten Eindruck auf ein zukünftig frei verfügbares Update, welches eine Portrait-Funktion nachliefern wird und beeindruckend wirkende Spiele mit der Tiefenschärfe und Bokeh-Effekte erlauben wird. Apple zeigte einige Bilder (siehe unten), mit, für eine Smartphone-Kamera, erstaunlich guten Portraitaufnahmen vor unscharfem Hintergrund. Apple wurde nicht müde zu betonen, die beste Kamera in einem Smartphone verbaut zu haben und zitierte Fotografen, die dies bekräftigten. Wir planen natürlich Tests, um der Kamera entsprechend auf den Zahn zu fühlen. Die Unschärfe-Effekte sind übrigens bereits als Live Preview vor der Aufnahme sichtbar.

Besseres Display

Die beiden Displays blieben zwar in Auflösung und Diagonale gleich, wurden aber insbesondere bei der Farbwiedergabe verbessert. 25 Prozent mehr Helligkeit und die Unterstützung eines erweiterten Farbumfangs sollen Bilder und Videos deutlich besser darstellen als die Displays der Vorgänger. Zudem hat Apple auch ein Farbmanagement integriert. 

Keine Klinkenbuchse aber ...

Apple hat erstmals bei einem iPhone Stereo Lautsprecher verbaut, die zudem auch mehr Dynamik haben und doppelt so laut sind wie beim Vorgänger iPhone 6s. Der interessanteste Teil der Präsentation war wohl die Frage wie Apple das Weglassen der Klinkenbuchse argumentiert. Nun, mit einem Zitat aus der Präsentation: mit Courage. Apple traut sich, einen mehr als 100 Jahre alten analogen Standard wegzulassen und zeigte dazu ein altes Telefon-Switchboard als Argument dafür, dass es Zeit wäre die analoge Welt auch bei den Kopfhörern zu verlassen. Stattdessen verwies Apple auf die vielen Alternativen, beispielsweise den beigelegten Lightning-auf-Klinke-Adapter, die beigelegten Lightning Earpods, das mehr als 900 Millionen fassende Zubehörprogramm mit Lightning-Connector (wobei wohl nicht alle Audiogeräte sind) und last but not least auf Wireless Audio.

Wireless Audio

Die Gerüchte haben sich bewahrheitet, Apple hat einen eigenen Wireless-Chip namens W1 produziert, der beispielsweise in den ersten Wireless Earpods von Apple, den AirPods seinen Dienst verrichten wird, aber auch in einigen neuen Produkten von Beats zu finden sein wird. Mit diesen Optionen sieht der Hersteller keine Notwendigkeit mehr, auf hochwertige Audio-Produkte mit 3,5 mm Klinkenbuchse zurückzugreifen.

Apple Pay in Japan

Das iPhone 7 wird in Japan Felica-Support bieten, das ist eine dort verbeitete NFC-Variante. Dadurch soll Apple Pay auch in Japan eingeführt werden. Über einen weiteren Ausbau von Apple Pay in Europa wurde nichts erwähnt.

A10 Fusion Quad Core CPU

Bereits im Vorfeld wurde bekannt, dass Apple beim iPhone 7 stark an der Performanceschraube gedreht haben dürfte. Bis zu 2,45 Ghz schnell soll der neue Chip gerüchteweise sein. Offiziell ist bislang nur bekannt, dass der A10 Fusion, wie Apple den neuen Chip nennt, aus vier Kernen besteht, zwei High-Performance-Cores und zwei High-Efficiency-Cores. Erstere sind 40 Prozent schneller als der A9 und doppelt so schnell wie der A8, letztere sollen nur ein Fünftel der Energie verbrauchen, beispielsweise beim Abrufen von emails. Auch die GPU-Performance konnte stark zulegen, um 50 Prozent im Vergleich zum A9 und sogar drei mal mehr als beim A8-Chip im iPhone 6. Apple nennt den A10 Fusion den schnellsten Prozessor, der je in einem Smartphone verbaut wurde.

Stärkerer Akku

Offensichtlich war im Gehäuse dank fehlender Klinkenbuchse auch mehr Platz für einen stärkeren Akku, denn Apple verspricht deutlich spürbare Verbesserungen bei der Batterielaufzeit. Durchschnittlich zwei Stunden mehr als beim iPhone 6s soll das iPhone 7 durchhalten, beim iPhone 7 Plus soll noch 1 Stunde mehr drin sein als beim iPhone 6s Plus. 

Modem und Preise

Nicht näher eingegangen wurde auf das integrierte Modem, es dürfte aber zumindest in den nicht CDMA-Gebieten jetzt von Intel kommen und LTE Advanced mit bis zu 450 Mbps unterstützen. Die Anzahl der unterstützten LTE-Bänder ist laut bereits veröffentlichtem Spec-Sheet Apple-typisch sehr hoch: Ganze 23 LTE-Bänder weltweit werden unterstützt, ein echtes Worldphone also. Die Preise in Europa starten bei 759 Euro für die 32 GB iPhone 7-Variante. Für 128 GB zahlt man dann 110 Euro mehr, wenn man 256 GB haben will, landet man dadurch bei 979 Euro. Das iPhone 7 Plus startet bei 899 Euro und geht dann bis rauf zu 1119 Euro für die 256 GB-Version. Die Diamant Schwarz-Variante wird nur bei den 128 GB und 256 GB-Versionen erhältlich sein, nicht bei den 32 GB-Varianten.

Verfügbarkeit

Ab 9.September kann bereits vorbestellt werden, also traditionell ab Freitag dieser Woche. Ausgeliefert wird dann, wie bereits vorab von Evan Blass geleakt ab 16. September und zwar in 28 Ländern weltweit, darunter Deutschland und erstmals auch Österreich und der Schweiz.

Quelle(n)

Apple

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Autor: Alexander Fagot,  7.09.2016 (Update:  8.09.2016)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.