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Apple: Sammelklage wegen iPhone-Upgrade-Programm

Das iPhone-Upgrade-Programm sorgt in den USA bei Fans für massive Unzufriedenheit.
Das iPhone-Upgrade-Programm sorgt in den USA bei Fans für massive Unzufriedenheit.
Apple steht in den USA wegen Problemen mit dem iPhone-Upgrade-Programm einer Sammelklage gegenüber. Viele eingefleischte Apple-Fans sind über die Auswahlmöglichkeiten und Lieferzeiten der aktuellen iPhone 7-Generation extrem unzufrieden und beschuldigen Apple, ihre treueste Fan-Basis zu benachteiligen.

Dass Amerikaner sehr klagefreudig sind, ist bekannt, doch diesmal ging es besonders schnell. Die Bostoner Anwälte Block & Leviton haben heute eine Sammelklage gegen den Apple-Konzern eingebracht und wollen aufgebrachte Kunden des Apple iPhone-Upgrade-Programms rechtlich gegenüber Apple vertreten. Was war passiert?

Bereits in den letzten Tagen häuften sich Berichte über Probleme beim iPhone-Upgrade-Programm, welches Apple im letzten Jahr erstmalig für treue Apple-Fans eingeführt hatte, die sichergehen wollten, jeweils jährlich Zugriff auf das neueste iPhone zu bekommen. Dafür zahlen sie einen monatlichen Beitrag von 32,41 US-Dollar für mindestens zwei Jahre. Ein klassisches Abo-Programm also. In der Praxis dürfen Abonnenten dieses Jahr erstmalig upgraden und zwar auf das am 7. September angekündigte iPhone 7.

Offensichtlich hat Apple aber zwei unterschiedliche iPhone 7-Kontingente geplant und beliefert Kunden des Aboprogramms aus einem stark limitierten Kontingent, im Vergleich zu Neukunden. Zusätzlich müssen erstere den Austausch offenbar über einen Apple-Shop durchführen, die allerdings anfänglich nicht alle Modellvarianten in den benötigten Mengen vorrätig haben. Das führt dazu, dass Abonnenten offensichtlich wochenlang auf das gewünschte Modell warten müssten, während Neukunden mehr Auswahl haben und eine schnellere Lieferung erhalten.

Als wäre das nicht schon genug, sorgt eine eine weitere Regelung des Upgrade-Programms auch für finanzielle Nachteile bei den Abonnenten. Apple verlangt mindestens jeweils 12 bezahlte Monatsraten bevor ein Upgrade auf die nächst neuere iPhone-Version erfolgen darf. Somit sollten Kunden möglichst bald nach diesen 12 Raten upgraden, da sie ansonsten unnötig lang für das alte iPhone bezahlen und sich die Verfügbarkeit des Modells im nächsten Jahr für sie verzögert.

Apple scheint zwar bemüht zu sein, die Situation unter Kontrolle zu bringen und hat in den USA eine eigene Hotline für upgradewillige Abonnenten eingerichtet, über die sie speziell betreut werden, dennoch dürfte der Sturm der Entrüstung unter den eingefleischten Apple-Fans derzeit besonders groß sein. Das erklärt wohl auch, warum es schon so früh zur Ankündigung der Sammelklage kam.

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Autor: Alexander Fagot, 13.09.2016 (Update: 13.09.2016)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.