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Apple iPhone 7-6 SE: Kurz vor dem Launch verrät ein Analyst die letzten Details

Die fünf Farboptionen des nächsten iPhones, hier am Beispiel der Sim-Trays zu sehen.
Die fünf Farboptionen des nächsten iPhones, hier am Beispiel der Sim-Trays zu sehen.
Mit 2,4 Ghz schnellem A10 Prozessor, wird das nächste iPhone deutlich schneller und mit den neuen Farboptionen "dark black" und "piano black" für viele vielleicht auch hübscher. Wasserdicht soll es zumindest nach IPX7-Standard sein.

Nur wenige Tage vor dem offiziellen Launch am 7. September sorgt KGI Securities-Analyst Ming-Chi Kuo noch einmal für ordentlich Publicity und verrät viele technische Details zur kommenden iPhone-Generation. In seinem Bericht bekräftigt er nicht nur bereits allgemein bekannte Informationen, wie die Tatsache, dass es wenig optische Änderungen zur iPhone 6s-Generation geben wird, sondern erwähnt auch den Namen iPhone 7. Apple dürfte sich also entschieden haben, das nächste iPhone trotz iPhone 6-Design doch iPhone 7 zu nennen, wohl um Verwirrung beim Kunden zu verhindern.

Prozessor, RAM und Speicher

Der im iPhone 7 und iPhone 7 Plus verbaute A10 Chip wird exklusiv von TSMC gefertigt und dürfte mit maximal 2,45 Ghz deutlich schneller takten als der bis zu 1,85 Ghz taktende Vorgänger-Chip A9. Apple könnte sich aus Energiespargründen, beziehungsweise um Überhitzung zu vermeiden dennoch entscheiden, ihn etwas geringer zu takten. Das Plus-Modell bekommt aufgrund höherer Anforderungen der Dual-Kamera (siehe unten) 3 GB RAM spendiert, das Standardmodell bleibt wie die Vorgänger bei  2 GB RAM. Wie schon mehrfach kolportiert, wird Apple die jeweiligen Einstiegsmodelle der iPhone 7-Serie mit 32 GB Speicher ausstatten, die vielfach kritisierte 16 GB-Version ist damit Geschichte. Auch die 64 GB-Variante fällt künftig weg, es wird drei Versionen mit jeweils 32, 128 und 256 GB Speicher geben.

Gehäuse, Audio und Display

Das iPhone 6-Design wird bis auf die fehlende Kopfhörerbuchse und die versetzten Antennenlinien auf der Rückseite übernommen, auch die beiden Displaygrößen und die Auflösungen bleiben gleich. Statt der Kopfhörerbuchse sollen sowohl ein Lightning-auf-Klinke-Adapter als auch Lightning-Earpods beiliegen. Aus dem Ohrhörer auf der Oberseite soll ein vollständiger zweiter Audio-Lautsprecher für Stereosound werden, beide Lautsprecher werden über einen neuen Verstärker angetrieben und sollen bessere Audioqualität liefern. Das Gehäuse wird wie die Apple Watch nach IPX7-Standard wasserdicht. Das bedeutet bis zu 30 Minuten in bis zu maximal 1 Meter Tiefe. Die Displays der 4,7 Zoll- und 5,5 Zoll-Modelle sollen einen erweiterterten Farbraum beherrschen, Apple soll sich hier der Technologie des 9,7 Zoll iPad Pro bedienen.

Force Touch, Home Button und Sensoren

Ein neuer Home Button soll, wie bereits spekuliert, click-less, also ohne traditionelles Klickgeräusch funktionieren. Das haptische Feedback wird stattdessen über Force Touch simuliert, welches dank neuem Sensor an der Unterseite ebenfalls verbessert wurde. Der neue Home Button soll Vorteile bei der Langlebigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Wasser haben. Ein neuer Näherungssensor soll nun mit Laser statt LED schneller reagieren, über größere Distanzen hinweg funktionieren und möglicherweise auch Handgesten ermöglichen. Japanische iPhone-Modelle sollen FeliCa-NFC-Support erhalten.

Farboptionen und Kameras

Das iPhone 7 soll, laut der Analyse von KGI in fünf Farben erhältlich ein. Zu den bisherigen Farboptionen Silber, Gold und Rose Gold, wird es statt der Space Grey-Option die beiden dunklen Varianten "Dark Black" und das glänzende "Piano Black" geben. Letzteres dürfte anfangs nur bei den Modellen mit viel Speicher zu haben sein. Die größte Neuerung der gesamten iPhone 7-Serie dürfte mit Sicherheit die Dual-Kamera beim iPhone 7 Plus sein:

Diese besteht, laut Ming-Chi Kuo aus zwei 12 MP-Linsen, eine davon mit großen Pixeln, Weitwinkelobjektiv, optischer Bildstabilisierung (OIS) und 6P-Linsensystem, die andere dagegen mit kleinerer Pixelgröße, 5P-Linsensystem und Teleobjektiv. Das Dual-Kamera-System soll besseren Zoom sowie nachträgliche Fokus-Änderungen wie bei Lichtfeldkameras erlauben. Auch das kleinere iPhone-Modell bekommt eine neue Kamera, die wurde im KGI-Report aber nicht näher beschrieben. Neben den Kameras selbst soll auch der True-Tone-Blitz verbessert worden sein. Statt zwei LEDs werden nun vier eingesetzt, um eine natürlichere Ausleuchtung zu erreichen. 

Prognose

KGI Securities geht aufgrund der überschaubaren Verbesserungen zum Vorgängermodell nur mehr von 60 bis 65 Millionen verkaufter iPhones bis Jahresende aus. Letztes Jahr wurden bis Jahresende 82 Millionen iPhones verkauft. Ming-Chi Kuo erwähnte zudem, dass das Dual-Kamera-System im Plus-Modell die Produktionskosten um 40 US-Dollar im Vergleich zum iPhone 6s Plus verteuern dürfte. Der Analyst erwartet, dass sich die Konsumenten trotz der anderen Verbesserungen nur auf die vier Änderungen: IP-Rating (Widerstandsfähigkeit gegen Wasser), schwarze Farboption, Dual-Kamera im Plus-Modell sowie fehlender Kopfhöreranschluss konzentrieren werden. Das iPhone 7 und das iPhone 7 Plus werden am 7. September im Rahmen des diesjährigen September-Apple-Events offiziell vorgestellt.

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Autor: Alexander Fagot,  4.09.2016 (Update:  4.09.2016)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.