Acer Nitro V 17 ist leise und sparsam, aber...
Wir haben kürzlich den 17-Zoll-Gaming-Laptop Acer Nitro V 17 getestet. Gemeinsam mit dem Lenovo LOQ 17 und dem Omen 16 gehört er zu den preiswertesten Laptops mit GeForce RTX 5070 auf dem Markt (1.249 Euro auf notebooksbilliger). Auf dem Papier ist das Nitro V 17 damit äußerst interessant.
Auch im Test zeigt sich, dass das Gerät seine Reize hat: Es arbeitet auffallend leise und sparsam, nimmt dafür allerdings bereits bei der reinen Gaming-Leistung leichte Abstriche in Kauf. In der Budgetklasse ist das ein nachvollziehbarer Kompromiss.
Beim Display geht Acer jedoch deutlich weiter als nötig.
Wie hell ist das Display des Acer Nitro V 17 wirklich?
Das verbaute Full-HD-IPS-Panel erreicht im Schnitt lediglich 238 Nits. Für den Außeneinsatz ist das klar zu wenig, selbst in hellen Innenräumen wirkt das Bild häufig matt und kontrastarm. Bereits innerhalb der Budgetklasse ist diese Helligkeit auffällig niedrig.
Welche Farbraumabdeckung bietet das Full-HD-Panel?
Hinzu kommt, dass das Display nicht annähernd den sRGB-Farbraum abdeckt. Farben wirken dadurch sichtbar blass, Inhalte verlieren an Tiefe und Brillanz. Für gelegentliches Gaming mag das noch tolerierbar sein, im Alltag – etwa beim Arbeiten, Surfen oder Medienkonsum – fällt die schwache Farbdarstellung jedoch schnell negativ auf.
Sind die Reaktionszeiten für Gaming ausreichend?
Auch bei den Reaktionszeiten zeigt das Panel deutliche Schwächen. Mit 30 bis 42 Millisekunden sind diese für einen Gaming-Laptop nur schwer zu rechtfertigen - Werte, die selbst für ein Budget-Gerät kaum noch zeitgemäß sind.
Das Acer Nitro V 17 im Vergleich mit der Budget-Konkurrenz
Ein Blick auf die direkte Konkurrenz macht deutlich, dass es auch anders geht.
Das ebenfalls preiswerte Lenovo LOQ 17 setzt zwar ebenfalls auf ein Full-HD-Panel, erreicht aber rund 300 Nits, deckt den sRGB-Farbraum ab und bietet mit 10 bis 16 Millisekunden deutlich schnellere Reaktionszeiten.
Das Omen 16 geht einen anderen Weg: Es nutzt ein 1.200p-Panel im 16:10-Format, erreicht ebenfalls etwa 300 Nits Helligkeit. Die Farbraumabdeckung ist dort zwar ähnlich schwach wie beim Nitro V 17, die Reaktionszeiten liegen jedoch etwa halb so hoch wie beim Acer.
Im direkten Vergleich wird klar: Das Display des Nitro V 17 bildet selbst innerhalb der Budgetklasse das Schlusslicht.
Warum ist ein ordentliches Display auch - oder gerade - im Budgetbereich wichtig?
Ein Blick in Leserkommentare und Foren wie Mydealz zeigt jedoch immer wieder: Ein schlechtes Display wirkt sich spürbar negativ auf die Kaufentscheidung aus.
Gerade im Budget-Bereich ist der Laptop häufig der einzige Rechner. Er dient nicht nur als Gaming-Maschine, sondern gleichzeitig als Arbeitsgerät, Studienbegleiter und Multimedia-Zentrale. Wer wenig Geld zur Verfügung hat, kann sich keinen spezialisierten Zweitrechner leisten - das weiß ich aus eigener Erfahrung aus meiner Studentenzeit.
Fazit: Ein klarer Schwachpunkt im Kampf um Käufer
Hersteller sollten daher gerade im Budget-Segment nicht zu stark am Display sparen. Es braucht kein OLED oder Mini-LED, aber ein Panel, auf das man jeden Tag gerne schaut.
Genau an diesem Punkt droht das Acer Nitro V 17, den Kampf um Kunden gegen Geräte wie das Lenovo LOQ 17, das Omen 16 oder auch das Katana 17 zu verlieren. Trotz leiser und sparsamer Arbeitsweise bleibt das Display ein echtes Problem – und eines, das viele potenzielle Käufer abschrecken dürfte.


















