Test Apple MacBook Pro 17 inch 2010-04 Notebook

Klaus Hinum , 09.06.2010

Core-Update. Auch das 17-Zoll Alunotebook wurde von Apple überarbeitet und kommt nun mit Core i5 und Intel Grafik plus automatisch umschaltender GeForce GT 330M. Die Performance profitiert von diesem Update deutlich, jedoch gibt es unter Maximallast einen Haken.

Das 17" Unibody MacBook Pro (MBP) ist das Spitzen-Modell der Notebook Serie von Apple und mit dem 15" MBP das stärkste mobile Notebook mit Mac OS X. Es bleibt weiterhin der dünnste und leichteste 17" Rechner in seiner Leistungsklasse.

Zusätzlich zur hier getesteten Standardausstattung kann man den Apple Rechner im Online Store auch noch etwas konfigurieren. Prozessor, Speicher, Festplatten bzw. SSDs und ein mattes Display sind auf der Aufpreisliste zu finden.

Gehäuse

Wie wir testen - Gehäuse

Für ein 17" Notebook sehr dünn und leicht.
Für ein 17" Notebook sehr dünn und leicht.

Das Gehäuse des größten Apple Notebooks bleibt beim neuen Modell unangetastet. Deswegen basieren folgende Teile des Tests auch auf den Test des 2009er Unibody 17" MBP.

Das Unibody Gehäuse wird weiterhin aus einem einzigen Stück Aluminium gefräst und gefällt durch das schlichte, zeitlose Design. Die Form ist praktisch identisch zu den kleineren MacBook bzw. MacBook Pro 15" Modellen - einfach vergrößert. Durch die großen Freiräume zwischen der Tastatur und den Gehäusegrenzen wirkt das Design jedoch nicht ganz so schlüssig wie beim kleinen MacBook. Trotzdem, auch nach einem Jahr bleibt das 17" Macbook Pro das wohl schönste 17" Notebook auf dem Markt.

Die Verarbeitung des Aluminiumgehäuses ist praktisch ohne Makel. Die Spaltmaße sind Apple-typisch sauber ausgeführt und auch der Displaydeckel schließt absolut plan. Einzig die Bodenplatte lässt sich mit starkem Druck minimal eindellen.

Das breite Displayscharnier öffnet ausreichend weit, geht jedoch eventuell einen Tick zu leichtgängig.

Die Haptik der verwendeten Materialien ist hervorragend. Es macht immer wieder Spaß mit dem Notebook zu hantieren. Einzig die relativ scharfe Vorderkante ist bei längeren Schreibaktivitäten etwas unangenehm. Durch die geringe Gehäusehöhe, hält sich das Problem jedoch in Grenzen.

Ausstattung

Wie wir testen - Gehäuse

Auch das große 17" MacBook Pro geizt, wie die kleineren Kollegen, mit drahtgebundenen Schnittstellen. Im Vergleich zum Vorgänger liefert der Mini DisplayPort nun aber auch einen Ton und kann daher per Adapter zum vollwertigen HDMI Ausgang umfunktioniert werden.

Verglichen mit dem 15" Modell, bietet das 17" MBP zusätzlich einen USB Port und einen ExpressCard34 auf der linken Gehäuseseite. Dafür fehlt der SD Card Reader. Im Vergleich zu anderen 17" Windows Notebooks, sieht der Mac jedoch schlecht aus. eSATA, VGA, HDMI, CardReader, Dockingstation und zusätzliche USB Ports finden sich auf der Mängelliste.

Angeordnet sind die Schnittstellen alle auf der linken hinteren Gehäuseseite, nur die Aussparung für den Kensington Lock ist auf der rechten Seite platziert. Dies ist für Rechtshänder praktisch und aufgrund der Positionierung im hinteren Bereich auch für Linkshänder akzeptabel.

MagSafe Stromanschluss, Gigabit LAN, FireWire 800, Mini DisplayPort, 3x USB 2.0, optisch / analoger Eingang (kein Mikrofon!), optisch / analoger Ausgang.
MagSafe Stromanschluss, Gigabit LAN, FireWire 800, Mini DisplayPort, 3x USB 2.0, optisch / analoger Eingang (kein Mikrofon!), optisch / analoger Ausgang.

Drahtlos bietet das MacBook Pro die üblichen Schnittstellen in dieser Preisklasse. Auffällig ist der verbaute Draft-n WLAN Chip von Broadcom (BCM4322), da von Windows Rechnern normalerweise ein Intel Adapter eingesetzt wird. Das Gigabit LAN wird nun auch von Broadcom (BCM5701) beigesteuert (früher im 9400M Chipsatz). Zu guter letzt gibt es noch Bluetooth 2.0+EDR und eine unidirektionale Infrarotschnittstelle für die optionale MacRemote Fernbedienung.

Bei der Softwareausstattung folgt das neue MacBook Pro 17 den üblichen Regeln für Macintosh Rechner. Das neueste Mac OS X Betriebssystem (in diesem Fall 10.6.3 Snow Leopard) und die Softwaresuite iLife 09 (iMovie, iPhoto, GarageBand, iWeb und iDVD) für die täglichen Aufgaben werden geboten. Windows lässt sich wie üblich per Boot Camp Assistent zusätzlich installieren, man braucht jedoch eine eigene Windows Version.

Eingabegeräte

Wie wir testen - Eingabegeräte

Tastatur

Bei der Einzeltasten Tastatur hat sich im Vergleich zum alten Modell nichts geändert. Das Keyboard ist identisch mit allen anderen MacBook Pro Notebooks und bietet das bekannte Layout aus der Apple Welt. Im Vergleich zum weißen MacBook ist der Anschlag eine Spur weicher und die Haptik der Tasten etwas hochwertiger. 

Touchpad

Das Glastouchpad (von Apple Trackpad genannt) erhielt in der neuesten Revision das "Inertial Scrolling". Damit lässt sich sozusagen mit Schwung Scrollen - besonders hilfreich bei längeren Webseiten. Geblieben ist die hervorragende Gleitfähigkeit und der Verzicht auf dedizierte Mausknöpfe. Weiterhin kann man verschiedenste Gesten mit bis zu 4 Finger ausführen.

Die Windows Unterstützung für das Touchpad ist leider immer noch nicht auf dem Niveau der Mac Os X Treiber.

Die Eingabegeräte zählen zu den Besten im Laptopsektor.
Die Eingabegeräte zählen zu den Besten im Laptopsektor.

Display

Wie wir testen - Display

Das große 17" Widescreen LED Display leuchtet mit durchschnittlich 293 cd/m² sehr hell und wird durch einen Helligkeitssensor automatisch gedimmt. Auch die Ausleuchtung von 86% ist bei einem Display dieser Größe und Helligkeit sehr gut. Bei schwarzem Hintergrund sieht man jedoch zwei dunklere Streifen die von unten bis zur Mitte des Displays reichen.

Die feine Auflösung von 1920x1200 Pixeln führt zu einer sehr großen Arbeitsfläche und ermöglicht das Betrachten von Full HD Videos ohne Scaling. Der gute maximale Kontrast von 726:1 ermöglicht eine ansprechende Farbwiedergabe.

305
cd/m²
300
cd/m²
276
cd/m²
300
cd/m²
312
cd/m²
269
cd/m²
294
cd/m²
291
cd/m²
287
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
Infos
Maximal: 312 cd/m²
Durchschnitt: 292.7 cd/m²
Ausleuchtung: 86 %
Helligkeit Akku: 312 cd/m²
Schwarzwert: 0.43 cd/m²
Kontrast: 726:1

Der darstellbare Farbraum des 17" LED Displays ist in etwa auf Größe des sRGB Farbraums und damit vergleichbar mit dem bisherigen Display des MBP 17. Dies ist deutlich größer als z.B. das Standarddisplay des weißen MacBooks, jedoch auch noch deutlich kleiner als das exzellente RGB-LED Display des Dell XPS 16.

MacBook Pro 17 (transparent) versus sRGB
MacBook Pro 17 (transparent) versus sRGB
MacBook Pro 17 (transparent) versus MacBook White
MacBook Pro 17 (transparent) versus MacBook White
XPS 16 RGBLED (transparent) versus MacBook Pro 17
XPS 16 RGBLED (transparent) versus MacBook Pro 17
MacBook Pro 17 2010 (transparent) versus MacBook Pro 17 2009
MacBook Pro 17 2010 (transparent) versus MacBook Pro 17 2009
Gute Helligkeit jedoch stören die starken Spiegelungen
Gute Helligkeit jedoch stören die starken Spiegelungen

Dank der hervorragenden durchschnittlichen Helligkeit von 293 cd/m², kann man auch in hellen Umgebungen noch etwas auf dem spiegelnden Display erkennen. Die starken Reflexionen sind jedoch für die Augen sehr anstrengend, wodurch sich längeres Arbeiten nicht empfiehlt. Wer das MacBook Pro 17 gerne öfters und länger draussen einsetzen möchte, sollte unbedingt zur entspiegelten Variante greifen.

Die Blickwinkel des in unserem Testgerät verbauten Samsung LTN170CT10 Panels sind, wie für ein TN Panel üblich, horizontal sehr gut. Von oben und unten treten Farbverfälschungen relativ schnell auf, im Klassenvergleich sind die Blickwinkel jedoch als gut einzustufen.

Blickwinkel Apple MacBook Pro 17 inch 2010-04
Blickwinkel Apple MacBook Pro 17 inch 2010-04

Angetrieben wird das erneuerte MacBook Pro 17" nun von einem Core i5 oder i7 Prozessor mit integrierter Intel HD Graphics Grafikkarte und automatisch umschaltbarer dedizierter GeForce GT 330M.

GPU-Z Specs
GPU-Z Sensors Idle
GPU-Z Sensors Furmark
Systeminformationen Apple MacBook Pro 17 inch 2010-04

Bei den Windows Prozessor Benchmarks Cinebench R10 und R11.5, wPrime und dem CPU Teil des 3DMark06 positioniert sich das MacBook Pro 17 erwartungsgemäß im Bereich anderer Notebooks mit Core i5-540M. Dank Hyperthreading und Turbo Boost liegt das Feld deutlich vor den Core 2 Duo Vertretern. Die detaillierten Ergebnisse finden Sie auf der CPU Seite des Core i5-540M.

Cinebench R10 Rendering Single 32Bit
3102
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 32Bit
7033
Cinebench R10 Shading 32Bit
3757
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
15.43 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
2.2 Points
Hilfe

Die Applikationsperformance unter Windows 7 haben wir mit dem 3DMark Vantage von Futuremark gemessen. Dank des schnellen Core i5 Prozessors liefert das 17" MacBook Pro ein gutes Ergebnis. Verglichen mit ähnlich starken Windows Notebooks, reiht sich das Alunotebook jedoch etwas unterhalb ein. Es erzielt ungefähr das selbe Ergebnis wie das  HP EliteBook 8440p-WJ681AW welches jedoch nur mit einem Core i5-520M und integrierter Grafikkarte ausgestattet ist. Notebooks mit SSD Laufwerken können nochmals deutlich zulegen. Das Sony Vaio Z11 mit 128 GB SSD RAID ist trotz ähnlich getakteter GT330M und i5-520M ganze 65% schneller.

Im Gegensatz dazu kann die neue Revision das letztjährige MBP 17 mit C2D T9550 und GeForce 9600M GT mit +35% deutlich abhängen. Auch das weiße MacBook mit Core 2 Duo P8600 und GeForce 320M wird um 41% geschlagen. Dies sollte daher auch für die 13" Version gelten. Die schnellere Core i7 Variante sollte etwa 6% schneller sein (basierend auf das MacBook Pro 15 mit Core i7 Ergebnis).

PC Mark
PCMark Vantage5749 Punkte
Hilfe
5.8
Windows 7 Leistungsindex
Prozessor
Berechnungen pro Sekunde
6.8
Speicher (RAM)
Speichervorgänge pro Sekunde
5.9
Grafik
Desktopleistung für Windows Aero
6.4
Grafik (Spiele)
3D-Business und Gaminggrafikleistung
6.4
Primäre Festplatte
Datentransferrate
5.8

Der einzige bekannte Systembenchmark unter MacOS X ist XBench in der aktuellen Version 1.3. Leider streut dieser von einem Durchlauf zum nächsten sehr stark, wodurch wir jedes Gerät etwa 5-10 mal getestet haben und nur den stärksten Durchlauf heranziehen. Die Gesamtperformance hat sich dank des schnellen Core i5 deutlich verbessert. Gut sichtbar ist auch der Einbruch in der OpenGL Performance mit der Intel Grafikkarte. Herausragend sind die Verbesserungen im Thread Test (Hyperthreading im Core i5-520M sei dank) und Memory Test (da der Speicherkontroller nun im CPU Package ist).

XBench 1.3 - Bester Durchlauf im Vergleich
XBench 1.3 - Bester Durchlauf im Vergleich
DPC Latency Checker
DPC Latency Checker Apple MacBook Pro 17 inch 2010-04

Der DPC Latency Checker meldet uns unter Windows kein Problem mit zu hohen DPC Latenzen. Nur ein einziger Spike erreichte 1083 Microsekunden. Sonst blieben die Balken meistens unter 500 Microsekunden im grünen Bereich.

Zu große Bildunterschiede verhindern den OpenGL Lauf im CB11.5 mit der Intel Grafik.
Zu große Bildunterschiede verhindern den OpenGL Lauf im CB11.5 mit der Intel Grafik.

Die untertaktete Nvidia GeForce GT 330M im MBP17 erreicht einen spürbaren Geschwindigkeitsschub im Vergleich zur alten Geforce 9600M GT. Im 3DMark06 ist sie 15% schneller, im GPU Test des 3DMark Vantage sogar 15% vor der 9600M GT im alten MBP. Dank 40nm Herstellung bleibt der Stromverbrauch auf ähnlichem Niveau.

GT330M Grafikkarten mit maximaler Taktung (wie im Samsung NP-R780) erreichen im 3DMark06 6-8% mehr Punkte, im GPU Test des 3DMark Vantage 15% mehr.
Die theoretische Leistung der MBP 17 Grafik liegt insgesamt deutlich über dem Vorgängermodell, jedoch nicht ganz auf Höhe dessen, was die GT 330M ermöglichen würde.

Ein Feature im neuen 17" MBP ist die automatisch umschaltbare Grafik. Dies funktioniert allerdings nur unter Mac OS X und schaltet ohne Grafiklast auf die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics um. 

Bei den Grafik Subtests des stark streuenden XBench 1.3 kann sich die GT 330M deutlich vor die integrierte Intel Grafik setzen. Im OpenGL Test ist sie 3.3x so schnell, im User Interface Test immerhin noch 23% schneller.

Beim Cinebench R11.5 konnten wir leider keinen Vergleich zwischen beiden Grafiklösungen durchführen. Der OpenGL Test gibt bei der Intel HD Graphics aufgrund eines zu großen Unterschieds zum Referenz-Rendering (Grafikfehler, siehe Screenshots mit roten Pixeln) keine Werte aus. Im Vergleich zum weißen MacBook, kann sich die GT 330M mit 15.08 Punkten deutlich vor die GT 320M mit 11.24 Punkten setzen.

Mit 3454 Punkten im Cinebench 10 Shading Test bleibt die Intel HD Grafik nicht ganz so deutlich hinter der GT 330M (5140 Punkte) wie beim XBench. Die alte 9400M erzielte mit 4000-4900 Punkten übrigens fast die Werte der GT 330M. Die 9600M GT erreichte mit 5100-6200 sogar deutlich mehr. Dies kann nur durch unterschiedliche Treiber erklärt werden. Die GeForce 320M im neuen MacBook erreichte übrigens 4465 Punkte.

Mit durchschnittlich 62,4 MB/s Leserate befindet sich die verbaute Hitachi Festplatte nur im Durchschnitt der mit 5400 Umdrehungen pro Minute rotierenden Festplatten. Vorteil der 500 GB HDD ist ihr leises Laufgeräusch. Da leider nur ein HDD Schacht vorhanden ist, muss man die Hitachi HDD tauschen um z.B. auf eine schnelle SSD aufzurüsten.

Hitachi Travelstar 5K500.B HTS545050B9SA02
Minimale Transferrate: 36.6 MB/s
Maximale Transferrate: 81.7 MB/s
Durchschnittliche Transferrate: 62.4 MB/s
Zugriffszeit: 18.5 ms
Burst-Rate: 79.7 MB/s

Gaming Performance

Wie wir testen - Leistung

Die untertaktete GeForce GT 330M ist nicht unbedingt eine schnelle Gaming Grafikkarte. Sie befindet sich zwischen GT 325M und GT 330M mit vollem Takt und unterhalb der Mobility Radeon HD 5650. Dadurch sind anspruchsvolle Spiele nur in niedrigen Details flüssig spielbar (z.B. Battlefield Bad Company 2). Ältere oder weniger anspruchsvolle Spiele können jedoch auch in hohen Details flüssig gespielt werden (Sims 3 z.B.). Im Vergleich zu Windows 17" Notebooks, die in dieser Preisregion meist mit Grafikkarten der Leistungsklasse 1 ausgestattet werden, ist die Performance deutlich schlechter.

3D Mark
3DMark 06
 1280x1024
6032 Punkte
3DMark Vantage2356 Punkte
Hilfe
min. mittelhoch max.
World of Warcraft (2005) 20815742fps
Supreme Commander - FA Bench (2007) 38.627.522.1fps
Call of Duty 4 - Modern Warfare (2007) 1896035fps
Colin McRae: DIRT 2 (2009) 98.442fps
Resident Evil 5 (2009) 83.131.717.9fps
Battlefield: Bad Company 2 (2010) 52282011fps
Metro 2033 (2010) 332310fps

Unter Mac OS X kann die GeForce GT 330M aus Ermangelung von Konkurrenz klar die Krone der schnellsten Notebook-Grafikkarte in MacBooks abholen. Die OpenGL Performance reicht um Half Life 2 in hohen Details in SXGA flüssig zu spielen. Unter Windows 7 ist die Performance aber deultich besser und ermöglicht auch das Spielen in der nativen Displayauflösung.

Half Life 2 Ep 2 unter Mac OS X
Half Life 2 Ep 2 unter Mac OS X

Videotests

Wie auch die 15" Version, hat das 17 Zoll MacBook Pro keinerlei Probleme HD Filme wiederzugeben. Falls die Grafikkartenunterstützung nicht greift (nur wenige Formate unter Mac OS X), ist der Prozessor stark genug jedes Video flüssig wiederzugeben.

Big Buck Bunny 1080p - Quicktime mit GPU Beschleunigung
Big Buck Bunny 1080p - Quicktime mit GPU Beschleunigung
Big Buck Bunny 1080p - VLC ohne GPU Beschleunigung
Big Buck Bunny 1080p - VLC ohne GPU Beschleunigung
Flash 10.0 1080p im Fenster - einzelne Framedrops, Vollbild nicht
Flash 10.0 1080p im Fenster - einzelne Framedrops, Vollbild nicht
Flash 10.1 Gala Preview 2 keine Framedrops
Flash 10.1 Gala Preview 2 keine Framedrops
Grafikfehler in den OpenGL Treiber der Intel Grafik brechen den Test im CB 11.5 ab.
Grafikfehler in den OpenGL Treiber der Intel Grafik brechen den Test im CB 11.5 ab.

Eine Neuerung des überarbeiteten MacBook Pro 17 ist die automatische Grafikkartenumschaltung zwischen GeForce GT 330M und integrierter Intel HD Graphics Grafikkarte. Trotz des Einsatzes von Multiplexern, kommt es zu keinerlei Flackern oder Wartezeiten. MacOs X erlaubt jedoch nur zwei Modi: Nvidia Grafik immer ein oder automatisches umschalten. Mit dem Open Source Tool gfxCardStatus kann man jedoch auch manuell umschalten. Im Test funktionierte dies sogar während Half Life 2 (von Intel auf Nvidia) ohne Flackern und Probleme.

Normalerweise wird bei jeder 3D Applikation automatisch auf die GeForce 330M umgeschaltet. Das Fehlen einer Möglichkeit manuell auf die GMA HD zu wechseln könnte auch an dem noch nicht perfekt angepassten OpenGL Treiber von Intel liegen. Wenn man mit gfxCardStatus die Intel Grafikkarte einstellt, sieht man z.B. in Half Life 2 einige Grafikfehler. Auch der Cinebench R11.5 bricht den OpenGL Test wegen zu großer Unterschiede zum Referenzrendering (siehe Screenshot) ab.

Der einzige Anwendungsfall der immer mit GT 330M laufen muss, ist die Darstellung von Inhalten auf einem externen Display. Der Mini Displayport ist anscheinend fix und ohne Multiplexer an der GeForce GT 330M angeschlossen. Dies ist jedoch auch bei vielen Optimus Notebooks der Fall.

Emissionen

Wie wir testen - Emissionen

Geräuschemissionen

Die beiden zum Display hin verbauten Gehäuselüfter drehen stufenlos mit 2000 - 5370 Umdrehungen pro Minute je nach anliegender Last. Ohne (starke) Last bleiben sie immer in der geringsten Stufe und sind hier mit 30.2 dB(A) nur in leisen Umgebungen ab ca 15 cm dezent hörbar. Unter MacOS X bleibt das MacBook Pro selbst unter Last relativ leise. Bei Half Life 2 drehten die Lüfter mit 2700-4000 Umdrehungen pro Minute (32-40 dB(A)) und verschwanden diskret hinter den Spielgeräuschen.
Erst unter Windows erreicht das Alunotebook dann seine maximale Lautstärke. Mit 5370 rpm und dabei gemessenen 48.3 dB(A) sind die Lüfter deutlich zu vernehmen. Die Geräuschcharakteristik bleibt jedoch angenehm (Rauschen mit leisen höheren Frequenzen).

MBP aus: schwarz & grau - 28.6dB; 2000rpm: gelb - 30.2dB; 2500rpm: grün - 30.6dB; 3000rpm: hellgrau - 33 dB; 4000rpm: rot - 40.2 dB; 5370 rpm: blau -48,3 dB
MBP aus: schwarz & grau - 28.6dB; 2000rpm: gelb - 30.2dB; 2500rpm: grün - 30.6dB; 3000rpm: hellgrau - 33 dB; 4000rpm: rot - 40.2 dB; 5370 rpm: blau -48,3 dB

Lautstärkediagramm

Idle 30.2 / 30.4 / 30.6 dB(A)
Last 38 / 48.3 dB(A)
 
    30 dB
leise
40 dB
deutlich hörbar
50 dB
störend
 
min: , med: , max:     (aus 15 cm gemessen)
Interne Temperaturen bei extremer Last
Interne Temperaturen bei extremer Last

Temperatur

Die Oberflächentemperaturen der Aluminium MacBook Pro sind immer wieder ein Punkt reger Diskussionen. Apple setzt bewusst das Gehäuse als Kühlkörper ein um die Lüftergeräusche niedrig zu halten. Besonders unter Mac OS X erhöht sich dadurch in manchen Fällen die Gehäusetemperatur und die Lüfter bleiben leise.

Wirklich kühl bleibt die Unterseite eigentlich nie, mit maximal 42°C sind jedoch keine Verbrennungen zu erwarten. Die wichtigen Handballenauflagen bleiben immer deutlich kühler und sind nie unangenehm. Für die Nutzung am Schoß empfehlen wir jedoch die Verwendung von smcFanControl womit man manuell die Lüfter höher drehen lassen kann. Damit kann man auch unter Last eine geringe Gehäusetemperatur erreichen - auf Kosten der Lautstärke klarerweise.

Die internen Temperaturen nach mehrstündiger Belastung mit Furmark und Prime 95 bleiben im Rahmen. Weder kurzfristige Maxima (CPU 90°C, GPU 86°C) noch die niedrigeren eingependelten Temperaturen (CPU 83°C, GPU 82°C) geben Anlass zur Sorge.

Max. Last
 45 °C45 °C38 °C 
 40 °C43 °C32 °C 
 35 °C33 °C31 °C 
Maximal: 45 °C
Durchschnitt: 38 °C
35 °C42 °C42 °C
33 °C41 °C39 °C
31 °C34 °C34 °C
Maximal: 42 °C
Durchschnitt: 36.8 °C
Netzteil (max.)  51 °C | Raumtemperatur 20 °C

Lautsprecher

Das verbaute Lautsprechersystem im Aluminiumgehäuse klingt für die geringe Gehäusehöhe durchaus gut. Es kann zwar mit externen Lautsprechern, etwa dem Logitech Lapdesk, nicht ganz mithalten, für die anspruchslose Musikberieselung und für Filme reicht die gebotene Leistung jedoch vollends aus. Mit maximal 90 dB (aus 15cm) spielen die Lautsprecher auch relativ laut (deutlich lauter als die des MacBook White).

Der analog / optische Audioausgang konnte im Test mit Sennheiser PXC 250 Kopfhörern ebenso überzeugen und lieferte ein rauschfreies analoges Signal.

Akkulaufzeit

Wie wir testen - Akkulaufzeit

Das neue Core i5 basierte MacBook Pro 17 konnte im Test bei den Idle Laufzeiten noch etwas zulegen (von etwas über 9h beim Vorgänger auf etwas über 11h). Dies kann man dem in 32nm gefertigten Core i5 mit integrierter Grafik Intel HD Graphics zuschreiben. Die übrigen Messwerte blieben in etwa gleich, jedoch bei einer deutlich höheren Gesamtperformance. Mit 4-5 Stunden Akkulaufzeit in der täglichen Anwendung mit maximaler Helligkeit ist das MBP 17 gut aufgestellt und sollte dank der versprochenen 1000 Ladezyklen auch länger die Leistung halten als die Konkurrenz.

Auffallend war auch beim MBP17, wie bei allen Apple Notebooks, die geringere Akkulaufzeit unter Windows. Maximal konnten wir hier beim Reader Benchmark nur knapp 5,5 Stunden erreichen.

Aufgeladen wurde der integrierte und nicht wechselbare Akku in 3h 16min.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
11h 07min
Surfen über WLAN
4h 12min
DVD
4h 27min
Last (volle Helligkeit)
1h 46min

Dank der integrierten Intel Grafikkarte und des sparsamen Core i5 (ohne Last) ist der Stromverbrauch ohne Last deutlich geringer als beim 2009er Modell mit Nvidia Chipsatz. Mit 7.7 Watt ohne Hintergrundbeleuchtung, WLAN und Bluetooth ist das 17" Notebook extrem sparsam. Sobald man die Nvidia Grafik hinzuschaltet, kommen etwa 3 Watt dazu. Unter Windows erreichten wir minimal 17,2 Watt. Man sieht die perfekte Optimierung von Mac OS X an die verwendete Hardware.

Unter Volllast sieht man schön den Grund für das Throtteln der Komponenten. Furmark und Prime 95 benötigen gemeinsam 80,9 Watt. Prime 95 (CPU Belastung) alleine jedoch 83 Watt. Um das 85 Watt Netzteil nicht zu überlasten, bremst Apple anscheinend die Kompontenten bei gleichzeitiger CPU und GPU Last (lässt sich auch mit dem TMonitor zeigen).

Throttling der CPU bei Furmark und Prime95 gleichzeitig (zum Schonen des Netzteils, die internen Temperaturen sind nicht kritisch).
Throttling der CPU bei Furmark und Prime95 gleichzeitig (zum Schonen des Netzteils, die internen Temperaturen sind nicht kritisch).
Furmark alleine - kein Throttling, Turbo funktioniert und taktet mehrere Stufen hoch (nur 1 Kern der CPU belastet).
Furmark alleine - kein Throttling, Turbo funktioniert und taktet mehrere Stufen hoch (nur 1 Kern der CPU belastet).
Prime95 alleine - kein Throttling, Turbo funktioniert.
Prime95 alleine - kein Throttling, Turbo funktioniert.
CB 10 - Turbo taktet um eine Stufe hoch, kein Throttling.
CB 10 - Turbo taktet um eine Stufe hoch, kein Throttling.

Stromverbrauch

Aus / Standby / 0.4 Watt
Idle 7.7 / 16.6 / 24 Watt
Last 70 / 83 Watt
 
Legende: min: , med: , max:         

Fazit

Wie wir testen - Fazit

Das 17" MacBook Pro wurde, dank der neuen Core-i Prozessoren und der GeForce GT 330M, schneller und auch etwas sparsamer. Durch die nun automatische Umschaltung zwischen integrierter und dedizierter Grafikkarte gewinnt man im Schnitt auch etwas Akkulaufzeit. Soweit zu den Verbesserungen im Vergleich zum 2009er Modell.

Es bleibt bei den bekannten Vorteilen des leichten und schlanken 17"ers. Das Unibody Gehäuse fasziniert noch immer und wurde bis jetzt von der Konkurrenz nicht erreicht. Auch die hervorragenden Eingabegeräte, die leisen Betriebsgeräusche, die lange Akkulaufzeit und das sehr gute Display sind große Pluspunkte des 17-Zoll Notebooks.

Größter Kritikpunkt ist das Throttling bei gleichzeitiger Prozessor und Grafikkartenlast um das Netzteil nicht zu überfordern. Hier hätte Apple einfach ein größeres Netzteil mitgeben sollen. Auch die geringe Anzahl an Schnittstellen und die scharfe Gehäusevorderkante müssen erwähnt werden.

Das hervorragende DTR Notebook lässt sich Apple jedoch auch fürstlich bezahlen. Aufgrund der fehlenden Konkurrenz (auch aus dem Windows Lager) kann man jedoch kaum Alternativen aufzählen (am ehesten noch 17" Workstations wie die Dell Precision oder Lenovo W Modelle, die jedoch bei der Mobilität deutlich schlechter abschneiden).

Wer bereits ein Unibody MBP 17 besitzt, wird also nur updaten, wenn er die Leistung benötigt. Umsteiger aus der Pre-Unibody Zeit haben jedoch einige Gründe für ein Update.

Apple MacBook Pro 17 inch 2010-04

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Im Test: Apple MacBook Pro 17 inch 2010-04 mit Core i5
Im Test: Apple MacBook Pro 17 inch 2010-04 mit Core i5

Datenblatt

Apple MacBook Pro 17 inch 2010-04

:: Prozessor
:: Mainboard
Intel HM55 Express Chipset
:: Speicher
4096 MB, DDR3 PC3-8500F
:: Grafikkarte
NVIDIA GeForce GT 330M - 512 MB, Kerntakt: 500 MHz, Speichertakt: 790 MHz, DDR3, 196.21
:: Bildschirm
17.0 Zoll 16:10, 1920x1200 Pixel, Samsung LTN170CT10 Panel, Wide Color Gammut, Glasplatte vor dem Panel, spiegelnd: ja
:: Festplatte
Hitachi Travelstar 5K500.B HTS545050B9SA02, 500 GB 5400 U/Min
:: Soundkarte
Cirrus Logic CS4206A
:: Anschlüsse
1 Express Card 34mm, 3 USB 2.0, 1 Firewire, 1 DisplayPort, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: optisch / analoger Ein- und Ausgang (Cinch), FireWire 800
:: Netzwerkverbindungen
Broadcom NetXtreme Gigabit Ethernet (10/100/1000MBit), Broadcom 4322AG 802.11a/b/g/draft-n Wi-Fi Adapter (a b g n ), 2.0 + EDR Bluetooth
:: Optisches Laufwerk
HL-DT-ST DVDRW GS23N
:: Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 24.1 x 364 x 249
:: Gewicht
2.99 kg Netzteil: 0.455 kg
:: Akku
95 Wh Lithium-Polymer, nicht wechselbar
:: Preis
2265 Euro
:: Betriebssystem
Apple Mac OS X 10.6 Snow Leopard
:: Sonstiges
Webcam: iSight, iLife, 12 Monate Garantie

 

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Pro

+Hervorragendes Gehäuse
+Leicht und mobil für ein 17" Notebook
+Sehr gutes Display
+Hervorragende Eingabegeräte
+Sehr Leise
 

Contra

-Wenig Schnittstellen
-Zu kleines Netteil - dadurch Throttlen bei CPU und GPU Maximallast
-Intel HD Graphics OpenGL Treiber nicht ausgereift
-Gedrosselte GT 330M
-Scharfe Vorderkante
-Hoher Preis
-Warmes Gehäuse

Shortcut

Was uns gefällt

Unibody Aluminium

Was wir vermissen

Ports und einen günstigeren Preis

Was uns verblüfft

Die Mobilität des 17" Notebooks - relativ klein und leicht mit guter Akkulaufzeit

Die Konkurrenz

MacBook Pro 15" im eigenen Lager. In der Windows Welt nur weitaus schwerere Kollegen, die aber meistens auch stärker sind. Z.B. Dell Precision M6500 mit LED RGB Display, Lenovo Thinkpad W700, oder HP Elitebook 8730w

Bewertung

Apple MacBook Pro 17 inch 2010-04
04.12.2010 v2
Klaus Hinum

Gehäuse
98%
Tastatur
90%
Pointing Device
99%
Konnektivität
65%
Gewicht
73%
Akkulaufzeit
88%
Display
84%
Leistung Spiele
74%
Leistung Anwendungen
89%
Temperatur
82%
Lautstärke
94%
Auf- / Abwertung
90%
Durchschnitt
86%
84%
Gaming *
gewichteter Durchschnitt

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Autor: Klaus Hinum (Update: 11.02.2014)