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AMD: Erste Notebooks mit GPU-Serie Radeon HD 7000M gesichtet

Nachdem Nvidia gestern die neue Grafikkartenserie Geforce 600M für Notebooks vorgestellt hat, wurden nun erste Modelle der Radeon HD 7000M im Handel gesichtet. Wie bei Nvidia handelt es sich um umgelabelte Grafikkarten der bisherigen Generation.

Das sogenannte Rebranding hat im Grafikkartenbereich eine traurige Tradition. Schon seit Jahren versuchen die Hersteller, ihren alten Produkten mittels eines neuen Namens erneute Aufmerksamkeit und damit höhere Verkaufszahlen zu bescheren.

Nachdem wir gestern die Geforce 600M Serie von Nvidia vorgestellt haben, wollen wir nun über erste Details zur Radeon-HD-7000M-Generation von AMD berichten. Auch hier handelt es sich nicht um gänzlich neue Grafikkarten, sondern alte Bekannte aus der Radeon-HD-6000M-Serie. Die neuen Baureihen im Detail:

  • Die Serie Radeon HD 7400M löst die Radeon HD 6400M ab, zum Einsatz kommt der identische Chip mit dem Codenamen Seymore / RV910. 160 Stream-Prozessoren (VLIW5) an einem 64 Bit breiten Speicherinterface für DDR3 / GDDR5 sorgen für eine vergleichsweise geringe Leistungsfähigkeit und die Platzierung im Einstiegssegment.
  • Die Serie Radeon HD 7500M basiert auf dem RV930 der bisherigen Radeon-HD-6600M- / 6700M-Modellreihe, welcher über 480 Stream-Prozessoren (VLIW5) verfügt. Durch ein schmales 64-Bit-Speicherinterface dürfte die Performance jedoch deutlich geringer sein, insbesondere wenn anstatt GDDR5 lediglich DDR3 verwendet wird. Die Karte zielt auf das untere Mittelklasse-Segment.
  • Die Serie Radeon HD 7600M repräsentiert den direkten Nachfolger der Radeon HD 6600M sowie 6700M. Mit 480 Streamprozessoren (VLIW5) und einem 128 Bit breiten Speicherinterface für DDR3 / GDDR5 sollte die Leistungsfähigkeit identisch zu der des Vorgängers sein, falls sich die Taktraten nicht erheblich ändern. AMD peilt damit das untere Performance-Segment an.

Mit dem Asus X53TK und dem HP Envy 17 haben verschiedene Preisvergleichsportale bereits zwei Notebooks aufgeführt, die mit der Radeon HD 7670M beziehungsweise der Radeon HD 7690M XT auf Grafikkarten der neuen Serie zurückgreifen sollen.

Ähnlich wie bei Nvidia, wird der Umbenennung älterer Grafikkarten in den nächsten Monaten wohl auch die Vorstellung gänzlich neuer Modelle folgen. Diese könnten dann auf AMDs kommender 28-Nanometer-Generation basieren und die Radeon HD 7000M Serie nach oben erweitern.

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Autor: Till Schönborn,  7.12.2011 (Update:  9.07.2012)
Till Schönborn
Till Schönborn - Managing Editor Business
Freude am Schreiben und die Faszination für (mobile) Technik brachten mich im Herbst 2011 zu Notebookcheck. Neben unzähligen Notebook-Tests und Newsmeldungen habe ich seitdem eine Reihe technischer Hintergrundartikel zu CPU- und GPU-Architekturen verfasst und betreue zudem unsere Hardware-Datenbank. Seit Anfang 2014 leite ich den Bereich der Premium-Business-Notebooks, fühle mich aber auch im Smartphone- oder Tablet-Segment zu Hause – das gespannte "Kribbeln" beim Testen neuer Hardware ist auch nach vielen Jahren noch nicht verflogen. Die schmale Freizeit zwischen Studium und Job wird zumeist fernab jeglicher Elektronik in der Natur verbracht.