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Nvidia: Vorstellung der GeForce 600M Serie

Mit der Umbenennung verschiedener älterer Grafikkarten stellt Nvidia die GeForce 600M Serie vor. Die neuen Karten zielen vor allem auf das Einstiegs- und Mittelklassesegment und unterscheiden sich nur wenig von den bisherigen Modellen.

Zum Start der neuen Serie gibt es zunächst drei verschiedene Modelle, die allesamt auf der GeForce 500M und damit der Fermi-Architektur basieren.

  • Die NVIDIA GeForce GT 635M verfügt über 144 oder 96 Shader-ALUs, von Nvidia auch "CUDA Cores" genannt. Trotz der höheren Taktraten des kleineren Modells dürfte die Version mit 144 Shader-ALUs deutlich schneller sein. Als VRAM stehen sowohl DDR3 an einem 192 Bit breiten Speicherinterface als auch GDDR5 mit einer 128 Bit Anbindung zur Verfügung. Die Karte löst die bisherige GeForce GT 555M ab und basiert je nach Version vermutlich auf dem GF116- oder GF108-Chip.
  • Die NVIDIA GeForce GT 630M kommt ebenfalls in zwei verschiedenen Version mit 144 oder 96 Shader-ALUs daher. Die Taktraten sind etwas niedriger als jene der GT 635M, zudem ist das Speicherinterface generell nur 128 Bit breit und mit DDR3-VRAM bestückt. Je nach Modell liegt die Performance im Bereich der GeForce GT 540M beziehungsweise der GeForce GT 550M. Auch hier findet der GF106/GF116- beziehungsweise der GF108-Chip Verwendung.
  • Die GeForce 610M als drittes und letztes Modell besitzt 48 Shader-ALUs, die von einem 64 Bit breiten DDR3-Speicherinterface versorgt werden. Das Derivat der GeForce 500M-Serie ist hier die GeForce GT 520MX, die wiederum einer GeForce GT 520M mit etwas höheren Taktraten entspricht. Als Basis dient der bekannte GF119 Chip.

Für alle Modelle gilt, dass die von Nvidia genannten Taktraten lediglich Maximalwerte darstellen. Die Notebookhersteller sind nicht an diese Werte gebunden und können auch langsamere Varianten verbauen.

An den Features der in 40 Nanometer gefertigten Fermi-Generation haben sich keine Änderungen ergeben. Nach wie vor werden PhysXCUDA sowie Optimus unterstützt, nur bei der GeForce 610M muss auf die 3D Vision Technologie verzichtet werden.

Da auch die GeForce 500M Serie zunächst nur mit umbenannten Modellen der Vorgängergeneration veröffentlicht wurde, könnte sich die gleiche Situation mit der GeForce 600M Reihe wiederholen. Möglich wäre, dass wie in der Vergangenheit weitere Produkte parallel zum Launch von Intels neuer CPU-Generation Ivy Bridge erscheinen, die für April 2012 vermutet wird. Dabei erwarten wir neben dem Shrink einzelner Fermi-GPUs auf den 28-Nanometer-Prozess auch die neue GPU-Generation namens Kepler.

Übersicht der neuen GeForce 600M Modelle
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Autor: Till Schönborn,  6.12.2011 (Update:  9.07.2012)
Till Schönborn
Till Schönborn - Managing Editor Business
Freude am Schreiben und die Faszination für (mobile) Technik brachten mich im Herbst 2011 zu Notebookcheck. Neben unzähligen Notebook-Tests und Newsmeldungen habe ich seitdem eine Reihe technischer Hintergrundartikel zu CPU- und GPU-Architekturen verfasst und betreue zudem unsere Hardware-Datenbank. Seit Anfang 2014 leite ich den Bereich der Premium-Business-Notebooks, fühle mich aber auch im Smartphone- oder Tablet-Segment zu Hause – das gespannte "Kribbeln" beim Testen neuer Hardware ist auch nach vielen Jahren noch nicht verflogen. Die schmale Freizeit zwischen Studium und Job wird zumeist fernab jeglicher Elektronik in der Natur verbracht.