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Amazon Japan verkauft Grafikkarten in 108 Euro teuren Lootboxen mit 6 Prozent Gewinnchance

Verzweifelte Zeiten erfordern verzweifelte Taten, wie etwa den Kauf einer Lootbox mit miserabler Gewinnchance. (Bild: Amazon)
Verzweifelte Zeiten erfordern verzweifelte Taten, wie etwa den Kauf einer Lootbox mit miserabler Gewinnchance. (Bild: Amazon)
Auch in Japan haben Gaming-Enthusiasten kaum eine Chance, eine moderne Grafikkarte für einen vernünftigen Preis zu kaufen. Amazon Japan hat diese Gelegenheit offenbar genutzt, um die Lagerbestände an veralteten GPUs durch Lootboxen überteuert an den Mann zu bringen.
Hannes Brecher,

Es ist mittlerweile fast schon zur Normalität geworden, für moderne Grafikkarten mehr als das Doppelte der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers zu bezahlen. Die GeForce RTX 3060 sollte beispielsweise für rund 329 Euro auf den Markt kommen, eine der aktuell günstigsten Varianten dieser GPU kostet aber stolze 674 Euro.

Amazon Japan hat Kunden nun eine neue Option zum Kauf von Grafikkarten geboten, nämlich Lootboxen, die für rund 14.000 Yen (ca. 108 Euro) verkauft wurden. Wer eine dieser Lootboxen kauft bekommt auch eine Grafikkarte, allerdings handelt es sich dabei mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent um eine GPU, die im Jahr 2014 oder noch früher erschienen ist – es besteht also die Chance, die berüchtigte und praktisch nutzlose GeForce GT 710 zu erhalten.

Mit einer Wahrscheinlichkeit von 16 Prozent enthält die Lootbox eine GPU der Nvidia GeForce GTX 900- oder der AMD Radeon RX 300-Serie, die GeForce GTX 1000- und die Radeon RX 500-Serien gibts nur in 8 Prozent aller Lootboxen. Als "Gewinner" dürfen sich aber wohl nur die Kunden betrachten, die unter den 4 Prozent der Käufer sind, die eine GeForce RTX 2000- oder Radeon RX 5000-Grafikkarte erhalten, oder aber eine der 2 Prozent der Lootboxen, die GeForce RTX 3000- oder AMD Radeon RX 6000-GPUs enthalten.

Wenig überraschend ist, dass Amazon für diese Lootboxen keine Rücknahmen akzeptiert. Trotz der miserablen Gewinnchance sind diese Lootboxen bereits ausverkauft. Nachdem der Großteil der Käufer ihr Geld praktisch verschwendet haben könnte es eine bessere Option sein, auf Gaming-Laptops oder Konsolen auszuweichen, die Xbox Series S (ca. 270 Euro auf Amazon) wäre zumindest unter dem Listenpreis verfügbar.

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Hannes Brecher
Hannes Brecher - Senior Tech Writer - 8590 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2018
Seit dem Jahr 2009 schreibe ich für unterschiedliche Publikationen im Technologiesektor, bis ich im Jahr 2018 zur News-Redaktion von Notebookcheck gestoßen bin. Seitdem verbinde ich meine langjährige Erfahrung im Bereich Notebooks und Smartphones mit meiner lebenslangen Leidenschaft für Technologie, um unsere Leser über neue Entwicklungen am Markt zu informieren. Mein Design-Hintergrund als Art Director einer Werbeagentur erlaubt mir darüber hinaus tiefe Einblicke in die Eigenheiten dieser Branche.
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Autor: Hannes Brecher, 20.01.2022 (Update: 20.01.2022)