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Apple Wireless Power Transfer: Strom-per-Funk bald auch von Apple?

Auch Apple arbeitet an einer kabellosen Übertragung von Strom via Funk.
Auch Apple arbeitet an einer kabellosen Übertragung von Strom via Funk.
2018 könnte das Jahr werden, in dem kabelloses Laden von Geräten über Distanzen hinweg erstmals tatsächlich Realität wird. Neben Powercast und Energous, die beide dieses Jahr losstarten wollen, arbeitet offenbar auch Apple an einem entsprechenden System, das in Reichweite befindliche Geräte je nach Ladestand oder Zeitplan drahtlos laden kann.

Ob das Apple-System bereits 2018 tatsächlich in Produktion geht, darf allerdings bezweifelt werden, vermutlich lässt Tim Cook den beiden genannten Firmen Powercast und Energous den Vortritt, um dann mit Wireless Power auf den Markt zu kommen, wenn sich die Technologie bereits etwas am Markt etabliert hat. Dass aber auch bei Apple eifrig am kabellosen Laden der Zukunft gearbeitet wird, zeigen zwei Patente, die zu Jahresende vom US Patentamt veröffentlicht wurden.

AirPower 2.0?

Apple hat zwar erst vergangenes Jahr mit iPhone 8, iPhone 8 Plus und iPhone X die ersten kabellos aufladbaren Smartphones im Sortiment vorgestellt und will mit AirPower demnächst auch sein eigenes Ladepod auf den Markt bringen, diese Technologie verlangt aber zwingend nach direktem Kontakt zwischen Lade- und Mobilgerät und ist damit deutlich weniger flexibel als die "Router-Lösung", die Energous mit seinem WattUp-System und der konkurrierenden Powercast-Lösung vorschwebt. Beide wurden kürzlich von der FCC zertifiziert.

Wireless Power Link

Damit ist eine echte kabellose Stromübertragung über Distanzen hinweg möglich und auch Apple will genau das mit seinem im Patent erwähnten Power Transfer Link erreichen. Zusätzlich zu der drahtlosen Stromübertragung stellt der Link auch herkömmliche Stromanschlüsse zur Verfügung. Die beiden Apple-Patente beschreiben sowohl ein "Strom-Übermittlungsmodul" als auch ein "Strom-Empfangsmodul". Letzteres soll in künftigen Apple Watches, iPhones, iPads und MacBooks integriert sein und vom Wireless Power Link Strom empfangen, sobald die Geräte in Reichweite sind.

Zeitpläne vorgesehen

Neben der reinen Stromübertragung beschreibt Apple in den Patenten auch eine komplexe Konfigurationsmöglichkeit des Ladesystems. Nicht nur die generelle Reihenfolge der Stromübertragung kann vorgegeben werden (beispielsweise iPhone immer vor iPad) sondern auch Zeitpläne je nach Wochentag, anstehenden Kalenderterminen oder Ladestand der Akkus. Neben der Integration des Empfangsmoduls direkt in künftige Apple-Mobilgeräte, wäre auch eine neue Version des Apple Smart Battery Cases für aktuelle iPhones denkbar. 

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Autor: Alexander Fagot,  2.01.2018 (Update:  2.01.2018)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.