Astronomen entdecken Stern der einen Braunen Zwerg verschlingt

Braune Zwerge werden auch als gescheiterte Sterne bezeichnet. Ihre Masse liegt zwischen dem 13-Fachen und etwa dem 80-Fachen der Jupitermasse. Die Bezeichnung erklärt sich dadurch, dass sie nicht genügend Masse besitzen, um in ihrem Inneren dauerhaft Wasserstoff zu fusionieren. Manche Braunen Zwerge erwartet jedoch ein dramatisches Schicksal, wie das System ZTF J0440+2325 zeigt.
Das System liegt in der Milchstraße, etwa 300 Lichtjahre von der Erde entfernt, und besteht aus einem massearmen Stern und einem Braunen Zwerg. Es ist zunächst von der Zwicky Transient Facility (ZTF) erfasst worden. Kevin Burdge hat es identifiziert, nachdem ihm in den ZTF-Daten eine ungewöhnliche Helligkeitsschwankung mit einem dreieckigen Verlauf aufgefallen war.
Zunächst hat er vermutet, dass das Signal von einem Doppelsternsystem vom Typ "Schwarze Witwe" stammen könnte, in dem ein Neutronenstern seinen Begleitstern verschlingt. Als mögliche Erklärung für die Helligkeitsschwankung hat er zwei Himmelskörper mit ähnlichen Massen in Betracht gezogen.

Anhand neuer Beobachtungen haben Astronomen festgestellt, dass das System aus einem Braunen Zwerg und einem Stern besteht. Ihre Massen werden auf das 25-Fache beziehungsweise das 85-Fache der Jupitermasse geschätzt. Der Braune Zwerg dürfte seinen Zentralstern in nur 86,65 Minuten umkreisen.
Simulationen zufolge nimmt der Stern pro Jahr Materie von dem Braunen Zwerg auf, die etwa einem Hunderttausendstel der Erdmasse entspricht. Dieser Prozess könnte noch Milliarden von Jahren andauern.
















