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Asus Zen: Ein Besuch im Asus HQ in Taiwan

Entwurfszeichnungen zum neuen Asus ZenBook 3
Entwurfszeichnungen zum neuen Asus ZenBook 3
Im Rahmen der Computex 2016 hatten wir die Möglichkeit dem Asus Headquarter in Taiwan einen Besuch abzustatten und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Neben Produktdemos zu aktuellen Technologien wurde auch ein Einblick in den Design-Prozess der brandneuen Zen-Modelle gewährt.

Gegründet im Jahre 1989, zählt Asus heute weltweit mehr als 17.000 Beschäftigte. Davon sind allein im R&D Department (Research and Development, sprich Forschung und Entwicklung) 5.500 Mitarbeiter tätig. Im Jahr 2015 erwirtschaftete Asus einen Umsatz von 14 Mrd. USD. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte Asus etwa 500 Millionen Motherboards absetzen. Das entspricht in etwa der Anzahl an aktuell im Betrieb befindlichen iPhones weltweit. Der Firmenname leitet sich von dem aus der griechischen Mythologie bekannten geflügelten Pferd Pegasus ab und ist für die Gründer Synonym für Weisheit und Wissen. Das Führungstrio umfasst Jerry Shen (CEO), Jonney Shih (Chairman) und Jonathan Tsang (VP).
Unter dem Leitspruch "In search of incredible" entwickelt Asus in insgesamt 14 Produktkategorien. Die bekanntesten davon sind Notebooks, 2in1s, Smartphones, Tablets, Storage und natürlich Motherboards und Grafikkarten. Die Subbrand Asus ROG (Republic of Gamers) wurde 2006 gegründet und feuert heuer ihr 10-jähriges Bestehen.

Asus' Design-Methodik basiert im Grunde auf drei Einfluss-Strömungen: Dem User und seine Art elektronische Geräte zu verwenden, dem aktuellen Design in spartenfremden Branchen (Möbel, Automobilindustrie, Mode,...) und dem Marktgeschehen inklusive Verkaufszahlen und der Beobachtung von Mitbewerbern. Diese Inputs wirken direkt auf die Entwicklung neuer Produkte in den einzelnen Produktsegmenten ein. "Simple, Welcoming und Vibrant", also einfach, einladend und dynamisch, stehen als Keywords bei der aktuellen Design-Ausrichtung von Asus im Vordergrund. Die optische Signatur der Marken-Identität ist der konzentrische Kreis, der auf vielen Produkten in unterschiedlichen Umsetzungen, zu sehen ist.

Beginnend mit einfachen Skizzen und simplen Modellen aus Karton und Papier entwickelt das Design-Team Gedanken und Konzepte Stück für Stück weiter. Ein besonders spannender Punkt im Prozess ist erreicht, wenn neben optischen Aspekten auch technische Herausforderungen, etwa die Anforderungen bestimmter Hardwarekomponenten oder mechanische Vorrichtungen (Scharniere,...), hinzu stoßen. Auch hier ist das Modell ein geeignetes Mittel, um mögliche Lösungen auszuloten. Mit dem 3D-Druck steht eine aktuelle Entwicklung der letzten Jahre zur Verfügung, die das Rapid Prototyping maßgeblich beeinflusst hat und den Designern einen sehr schnellen Switch vom Entwurf hin zum realitätsnahen Modell ermöglicht.

Wie lange der Design-Prozess für ein bestimmtes Produkt in Anspruch nimmt, wollte man seitens Asus leider nicht kommentieren. Aus Gesprächen mit anderen Herstellern wissen wir allerdings, dass von der Konzepterstellung eines neuen Produktes (Notebook) bis zur Serienreife etwa 12 Monate, natürlich abhängig von der Komplexität des Projektes, anzusetzen sind. Das heißt natürlich auch, dass hinter verschlossen Türen im Asus-HQ bereits fleißig an den Produkten von morgen gezeichnet wird, die wir dann aller Voraussicht nach in rund einem Jahr auf der Computex 2017 sehen werden.     

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Autor: J. Simon Leitner,  7.06.2016 (Update:  7.06.2016)
J. Simon Leitner
J. Simon Leitner - Founder, Editorial Director - @simleitner
Nach meinem Studium an der TU-Wien widmete ich mich als Mitbegründer vollends dem Projekt Notebookcheck. Seit Commodore C64 und Atari 1040 ST sind Computer fester Bestandteil meiner täglichen Aktivitäten. Meinen Energieausgleich finde ich vor allem bei sportlichen Aktivitäten in freier Natur.