Bereits Anfang des Jahres haben wir beim MacBook Pro 14 und 16 darüber berichtet, dass die Netzteile nicht ausreichen, um den Energiebedarf bei voller Auslastung zu decken. Sowohl beim kleineren 14-Zoll-Modell als auch beim großen MacBook Pro 16 musste bei hoher Belastung zusätzlich der Akku angezapft werden.
Das Problem liegt dabei nicht an den Netzteilen selbst, sondern an künstlichen Limitierungen seitens Apple. Selbst der Einsatz leistungsstärkerer Netzteile bringt nicht mehr Energie in die Geräte: Beim MacBook Pro 14 liegt das Limit bei etwas unter 100 Watt, während es beim 16-Zoll-Modell maximal 145 Watt sind. Dieses Problem ist historisch bedingt. Das Design der MacBook-Pro-Modelle mit den Mini-LED-Bildschirmen ist bereits seit vielen Jahren unverändert auf dem Markt. Die ersten Generationen der M-Serie-SoCs benötigten einfach deutlich weniger Strom. Mittlerweile sind die M5-Pro- und M5-Max-Chips aber so schnell geworden, dass auch der Energiebedarf massiv angestiegen ist.
Die Hoffnung war groß, dass Apple mit dem Wechsel auf den OLED-Bildschirm beim überarbeiteten MacBook Pro auch die unzureichende Energieversorgung korrigiert. Zwar lag unserem MacBook Pro 14 im Test ein 140-Watt-Netzteil bei, doch die Enttäuschung folgte bei den Energiemessungen: Das System begrenzt die Leistungsaufnahme weiterhin auf 96 Watt. Das führt dazu, dass auch beim neuen Modell der Akku unter hoher Last entladen wird. Bei voller CPU-Auslastung und maximaler Bildschirmhelligkeit verlor der Akku unseres Testgeräts rund 15 % Ladung pro Stunde.
Es ist für uns unverständlich und für ein Unternehmen wie Apple auch ein Stück weit peinlich, dass dieses Problem bei einem „Pro"-Gerät immer noch nicht behoben wurde. Wir reden hier schließlich nicht von einem MacBook Air, sondern von einem absoluten High-End-Gerät mit einem Basispreis von rund 3.300 Euro. Alle weiteren Informationen zum neuen MacBook Pro 14 mit dem PROLED-XDR-Display stehen in usnerem ausführlichen Testbericht zur Verfügung.




