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Bendgate 2.0: Oppo Find X nach Bend-Test komplett zerstört

Das AMOLED-Display des Oppo Find X ist nach dem Bend-Test komplett zerstört.
Das AMOLED-Display des Oppo Find X ist nach dem Bend-Test komplett zerstört.
Autsch! Schlimmer hätte der Torture-Test durch Zack, den Zerstörer aka JerryRigEverything nicht laufen können. Das bald auch in Europa teuer zu erstehende Randlos-Phone mit ausfahrbaren Kameras ist mit Sicherheit innovativ, aber alles andere als stabil gebaut. In den vielen Jahren seit Apples Bendgate hat wohl kein Handy mehr derart schlecht im Bendtest abgeschnitten.

Schon zu Beginn der üblichen Testprozedur des JerryRigEverything Youtube-Channels schwant einem Übles - im Gegensatz zum Vivo Nex, dessen ausfahrbare Selfie-Cam recht wenig Flex zeigt und im Torture-Test stabil wirkt, ist das Schwesterprodukt von Oppo mit dem komplett ausfahrbaren Kameramodul offenbar deutlich anfälliger für Staub und Verschmutzung, denn der motorisierte Schlitten hat einiges an Spiel und wackelt in alle Richtungen. Wie sich später herausstellen wird, ist das aber nicht die einzige potentielle Schwachstelle des Oppo Find X. Den obligatorischen Kratztest übersteht das neue Oppo-Handy noch bravourös wie alle anderen aktuellen Flaggschiffe, von der Flamme im Burn-Test erholt sich das AMOLED-Display allerdings nicht mehr - im Gegensatz zu LCD-Displays allerdings eine erwartbare Reaktion.

Was dann kommt, ist allerdings für ein Smartphone des Jahres 2018 absolut unwürdig. Als hätte es Apples Bendgate nie gegeben, biegt sich der strukturell zuwenig stabil gebaute Metallrahmen des Oppo Find viel zu sehr unter Zacks Fingern durch und führt nicht nur zum kompletten Glasbruch an der Rückseite, auch das rigide AMOLED-Display bricht sofort und macht aus dem knapp 1.000 Euro teuren Smartphone nur mehr unbrauchbaren Elektroschrott. Schon beim Huawei P20 Pro hat Zacks Bendtest für ein überraschend negatives Resultat gesorgt, dort war das malträtierte Smartphone danach allerdings zumindest noch benutzbar, wenn auch mit gebrochenem Frontglas.

Oppos neuer Superstar, der auf bewegliche Teile setzt um eine möglichst hohe Screen-to-Body-Ratio zu erreichen und die gesamte Front mit Display zu füllen, wirkt in Bezug auf seine Stabilität dagegen wie ein schlechter China-Klon eines iPhone 6 Plus, dessen Widerstandsfähigkeit gegen die Kraft der Finger bekanntlich nicht die beste war. Umso tragischer, dass ausgerechnet bei diesem Handy ein klassisches Schutzgehäuse aufgrund der ausfahrbaren Kameras nicht nutzbar ist. Eine nach unten und oben hin offene Schutzhülle liegt zwar bei, auch diese wirkt allerdings nicht sonderlich stabil. Wohl besser, man behandelt Oppos neues Flaggschiff wie ein rohes Ei.

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Autor: Alexander Fagot, 26.07.2018 (Update: 26.07.2018)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.